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Das jüdische Echo · 1918-11-22 · 47 (22.11.1918) · p. Seite 570

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
5 (1918)
Issue
47 (22.11.1918)
Date
1918-11-22
Page
Seite 570 (sequence 6)
Language
German
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Das JfldUcka Echo Nr. 47 570 916 JUIgfinti« „Siiflitf-Ifiiflt i&üiflt Iranltfntiaus lu lerufnlctn Orgattifatton retn turopätfd) SfoItcr^Öufer für Anftedtenbe bittet für feine _ ©efdjäfhäeltung: Sran&furta.Al ^3oftfcbccüfeonto 9tr. 7785 3r&ft. a. Al. $>ödjfte Anerkennung aüer $el)örben Aufnahme unterfdjtebslos für AIIe Alan forbere bie ^Bebingungen ein. ^ält fid) für gewiffenbafte Uebernabtne non Stiftungen empfohlen! betten - 3immer - 3abrjett - ©cbcnfctafel - Stiftungen «Briefe ju richten nach 9töberbergmeg 63. einen auf demokratischer Grundlage gewählten Kongreß der Juden in Deutschland vorzubereiten hat, die auf dem Boden folgender Forderungen stehen: a) Palästina als nationale Heimstätte für das jüdische Volk. b) Tatsächliche Durchführung der vollen Gleichberechtigung der Juden in allen Ländern. c) Nationale Autonomie für die jüdische Bevölkerung der Länder jüdischer Massensiedlung sowie aller anderen Länder der Welt, deren jüdische Bevölkerung Anspruch auf sie erhebt. d) Beseitigung aller Ausnahmebestimmungen gegen ausländische Juden, insbesondere sofortige Aufhebung der in Deutschland bestehlenden Grenzsperre gegen alle Juden. e) Umwandlung der jüdischen1 Kultus- (Synagogen- und Religions-) gemeinden in Deutschland in jüdische Volksgemeinden auf demokratischer Grundlage und unter Sicherung der Rechte von Minoritäten, sowie Schaffung eines Reichsverbandes der jüdischen Volksgemeinden als Vertretung der jüdischen Volksgemeinschaft in Deutschland, mit dem Recht der autonomen Regelung aller jüdischen Angelegenheiten. Die Versammlung begrüßt die Forderung, daß dieser Kongreß eine Vertretung der Juden in Deutschlandzu schaffen hat und fordert den vorläufigen ■Nationalausschuß auf, bis zur Wahl, einer Vertretung die erforderlichen politischen Maßnahmen zu treffen. Die Versammlung der Berliner Zionisten spricht der Leitung der Zionistischen Organisation ihren wärmsten Dank für die erfolgreiche Arbeit aus, die den Zionismus zur Verwirklichung bringt.“ Appell der deutschen Zionisten an die englischen, französischen und amerikanischen Zionisten wegen Hilfeleistung für das deutsche Volk. Aus Kopenhagen wird vom 17. November telegraphisch berichtet: Im Auftrag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland hat das Kopenhagener Bureau der Zionistischen Organisation nachstehende telegraphische Kundgebung an die zionistischen Föderationen in England, Frankreich und Amerika gerichtet: „Wir begrüßen Euch, teure Gesinnungsgenossen, im Moment, da das blutige Ringen der Völker aufgehört und in Deutschland ein neuer Geist der Freiheit gesiegt hat. Es ist von unvergleichlicher Wichtigkeit daß diese Entwicklung sich ungestört vollzieht. Wenn im jetzigen Augenblick des Überganges Hungersnot und' Unterbindung des Verkehrs entsteht so droht die glücklich begonnene Entwicklung in Anarchie zu zerfallen. Wir begrüßen, daß Amerika und die Länder der Entente beschlossen haben, durch rasches Eingreifen tatkräftige Hilfe zu leisten und bitten Euch, auch Eurerseits alles dazu beizutragen, daß die ungeheuren Leiden des deutschen Volkes gelindert werden, damit es nicht am Hunger zu Grunde gehe und in Anarchie sich auflöse. Getragen vom menschlichen Mitgefühl für die Millionen unschuldiger deutscher Kinder und Frauen, denen der Hungerstod droht, wissen wir, daß sofortige Hilfeleistung zugleich im dringendsten Lebensinteresse der großen jüdischen Massen sowohl innerhalb Deutschland, als in den Nachbarländern liegt. Nur durch schnelle Übermittlung der wichtigsten Nahrungsmittel und durch gleichzeitige Gewährung von Erleichterungen in den Transportbedingungen ist eine Katastrophe zu vermeiden, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Möget Ihr, eingedenk der großen jüdischen Traditionen, Euer Wort einlegen für eines der schönsten Werke menschlicher Liebe und der menschlichen Zivilisation, die selbst bedroht ist. Wenn die drohende Katastrophe hereinbricht.“ Jahrestag der englischen Deklaration In Palästina. Aus Palästina kommt die Nachricht, daß der Tag der Erklärung von allen palästinensischen Gemeinden festlich begangen worden ist. Versammlungen und Gottesdienste fanden statt, bei denen auf die Bedeutung der Balfoursohen Erklärung hingewiesen und der englischen Regierung für ihr Versprechen, dem jüdischen Volke bei der Errichtung einer nationalen Heimstätte in Palästina beizustehen, gedankt worden war. Es ist eine Ouelle großer Freude für die ganze jüdische Bevölkerung, daß es ihr vergönnt ist, diesen ersten Jahrestag zu feiern. Sie, die schweigen mußten, ah am 2. November 1917 die englische Regierung dem jüdischen Volke das Unterpfand der Freiheit gewährte» sind nun freie Menschen. Sie schließen sich dem Chor der Stimmen ihrer Brüder in allten freien Ländern der Welt an, um dem englischen Volke ihren Dank auszusprechen und an der reier dieses Jahrestages tätigen Anteil zu , Den unermüdlichen Anstrengungen der zionistischen Organisation bringen sie ihren inni-

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