Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 35 (30.8.1918)
- Date
- 1918-08-30
- Page
- Seite 411 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/9072829-9102973-9138404--02286-9075108- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 35 Das Jüdisch« Echo 411 waisen in Galizien und der Bukowina zu produktiven gewerblichen umd landwirtschaftlichen Berufen. Palästina. Die Grundsteinlegung für die jüdische Universität in Jerusalem. Bei der Grundsteinlegung am 15. Ab versammelte sich auf den Skopus eine große Menschenmenge, in der alle Teile der Bevölkerung vertreten waren. Anwesend war auch General Allenby mit Mitgliedern seines Stabes, Offiziere der französischen und der italienischen Truppen in Palästina, sowie mehrere Vertreter der ägyptischen Judenschaft. Es wurden zwölf Grundsteine gelegt als Vertretung der zwölf Stämme Israels. Den ersten legte Dr. Weizmann. Die anwesenden Rabbiner sprachen Gebete und Segenssprüche, sodaß die ganze Zeremonie einen religiösen Anstrich erhielt. Minister B a 1 f o u r hatte eine telegraphische Botschaft folgenden Inhalts gesandt: „Nehmen Sie bitte meine freundschaftlichen Glückwünsche für die Zukunft der hebräischen Universität auf dem Berge Skopus entgegen. Möge sie ihren edlen Zweck mit einem im Laufe der Jahre ständig wachsenden Erfolg erfüllen. Ich gratuliere aufs wärmste allen, die so emsig an der Gründung dieser Schule gearbeitet haben, die zu den Mächten des Fortschritts in der Welt beitragen wird.“ Der Manchester Guardian über die Grundsteinlegung. In einem Leit-Artikel schreibt der „Manchester Guardian“: Trotz des furchtbaren Waffengetöses wird hoffentlich die Grundsteinlegung für die jüdische Universität in Jerusalem nicht unbemerkt Vorbeigehen, denn die hebräische Universität ist bestimmt, eine bedeutende Rolle in der Geschichte des jüdischen Volkes und seiner Zivilisation zu1 spielen. Universitäten waren bei vielen Völkern die Nährmütter nationaler Kultur, aber die Stellung der hebräischen Universität wird eine ganz besondre sein. Das hohe Ansehen, in dem Bildung, Lehrhaus und Gelehrte stehen, gehört zu den am tiefsten wurzelnden und charakteristischsten jüdischen Traditionen. Sie haben viel dazu getan, den jüdischen Geist zu bilden und das Judentum und das jüdische Volk in 18 Jahrhunderten des Exils zu erhalten. Die hebräische Universität in Jerusalem, wird, anders als die Schule zu Jabneh, das Symbol des Exilsendes, nicht des Exilbeginnes sein. Diese seine Blütezeit des jüdischen Geistes in seinem alten Heim wird dem jüdischen Volke und einem jüdischen Palästina ihren Platz in der Weltkultur wiedergeben. Aus diesem Grunde sollte die Grundsteinlegung der hebräischen Universität in Jerusalem selbst in diesen schrecklichen Tagen die Blicke der Menschheit auf sich lenken. Die Verhandlungen in Konstantinopel. Das Jüdische Preßbureau in Stockholm meldet: Über das Ergebnis der Verhandlungen der jüdischen Delegation aus Deutschland und Österreich mit der türkischen Regierung über die Schaffung eines jüdischen Zentrums in Palästina liegt noch kein offizieller Bericht vor. Wie verlautet, ist die türkische Regierung bereit, den Juden weitgehende Zugeständnisse zu machen, die in der Abschaffung aller Beschränkungen für die Einwanderung der Juden in Palästina, in der Erteilung von Konzessionen an jüdische Kolönisationsgesellschaften zur Förderung der Ansiedlung, in der Gewährung einer Autonomie an die jüdischen Gemeinden im Rahmen des türkischen Gemeindegesetzes und in der Schaffung einer gemeinsamen Landesrepräsentanz der Juden Palästinas bestehen. Es heißt ferner, die türkische Regierung sei bereit, in die Kammer ein Gesetz einzubringen, das die obigen Zugeständnisse verfassungsmäßig sicherstellen J.A.Henckels Zwillingswerk MÜNCHEN Theatinerstraße Nr. 8 Erstklassige Stahlwaren Uroße Stimbett | können Sie fid) jebe 2Bod)e bereiten öurd) : regelmäßiges Cefen ber \ 9K ii n cf) tt e v \ „3ugettbM! 3arbenpräd)tige QBiebergaben ber QBerke 3eitgenö[[i[d)er Zünftler, oortrefflidje literarifdje Beiträge unb in ber aktuellen Beilage eine ^ßeleudjtung ber politifd)en Vorgänge finb bie ^auptoorgiige biefer weltbekannten : 2Bod)enfd)rift. i 33ierteljal)respreis: . . . . 9JI. 7 50 55e^ug burd) bie 3clbpo[t: . . 2JL 8 — in ftarkerSKolle unmittelbar mmi Verlag:.2)1. 9.50 I ^3robebänbe (5 ältere Otumntern in Umfdjlag enttjaltenb) . . SDt. 1.50 1 ©ingelne stummer: . . . . " 70 ^3fg | 2llle <23ud)= unb 3eitfd)riftenl)anbl., forme ber 1 Verlag nehmen 53cftellungen an. | 35erlagber„3ugenbw 1 SDlündjen / Ceffingftraße 1 | 31 ^999999