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Das jüdische Echo · 1918-10-04 · 40 (4.10.1918) · p. Seite 480

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
5 (1918)
Issue
40 (4.10.1918)
Date
1918-10-04
Page
Seite 480 (sequence 4)
Language
German
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480 Das Jüdisch* Echo Nr. 40 einer Jugendbewegung: ist und es auf se'in Mittun an dieser Bewegung ankommt. Nun wollen sich alle diese jungen Ahnenden und Strebenden in Berlin versammeln. Eine Demonstration soll dieser Jugendtag werden, ein Zeichen an die Umwelt, daß hier inmitten des Judentums und! inmitten des gottlosen Völkertreibens eine junge Kraft erwacht ist, die sich durchzusetzen gedenkt. Aber der Jugendtag in Berlin soll noch mehr werden als eine Demonstration. Viele von denen, die wohl ahnen, was von ihnen gefordert wird: nämlich eine Umwandlung des ganzen Menschen, wissen noch nicht, welche Wege sie zu diesem Ziele zu gehen haben. Der Jugendtag soll ihnen in Stunden ernsthafter Beratung die Frage beantworten, welches Wissen, welche Art des Empfindens sie sich aneignen müssen, um sich dem was das Wesen des Judentums ausmacht zu nähern und über das Judentum hinweg zu wirklichem Menschentum zu gelangen. Ganz konkrete Dinge wird man beraten müssen: die Wege zur Erlernung des Hebräischen, die Forderung einer jüdischen Schule, die praktische Vorbereitung für die Arbeit in Palästina, die sozialen und allenfalls politischen Aufgaben der Jugend. Aber daneben wird man sich auch klar zu werden trachten über die geistigen Grundlagen alles Strebens und Schaffens, über die jüdischen und allgemein-ethischen Wurzeln und Ziele unsres Seins. Noch läßt sich nicht ermessen, mit welchem positiven Gewinn die Hunderte von jungen Juden und Jüdinnen, die nach Berlin gehen, von dem Jugendtag zurückkommen werden. Aber e i n Erlebnis ist ihnen gewiß: die Freude darüber, daß inmitten einer Zeit voll nie zuvor erlebter Nöte und1 Ängste ein Ideal erwacht ist, das die jungen jüdischen Menschen zu gemeinsamem Leben und Streben verbindet, sie mit einer Hoffnung erfüllt, die über alle Not der Gegenwart hinausragt, ja, daß die Bewegung, die diesem Ideal entsprang, so kräftig ist, daß sie über den Kreis der nationaljüdischen Jugend hinaus die gesamte jüdische Jugend — auch die dem nationalen Ideal gegnerisch gesinnte —■ zur Selbstbesinnung und zu einer erhöhten Tätigkeit veranlaßt hat. Programm der Tagung. Auf Veranlassung des Jüdischen Volksheims: Sonnabend, 5. Oktober Dr. Martin B u b e r Das Judentum u. die wahre Gemeinschaft Saal des Brüdervereins Berlin W. 62, Kurfürstenstrasse 115/116. — Beginn 87s Uhr abends. Eintritt Mk. 3.—, 2.-, 1.50. Sonntag, 6. Oktober Ansprachen Kurt Blumenfeld — Walter Moses Großer Saal der Prachtsäle des Westens, Berlin- Wilmersdorf, Spichernstraße 3, nahe Untergrundbahnhof Nürnbergerplatz. Beginn 12 Uhr mittags. Nachmittags: Turn- und Sportfest veranstaltet vom Deutschen Kreis der Jüdischen Turnerschaft. Sportplatz des Charlottenburger Sportklubs, Ringbahnhof Witzleben, nahe Untergrundbahnhof Kaiserdamm, Endstation der elektrischen Bahnen No. 93, 98, 33. Montag, 7. Oktober Aussprache Referate: Moses Cal vary und Ferdinand Ostertag, Erziehungsfragen. Viktor Arioso roff, Die Jugend und das Hebräische. Martin B u b e r, Jugend und Religion. Saal des Brüdervereins Berlin W. 62, Kurfürstenstraße 115/116. — Beginn 10 Uhr vormittags. Eintritt Mk. 2.—. Sitzung des weiteren Ausschusses der nationaljüdischen Jugend Deutschlands. Saal des Brüdervöreins, Berlin W. 62, Kurfürstenstraße 115/116. — Beginn 8V2 Uhr abends. Dienstag, 8. Oktober Fortsetzung der Aussprache Referate: Karl Glaser, Nationaljüdische Schule. Walter Moses Berufsumschichtung und Palästinaarbeit. Fest im Freien veranstaltet vom jüdischen Wanderbund Blau-Weiß, Berlin. Abfahrt: Stadtbahn nach Bahnhof Rehbrücke oder Bahnhof Neu-Babelsberg. Beginn 31/» Uhr nachm. Ansprache: Felix Rosenblüth. Karten zum Vortrag Buber, 5. Oktober, im Zionistischen Zentralbüro, Berlin W. 15, Sächsische Str. 8, bei Bote & Bock u. Wertheim. Karten zu den übrigen Veranstaltungen im Zionistischen Zentralbüro, Berlin W. 15, Sächsische Str. 8, bei den Vorständen der nationaljüdischen Jugendorganisationen Berlin und an der Kasse vor Beginn der Veranstaltung. Anläßlich des Jugendtages: Sonntag morgens: Tagung des Deutschen Kreises der Jüdischen Turnerschaft Referent: Dr. Ernst Tuch Sonntag abends; Tagung des Kartells zionistischer und nationaljüd. Jugendvereine Deutschlands Referent: Prof. Dr. Heinrich L 0 e w e. Beratung der Freunde des Hapoel-Hazair. iigl. bayer. Lotterieeinnahme der Preuss.- SUdd. Klassen-Lotterie Promenadepl. 12/1, Eing. durch d. Zigarrengeschäft Beginn der 12. (238.) Lotterie mit Ziehung I. Klasse am 9. u. 10. Juli 1918, 2. Klasse am 13. u. 14. August 1918, 3. Klasse am 10. u. 11. Sept. 1918, 4. Klasse am 8. u. 9. Okt. 1918, 5. Kia$S0 (Haupt- und Schlußziehung) beginnt am 8. Nov. und endet am 4. Dez. 1918. p , .-Hse.iii erofler Aoswohi stets Vorrang. Preis für die 1. Klasse; für Vs lU V2 Vi __ „ . J . , « 10 20 40 M Bei den folgenden Klassen sind die Vorklassen stets nachzubezahlen.

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