Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 35 (30.8.1918)
- Date
- 1918-08-30
- Page
- Seite 414 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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414 Das Jüdische Echo Nr. 35 daß die Zionisten sich in der Frage der rumänischen Juden aus Höflichkeit mit dem Joint Foreign Committee hätten in Verbindung setzen sollen. Das liidische Volk und die Liga der Nationen. Das Kopenhagener Zionistische Bureau erhielt von der englischen Gesandtschaft in Kopenhagen eine Anfrage wegen der Stellungnahme der zionistischen Organisation zum Projekt einer Liga der Nationen und deren Beziehungen zum jüdischen Volk. Aufnahme russischer Juden in das jüdische Regiment. Die englische Regierung hat gegenüber dem jüdischen Regiment ihre Haltung insofern geändert, als sie in Zukunft auch russischen Juden gestatten wird, in das jüdische Regiment einzutreten; auch die jetzt in Arbeitsbataillone eingereihten russischen Juden sollen zu diesem Regiment versetzt werden. In englisch-jüdischen Kreisen wird dieser Entschluß mit Genugtuung aufgenommen. Eine zweideutige Klausel im Fremdengesetz. Das kürzlich von der englischen Regierung veröffentlichte Gesetz über gewisse Ausnahmen von den für Ausländer gültigen Gesetzen enthält einen nicht sehr klaren Passus. In diesem heißt es nämlich: „falls sich der Staatssekretär im Falle eines feindlichen Ausländers durch ein Dokument oder auf andere Weise davon überzeugt, daß dieser Ausländer a) von polnischer Rasse, und b) von loyaler Gesinnung gegen Seine Majestät und deren Verbündete ist, so steht es ihm anheim, jenem Ausländer ein Zeugnis auszustellen, das ihn von allen oder gewissen Vorschriften dieses Gesetzesparagraphen befreit, mit Ausnahme solcher, die sich auf Ausländer aus befreundeten Ländern beziehen.“ Die Bezeichnung „von polnischer Abstammung“ ist sehr unklar und kann eine Auslegung erfahren, nach der diese Bestimmung auf alle aus Polen stammenden Juden keine Anwendung findet. Die jüdische Presse in England fordert, daß diese unklare Bezeichnung durch diejenige „polnische Bürger“ ersetzt werden solle. Amerika. Technische Proiekte für Palästina. Die zionistische Gesellschaft der Ingenieure in Amerika kündigt an, daß sie sich mit der Ausarbeitung der folgenden technischen Pläne für Palästina beschäftigt: 1. Eine Muster-Wasserleitung für eine Siedlung von 500 Einwohnern. Dadurch könnte das sogenannte Wüstenland erschlossen werden, indem für jede einzelne Siedlung eine besondere Wasserleitung angelegt werden könnte. 2. Spezialhäfen für die ganze Westküste von Palästina nach einem gemeinsamen Modell. 3. Luftfahrzeuge zum Überfliegen des Jordantales, wodurch die erheblichen Kosten für einen Eisenbahntunnel gespart werden könnten. 4. Ein Überblick über die in Palästina vorhandenen Baumaterialien. 5. Eine hydro-elektrische Anlage, durch welche die Fälle des Jordans ausgenutzt und in Nordpalästina Licht-, Kraft- und Wärmeanlagen gespeist werden. 6. Eine Zementanlage für 500 000 Faß. 7. Konservenfabriken und Lagerräume. 8. Eisfabriken. 9. Chemische Destillieranlagen zur Herstellung von Riechölen. 10. Anlagen zur chemischen Verarbeitung von Produkten und Mineralien aus dem Toten Meere. 11. Zuckerraffinerien mit jährlicher Produktion von 3000 Tonnen, wodurch die Einfuhr von Zucker wegfallen und das heimische Zuckerrohr verarbeitet werden könnte. 12. Eine moderne Gerberei für Produktion von 300 000 Fellen jährlich. 13. Spinnereien für Woll- und Baumwollgarn. 14. Chausseen. Hebräische Volksbibliothek. Der hebräische Verlag „Kadimah“ in Amerika (Hebrew Publishing House „Kadimah“, 44 East 23rd Street, New York) hat vor kurzem eine größere Anzahl klassischer hebräischer Werke herausgegeben. Hervorragenden Anteil an diesen Ausgaben nimmt der bekannte hebräische Schriftsteller Reuben Brainin. Der Verlag hat bis jetzt ausgewählte Schriften aus den Werken von Erter, Smolenskin, Mendele Mocher Sforim, Perez, Buki ben Jogli mit Einleitungen Brainins herausgegeben. Mit einer Einleitung Bainins ist außerdem die Gedichtsammlung des hebräischen Dichters der Haskala-Epoche Micha Joseph Lebensohn erschienen. Der Verlag hat ferner Schriften von Brenner und Wilkanski aus dem jüdischen Leben in Palästina publiziert. Unter der Redaktion von Brainin erscheinen demnächst im Verlage der Kadimah folgende Werke: Geschichte der hebräischen Sprache von Elieser ben Jehuda; Erzählungen von J. D. Berkowitz; Die Inseln des Mittelmeeres von Prof. N. Slousch; Palästina von M. Scheinkin: Pan (von Knut Hamsun) in der Übersetzung von M. Lipson; Erzählungen aus dem Leben des neuen Jischuw von M. Bernstein. Von Brainin selbst wird ein großes Werk über die hebräischen Dichter unserer Renaissance- Epoche angekündigt. Das Werk wird eine Würdigung von Bialik, Tschernichowsky, Schnöur und Kahan, sowie der anderen jungen Autoren darstellen. Kostümfabrik F. u. A. Diringer München, Herrnstraße 23, Hochbrückenstraße 13 königl. bayer., königl. Württemberg., grossherzogl. badische Hoflieferanten Bankkonto: K. Filialbank, München und Bankhaus Martini u. Simader, München. — Postscheckkonto: Nr. 3613 München. Telegramm-Adresse: „Diringer München“. — Telephon-Nr.: 21774, 21775, 21776. GrSftte Fabrik und Verlelhanstalt dieser Art In Deutschland. Vorrat von übor 60000 Kostümen aus allon Zöllen u. allen Ländern. m Getrennte Herren-, Damen-, Kinderu. Militär-Abteilungen. Reiches Lager in Waffen und Ausrüstungen. Vollständig neuzeitlich eingerichtet und umgebaut. Spezialität; Ganze Ausstattungen fürTheaterstücke u. Filmaufnahmen 39* Spezialkataloge stehen auf Wunsch kostenlos zur Verfügung,