Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 42 (18.10.1918)
- Date
- 1918-10-18
- Page
- Seite 508 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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508 Das Jüdische Echo Nr. 42 sehe Volk angehen, Fragen des Zionismus sind. Die Aufgaben, welche sich für die Ortsgruppen ergeben, zergliedern sich in: 1. Einwirkung auf die Außenstehenden durch öffentliche Vorträge, öffentliche Diskussionen über zionistische Themata, Einwirkung durch die Presse, persönliche Einwirkung. 2. Finanzielle Tätigkeit für Palästina, Nationalfond, Friedensscheck, Tschlenowkolonie, Achusa und Hilfswerk. 3. Teilnahme an den anderen jüdischen Unternehmungen, Stellungnahme zu den Logen, Zentralverein, neutralen Jugendvereinen, Mitarbeit in den Kultusgemeindeverwaltungen. 4. Jugendbewegung. Es wurde von der Versammlung beschlossen, bayerische Gruppenverbamd durch Anschluß der württembergischen Ortsgruppen erweitert und in einen Gruppenverband' Bayern-Württemberg umgewandelt worden sei. Der Gruppenverband bezweckt einen Zusammenschluß der Ortsgruppen zur gegenseitigen Förderung. Jede Ortsgruppe ist verpflichtet, sämtlichen anderen Ortsgruppen spätestens bis zum 3. eines jeden Monats einen Tätigkeitsbericht, sowie bei Beginn des Semesters ihr Programm zu übersenden, um einen Austausch der Redner zu ermöglichen. Der Gruppenverbandsvorstand setzt den Beitrag der Ortsgruppen fest, welcher zur Deckung der Kosten des Verbands und besonders zur Besoldung eines Sekretärs, welcher von München aus angestellt wird, dienen soll. Jede Ortsgruppe ist verpflichtet, eine Pressekommission zu wählen, TDilltf Du toirtUch öem Tfaterfanöe, öem t)u alles tdqs t)u bift, oerbanfft öas Darlehen nerTx>eiQßrn,urn das es Dich in fchtaerer^eit bittet — für bas es Dir hohe 3infen aerodhrt? TDüröeft Du fo handeln Du xnärefi Fein Deutfcher! ~Datut|\ zeichne! die Besprechung erst nach Absolvierung der Rednerliste eintreten zu lassen, worauf Herr Jakob Reich das Wort zu seinem Referat über „Jugendarbeit“ nahm. Der Redner verlangte von den Ortsgruppen weitestgehende finanzielle und organisatorische Unterstützung der Jugendbewegung, welche im übrigen sich ganz selbständig bewegen soll. Das Schwergewicht sei auf die Erziehung der Jugend: für das palästinensische Leben zu legen. Herr Reich betonte mit Nachdruck die Wichtigkeit der Volksheime und Jugendgärten und regte deren Schaffung in allen Ortsgruppen an; speziell wies er hin auf die Notwendigkeit der Gewinnung der Ostjuden und der Zusammenarbeit mit diesen. Weiter machte der Redner praktische Vorschläge für die Innenarbeit der Ortsgruppen. Die Nachmittagssitzung wurde von Herrn Jakob Fränkel mit der Ankündigung eröffnet, daß der welche die Aufgabe hat, für das Parteiorgan, das „Jüd. Echo“ tätig zu sein. Hierauf nahm Herr Dr. Hantke, Mitglied: des E.A.C., aus Berlin, zu einem zweistündigen Referat über das Thema: „Politische Lage des Zionismus“ das Wort. Der Redner verbreitete sich über die momentane politische Lage des Zionismus; auch er betonte die Notwendigkeit der Unterstützung der Jugendbewegung, diel Heranziehung der Ostjuden und' die Schaffung jüdischer Volksschulen. Der Geist in der Jugendbewegung müsse mehr als bisher auf die Unterstreichung des Jüdischen gerichtet sein. Lebhafter Beifall lohnte dem Redner für seine geistvollen Ausführungen. Hierauf entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die jüdische Volksschule, die jüdische Jugendbewegung und das „Jüdische Echo“. Folgende Redner ergriffen hierzu däs Wort: Dr. E.