Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 45 (8.11.1918)
- Date
- 1918-11-08
- Page
- Seite 548 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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548 Nr. 45 Angehörigen zu den Fragen der deutschen Politik nichts zu tun und muß es ablehnen für die politischen Reden und Handlungen einzelner Personen eine Verantwortung zu übernehmen. Es wäre tragisch und komisch zugleich, wenn die große Erneuerungsbewegung, die heute weite Kreise des deutschen Volks erfaßt hat, in die unsauberen Wege von Judenpogromen sich leiten ließe. Letzten Endes wären hierbei nicht bloß die Juden sondern das ganze deutsche Volk die Leidtragenden. Österreich. Palästina. Jüdische Beamte. Das „Kopenhagener Zionistische Bureau“ berichtet: Die Zionistische Organisation in London veröffentlicht eine Bekanntmachung, wonach für Palästina eine Anzahl jüdischer Beamter gesucht wird. Gefordert werden praktische Erfahrung auf organisatorischem und administrativem Gebiet. Den Vorzug erhalten Akademiker. Aus aller Welt. Masaryk über die Stellung der Juden im tschecho-slovakischen Staate und für den Zionismus. Das «Jüdische Preßbureau in Stockholm berichtet: Professor Masaryk, der Präsident des tschecho-slovakischen Nationalrats, informierte die Zionistische Organisation Amerikas, daß die Juden im neuen tschecho-slovakischen Staate gleiche Rechte als Bürger bekommen würden. Masaryk gab seiner vollen Sympathie für den Zionismus Ausdruck in der Überzeugung, daß er nicht chauvinistischen Charakter besitzt, sondern die Regeneration der Juden herbeiführen will. Die Verwaltung der Wiener israelit. Kultusgemeinde zurückgetreten. Die Verwaltung der israel. Kultusgemeinde hat unter dem Druck der Ereignisse, die den jüdischen Nationalrat zur jüdischen Vertretung erhoben haben, ihr Amt niedergelegt. Es wurde eine provisorische Geschäftsführung eingesetzt, die innerhalb kürzester Zeit Neuwahl der Verwaltung auf Grund des gleichen allgemeinen Wahlrechts durchzuführen hat. Louis D. Brandeis als Gesandter in Rußland vorgeschlagen. Das „Kopenhagener Zionistische Bureau“ berichtet: . t Nach einer Meldung des „Jewish Chronicle“ sind Staatsmänner aus allen Teilen der Vereinigten Staaten an den Präsidenten Wilson mit dem Vorschlag herangetreten, Herrn Louis D. Brandeis zum amerikanischen Gesandten in Rußland zu ernennen. Die Juden in Luxemburg. Das „Jüdische Korrespondenzbureau“ im Haag berichtet, daß die russischen und galizischen Juden in Luxemburg Schließung der zionistischen Vereinigungen. Kurz vor ihrem rühmlichen Abzug aus Polen hat sich die österreichische Verwaltung noch einen Gewaltschritt erlaubt. Wie die Warschauer Zeitung „Haint“ meldet, wurden auf Aufforderung der polnischen Regierung durch Verordnung des Militärgouvernements in Lublin sämtliche zionistischen Vereinigungen im österreichischen Okkupationsgebiet geschlossen, bis die polnische Regierung die Satzungen der zionistischen Vereinigungen ganz Polens bestätigt hat. Als Grund wurde angegeben, daß die Tätigkeit der zionistischen Vereine dem Ernst des Augenblicks nicht angepaßt sei. Diese Heldentat war der letzte Triumph, den Österreich in Polen davon trug. | München ‘•asr i! Israel. TicMemmloaat \ I Frnn ApnMer Rothschild Ww. I Telephon 40757 England. Interview Jacobus H. Kann’s. Das „Jüdische Korrespondenzbureau" im Haag berichtet: In einem Interview mit dem Londoner Korrespondenten des „Algemeen Handelsblad“ erklärt sich der bekannte Zionistenführer Jacobus H. Kann für eine englische Oberaufsicht in Palästina. Sie sei nötig, damit die Juden lernen, sich einen eigenen Staat einzurichten. Eine gute jüdische Administration werde allmählich zu einer vollkommenen jüdischen Leitung führen. Er teilte mit daß Mark Sykes, der Ratgeber der Regierung in jüdischen Angelegenheiten ihn versichert habe, daß die Regierung den zionistischen Forderungen günstig gesinnt sei. Herr Kann erklärte, daß er die Absicht habe, nach Palästina zu übersiedeln. 3rofje Stunben können Sie fiel) jebe B3ocf)e bereiten burcf) regelmäßiges £efen her 9h ü tt d) tt e x „3ugettb“ 5arbenpräd)tige B3iebergaben ber SBerke 3eitgenöffifdt)er Zünftler, nortrefflidje litera* rifd)e 'Beiträge unb in ber aktuellen Beilage eine Beleuchtung ber politifcßen Borgänge ftnb bie 5)auptDorgüge biefer meltbekannten B3od)enfd)rift. Bierteljafjrespreis: . . . . 9ft. 7 50 Beaug burd) bie 3elbpoft: . . 9h. 8.— in ftarker Stolle unmittelbar nom StaN:.9h. 9.50 Brobebänbe (5 ältere Stummem m Umfd)lag entfjaltenb) . . 9h. 1.50 (Singelne Stummer: .... 70 ‘■ßfg. $llle Buch* unb 3eitfd)riftenhanbl., fotnie ber Berlag nehmen Beftellungen an. $erlagber„3ugenb" ü n d) e n / C e f f i n g [t r a 6 e 1 V* *' UiWW— , - &&& Jctazr: isc tataßfct «a fciau se ürc Ulfe« SST» « ey, SSt »h'v iw 86 ^0077534 01532301530048015353010000530153530123005301534801530253004853025302530153480253312330534801530248005348024800