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Das jüdische Echo · 1919-02-21 · 8 (21.2.1919) · p. Seite 98

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
6 (1919)
Issue
8 (21.2.1919)
Date
1919-02-21
Page
Seite 98 (sequence 10)
Language
German
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98 Das Jüdische Echo Nr. 8 erregt, da nunmehr unanfechtbar festgestellt wurde, daß die polnische Regierung an den letzten Ereignisen mitschuldig gewesen ist. Die Frage wird nunmehr bei der Friedenskonferenz ihren endgültigen Abschluß finden müssen. Frankreich. Empfang der amerikanischen Zionistendelegation in Paris. Wie „Le Peuple Juif“ berichtet, wurde die amerikanische Zionistendelegation bei ihrem Eintreffen in Paris festlich aufgenommen. Herr Hechte r, der Vorsitzende der französischen Zionistenföderation, hielt die Begrüßungsrede. Nach ihm sprach Dr. Simon Q i n s b u r g, der zweite Vorsitzende, Herr Simon Rosenbaum, der als litauischer Abgesandter erschienen war, und die Herren M. N. S 1 o u s c h , Viktor Basch und Dr. Stephen W i s e. Polen. Parteitag der „Poale-Zion“ in Polen. Ende vorigen Jahres wurde in Warschau der erste öffentliche Parteitag der jüdisch-sozialdemokratischen Arbeiterpartei (Poale Zion) abgehalten. Anwesend waren 150 Delegierte aus 91 Städten, eine Delegation der Poale Zion in Westgalizien, Vertreter des Bureaus des allweltlichen Verbandes der Poale Zion, der Bruderparteien in Rußland, östereich und Deutschland, sowie eine überaus große Anzahl von Gästen aus Polen und dem Auslande. Rumänien. Protest gegen das Judengesetz. Das Zentralkomitee des Verbandes einheimischer Juden veröffentlicht in den Bukarester Zeitungen eine Erklärung, in der er aufs schärfste gegen das neue Judengesetz der rumänischen Regierung protestiert und außer der eigentlichen Emanzipation proportionelle Vertretung sowie religiöse und kulturelle Autonomie fordert. literarisches Echo Ost und West, Illustrierte Monatsschrift für das gesamte Judentum. Jahrgang 19. Heft 1/2. Als unerfreuliche Begleiterscheinung des Krieges mußten wir die Einschränkung auch] auf dem Gebiete der bildenden Kunst und ihrer Verbreitung hinnehmen. Insbesondere die Vervielfältigung litt und leidet unter den sattsam bekannten Erschwerungen. Da ist es sehr erfreulich, wenn das Bestreben nach Fortführung guter Tradition sich dadurch nicht abschrecken läßt. Der rührige Verlag Leo Winz tritt mit dem 19. Jahrgang der illustrierten Monatsschrift „Ost und West“ in diesem Jahre vor das literarisch, künstlerisch und wissenschaftlich interessierte jüdische Publikum, um die im Kriege vielfach gestörte Regelmäßigkeit der Erscheinungsform wieder aufzunehmen. Das erste Doppelheft zeigt uns in der bewährten Ausstattung und Durchführung das uns seit Jahren liebgewordene Bild einer wirklich gediegenen Kunstzeitschrift Von Joseph Budko wird uns als versöhnender Nachklang der nun beendeten rauhen Zeit ein Holzschnitt-Blatt vorgeführt. Darstellung und Text wollen den Trost des Propheten Jeremias im 31. Kapitel, 16./17 Vers übermitteln. In der eindringlichen, auf guter Kunstüberlieferung beruhenden Art des unseren Lesern nicht mehr unbekannten Graphikers wird der Hoffnungsspruch des Herrn an die klagende Mutter Rahel lebendig. Durch die im besten Sinne sich an die alte Holzschnittkunst anschließende Technik wird dabei eine vollkommene Geschlossenheit des Bildeindrucks mit der Textanordnung erzielt. Mit mehreren Schaffensproben der dem deutschen Publikum leider bisher unbekannten Malerin Malva S c h a 1 e k tritt diese junge Künstlerin als geschlossene Persönlichkeit vor uns. Aus den Bildnissen wird die in ihrem Wirkungskreise sehr geschätzte Künstlerin am stärksten zu uns sprechen. Die Erfassung der Persönlichkeit gelingt ihr in hervorragendem Grade. Aus des Münchener Walther T h o r’ Schule hervorgegangen, hat sie eine für die sonstige Wiener Porträtkunst — leider! — noch nicht bezeichnende Festigkeit der Behandlung. Damit erhebt sie sich aus dem Rahr men des lokalen Schaffens. Ihre verständnisvolle Verlebendigungskraft tritt uns am Klarsten in einer ihrer Interieur - Schilderungen entgegen. Dem scheinbar Toten wahre Existenz zu geben, ist Prüfstein ihres künstlerischen Beseelungsvermögens. Neben diesem sehr repräsentativen Inhalt künstlerischer Gestaltungen bietet der jüdisch-instruktive Text den zahlreichen Freunden der Zeitschrift genug Anlaß zum geistigen Genuß. Ein jüdisches Volkslied in der Bearbeitung Arno Nadels führt auch auf diesem Gebiete die Tradition des Verlags weiter. München. Theo Harburger. Das Buch Jiob mit Übersetzung und Erläuterung von David Dawidowicz. Berlin. C. A. Schwetschke & Sohn. Preis 8 Mark. Die neue Übersetzung des Hiob-Buches stammt von dem trefflichen Posener Arzt Dr. K. Jeremias, dem leider so früh verstorbenen Führer der Posener Zionisten. Jeremias bemüht sich mit Ge>- Dtütufjner Jteueffe JIaef)nd?ten ($rifte,tö$l.2*a«l erfte-ntnfce tu* CfflittifttutM* Ä«»ffr4^1i§»r£*t»trei4 unb (Ufrewfce $*rfrreüurtf. mim. u.f&*»erfrl6t«flenm«rff Änerfunnf ftfp fär äfai*i$en «Her färi. &n*ei#cn« frr»ii unb m* Zmif. mmtA. 3W.2.—bei «Ken taitföea p*fUn#«(ten 2agli<f)e9(uft«ae 2mal löooooßjemplare/Über V, 2JUUion£efer rYYYYYYY™f^^

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