Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 39 (27.9.1918)
- Date
- 1918-09-27
- Page
- Seite 470 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 2× ep/1047930
- Safed 1× ep/1046078
- Tiberias 1× ep/1048138
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•ß: 470 Das Jfldl*ch» Echo Nr. 39 chungen in der Umgebung der Stadt entdeckten englische Ingenieure eine Anzahl Quellen in den Jerusalem vorgelagerten Hügeln, deren Wasserertrag 14 000 Gallonen (zirka 65 000 Liter) die Stunde beträgt. Dieses Wasser wurde mittels Pumpwerken gleich in ein Reservoir auf dem Gipfel eines der höchsten, Jerusalem umgebenden Hügel gehoben und von dort durch ein Röhrensystem in die Stadt geleitet und in erster Linie den Krankenhäusern, öffentlichen Gebäuden, sowie vielen neu angebrachten Straßenbrunnen zugeführt, so daß die Bevölkerung dadurch allein zehnmal soviel Waser erhielt als bisher. Aber das ist noch nicht alles. Die Regierung ordnete an, daß sämtliche Zisternen der Stadt auf das sorgfältigste gereinigt und desinfiziert werden sollen, und ein amtlicher Bevollmächtigter kontrollierte in jedem Hof den Stand der gesäuberten Zisternen. Nun hat die britische Kommandantur an die Bevölkerung den Aufruf gerichtet, sich zwecks Versorgung mit gutem Wasser an die Behörde zu wenden. Nachdem der amtliche Aufseher sein Gutachten über den hygienischen Stand der Zisterne abgibt, erhält der Zisternenbesitzer einen Anschluß an die städtischen Wasserleitungen, und die nun mit Schöpfpumpen versehenen Zisternen werden somit mit der Quellwasserzentrale direkt verbunden. Von nun an wird also jede Zisterne dauernd frischfließendes Wasser aus den Bergquellen um Jerusalem haben und dieses den Einwohnern zu unbeschränktem Gebrauch zur Verfügung stehen. Einzelne Zisternen haben einen Inhalt von 60 000 bis 70 000 Gallonen und wurden trotzdem sofort ausgefüllt, was auf die außerordentliche Ergiebigkeit der Quellen hinweist. Die unmittelbare Folge der seit kaum zwei Monaten bestehenden modernen Wasserleitungen in Jerusalem ist die außerordentlich rasche Sanierung der infolge ihrer Höhenlage (752 Meter ü. d. Meer) zu einer gesunden Wohnstätte wie geschaffnen Stadt. Als weitere Neuerungen auf dem Gebiete der öffentlichen Gesundheit sind die verschiedenen Anstalten für Mutter- und -Säuglingsschutz zu nennen, in denen die schwangeren Frauen der ärmeren Volksschichten kurz vor der Entbindung aufgenommen und erst wieder entlassen werden, wenn alle Gefahren der ersten Wochen für Mutter und Kind als beseitigt gelten können. Die Regierung sorgt für hygienische Nahrung für die kleinen Kinder und stellt amtlich geprüfte Schwestern und Ammen der ärmeren Bevölkerung zur Verfügung. dende jüdische Bevölkerung in Nordpalästina zu überweisen. Die portugiesischen Universitäten zur Grundsteinlegung. Das Kopenhagenpr Zionistische Bureau berichtet: „ Anläßlich der Grundsteinlegung der hebräischen Universität in Jerusalem erhielt der Vorsitzende der Zionistischen Palästinakommission, Dr. Weizmann, Glückwunschtelegramme von den drei Universitäten Portugals, Lissabon, Coimbra und Oporto. Die Universitäten drücken ihre Genugtuung über die britische Regierungserklärung betreffs der Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina aus und verbinden damit die besten Wünsche für eine segensreiche Tätigkeit der hebräischen Universität, Rückkehr Dr. Welzmanns aus Palästina. Das Kopenhagener Zionistische Bureau berichtet: Auf einer zionistischen Versammlung am 18. August in London teilte Herr N. Sokolow mit, daß die Rückkehr des Leiters der Zionistischen Kommission in Palästina, Dr. Weizmann, nach drei oder vier Wochen erwartet wird. Herr Sokolow teilte ferner mit, daß man in London die Ankunft einiger zionistischer Führer aus Rußland erwartet, die sich über England nach Palästina begeben, um an den Vorarbeiten für die Errichtung einer jüdisch-nationalen Heimstätte in Palästina teilzunehmen. Das Mitglied der Palästinakommission, Herr Josef Cowen, sowie Major Ormsby-Gore, der die Kom- 3roI)e Stunben Kritische Lage in Galiläa. Das Kopenhagener Zionistische Bureau berichtet: Ein Telegramm aus Haifa vom 19. August meldet: „Die Lage der notleidenden jüdischen Bevölkerung ist äußerst kritisch. Die Getreidepreise steigen beständig. Als Minimum brauchen wir für die Emigranten 15 Franken und für die einheimischen Juden in Tiberias und Safed 10 Franken pro Kopf und Monat. Wenn wir dieses Minimum nicht bekommen, werden die Krankheiten noch mehr zunehmen, und die Sterblichkeit wird größer werden. Wir müssen jetzt wiederum 500 Emigranten aus Chedera nach Haifa transportieren. Wenn wir nicht schleunigst Hilfsgelder erhalten, wird die bisherige Arbeit nutzlos gewesen sein, und alles wird zugrunde gehen.“ Wir veröffentlichen dieses Telegramm mit dem dringenden Ersuchen an alle jüdischen Hilfskomitees, uns schleunigst Hilfsgelder für die notleikönnen Sie fid) jebe SBodje bereiten burd) regelmäßiges ßefen ber SW ii tt d) tt e t „3ugettbM farbenprächtige SBiebergaben ber SBerke geitgenöffifdjer Zünftler, oörtreff ließe litera* riftße “Beiträge unb in ber aktuellen Beilage eine Beleuchtung ber politifeßen Borgänge finb bie £auptoorgüge biefer meltbehannten B3od)enfcßrift. Bierteljaßrespreis: . ... SH. 7 50 Bcgug burd) bie felbpoft: . . SOI. 8.— in ftarker Stolle unmittelbar oom Verlag:.SH. 9 50 “^robebänbe (5 ältere Stummem in Umfd)lag entßaltenb) . . SJt 1.50 (Singelne Stummer: .... 70 ^3fg. 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