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Das jüdische Echo · 1919-02-21 · 8 (21.2.1919) · p. Seite 94

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
6 (1919)
Issue
8 (21.2.1919)
Date
1919-02-21
Page
Seite 94 (sequence 6)
Language
German
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94 Das Jüdische Echo Nr. 8 liehe Arbeit im heiligen Lande ergeben. Wir glauben aber, daß es nicht möglich ist, die ganze Fülle der hierbei sich ergebenden Fragen im Wege des Briefwechsels zu erledigen und schlagen Ihnen daher hierdurch die Beratung im Rahmen einer Kommission vor, für welche wir Sie bitten würden, drei Mitglieder zu ernennen, wie wir gleichzeitig auch die Zionistische Organisation bitten würden, ihrerseits ebenfalls drei Mitglieder zu ernennen. Über Zeit und Ort des Zusammentritts würde sich unschwer eine Verständigung erzielen lassen. Wir erwidern Ihre freundschaftlichen Grüße und zeichnen hochachtungsvoll' Zionistische Föderation „Misrachi“ Zentralbüro gez. Herrn. Struck. Zürich, den 30. Januar 1919. An die Zionistische Föderation „Misrachi“ Zentralbüro zu Händen des Herrn Herrn. Struck, Berlin. Sehr geehrter Herr Struck! Wir empfingen Ihr sehr geehrtes Schreiben vom 20. ds. Ohne unsererseits auf die Stellungnahme des Misrachi einerseits, der anderen gesetzestreuen Organisationen andererseits zum Zionismus vorläufig eingehen zu wollen, nehmen wir von Ihrem gefl. Vorschlag, demnächst eine gemeinsame Besprechung zwischen je drei Herren der Zionistischen Organisation und unserer Organisation zu veranstalten, mit Vergnügen Kenntnis. Wir bemerken Ihnen jedoch ergebenst, daß demnächst hier in Zürich eine Besprechung der unabhängigen jüdischen Organisationen, die auf gesetzestreuem Boden stehen, stattfinden wird. Anläßlich dieser Besprechung wird bei Behandlung des Palästinaproblems auch zweifellos die Stellungnahme der Orthodoxie zum Zionismus eingehend erörtert werden und aus den dann zu fassenden Entschlüssen wird sich unsere definitive Stellungnahme zu Ihrem gefl. Vorschlag ergeben. Wir werden dann nicht verfehlen, Ihnen auf schnellstem Wege Kenntnis zu geben von den hier gefaßten Entschlüssen und begrüßen Sie inzwischen in brüderlicher Gesinnung mit ausgezeichneter Hochachtung Zentralbüro der „Agudas Jisroel“ Isaak Rham, Dr. Lewenstein Aktuar. Berlin NW., den 8. Februar 1919. An die Schweizerische Landesorganisation der Agudas Jisroel, Zürich (Schweiz). Sehr geehrte Herren! Den Empfang Ihres werten Schreibens vom 30. Januar bestätigend, geben wir unserer Genugtuung darüber Ausdruck, daß Sie unserem Vorschläge, eine gemeinsame Kommission zur Beratung über die Möglichkeit einer Zusammenarbeit einzusetzen, Ihre Zustimmung geben. Wir können aber nicht verfehlen, unserem Befremden darüber Ausdruck zu geben, daß Sie es für richtig gefunden haben, bei einer „Weltkonferenz“ der gesetzestreuen Verbände den Misrachi, der jetzt bereits mehr als 100 000 organisierte, Anhänger umfaßt, unter dem deutlichen Hinweis darauf, daß er abhängig sei, auszuschalten. Die Verantwortung für die sich aus. diesem Vorgehen ergebenden Konsequenzen müssen wir voll und ganz Ihnen überlassen. Wir können unmöglich annehmen, daß die Konferenz in dieser Beziehung den Standpunkt der Einberufer teilen wird, wenn anders sie wirklich den Anspruch erheben sollte, eine Vertretung der gesetzestreuen Juden zu sein. Mit brüderlichem Gruße ergebenst Zionistische Föderation „Misrachi“ Zentralbüro gez. Herrn. Struck. Weltkonferenz der Orthodoxie und „Misrachi?* Von geschätzter misrachistischer Seite geht uns nachstehende Zuschrift zu, die wir unsern Lesern nicht vorenthalten möchten. Wie zahlreiche Proteste, besonders aus dem Osten, beweisen, erregt es bei einem großen Teil der gesetzestreuen Judenheit das größte Befrem~ den, daß zu der Tagung der orthodoxen Judenschaft in Zürich der Misrachi nicht zugezogen wird. Die Begründung, die der Brief der Agudah gibt, ist außerordentlich bedauerlich, da in einem Augenblicke, wo die gesamte Judenheit und endlich auch die Orthodoxie nach Einigkeit streben soll, ein neues Moment der Trennung hineingetragen wird und der Misrachi aus dem Grunde ausgeschlossen ist, weil er angeblich eine abhängige Organisation ist. — Die Zugehörigkeit des Misrachi zu der zionistischen Weltorganisation hat ihn noch nie gehindert, wie in der ganzen Welt bekannt ist, seinen orthodoxen Standpunkt frei, unabhängig und erfolgreich zu vertreten. Wie die Dinge jetzt liegen, muß es als vollkommen ausgeschlossen erachtet werden, daß die Züricher Tagung als wirkliche Vertretung der Gesamtorthodoxie angesehen werden kann. — Es muß dem Urteil der jüdischen Öffentlichkeit überlassen werden, ob es möglich ist, bei einer „Weltkonferenz“ der gesetzestreuen Organisationen den Misrachi, der heutzutage schon mindestens 100 000 organisierte Anhänger umfaßt, auszuschaltem Von dem Gerechtigkeitssinn derjenigen Agi> disten, die nicht eine Trennung, Sondern die so bitter notwendige Einigung der glaubenstreuen Judenheit erstreben, darf wohl erwartet werden. Königl. bayer. Lottarieeinnahme der Preuss.- Siidd. Klassen-Lotterie A. Ostermaler, München Promenadepl. 12/1, Eing. durch d. Zigarrengeschäft Beginn der 13. (239 ) Lotterie mit Ziehung I. KlftMt am 7. u. 8 Januar 1919, 2. Klee*» am 11. u. 12. Februar 1919, 3. Klasse am 11. u. 12. März 1919, 4. Klasss am S. u ». April 19 9, S. Klasse (Haupt- und Schlußziehung) beginnt am 7. Mai und — J-t am 2 Juni 1919 r Auswahl stets vorrätig. für Vs % V» Vi Preis für . , J * 10 MO 40 M lei den folgenden Klassen sind die Vorklassen stets nachzubezahlen.

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