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Das jüdische Echo · 1918-08-16 · 33 (16.8.1918) · p. Seite 386

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
5 (1918)
Issue
33 (16.8.1918)
Date
1918-08-16
Page
Seite 386 (sequence 6)
Language
German
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386 Das Jüdische Echo Nr. 33 zweite, bei denen in Verbindung: mit dem Kriege Mißbräuche am meisten vorkämen, zum größten Teil in jüdischen Händen seien. Die Mißbräuche würden daher zum großen Teile von Juden verübt. Man stehe der Gefahr gegenüber, daß die berechtigte Entrüstung und Verbitterung über diese Handlungen einen konfessionellen Charakter annehmen könne. Man müsse das Volk aufklären, darin nicht konfessionelle oder Rnssensymptome zu erblicken. An dieser Arbeit müsse das Judentum werktätigen Anteil nehmen und die Verfolgung einzelner Strafhandlungen dürfe im Judentum nicht der Auffassung begegnen, als ob sie einen antisemitischen Charakter trüge. Mißbräuche müßten schärfer geahndet werden, denn es seien illusorische Maßnahmen, wenn man reiche Budapester Kaufleute wegen Preistreiberei zu 50 oder 100 Kronen Geldstrafe verurteile. Auch bei den Enthebungen und der Einteilung der Soldaten in den Marschkompagnien müßten die Verkehrtheiten aufhören. Unter Mithilfe der Juden werde es sodann gelingen, der Gefahr des Antisemitismus zu begegnen. Ministerpräsident Wekerle schloß sich den Darlegungen Tiszas an und betonte, die Regierung sei bestrebt, auf die öffentliche Meinung den entsprechenden Einfluß auszuüben, damit diese wegen Handlungen Einzelner nicht Konfessionen verantwortlich mache. Auf die Verschärfung der Strafen könne die Regierung wohl keinen unmittelbaren Einfluß ausüben, allein die Verwaltungsbehörden seien angewiesen worden, die größte Strenge zu entfalten. Bedauerlicherweise müsse der Redner feststellen, daß einzelne Behörden gerade aus konfessionellen Gesichtspunkten heraus allzuweit gegangen seien und sich zu Schritten hinreißen ließen, die in einem Rechtsstaate nicht geduldet werden dürften. Die Zustände in Galizien ermöglichten die Rückbeförderung der geflüchteten Bevölkerung, doch werde die Regierung dabei keine Übergriffe dulden. Es würden aber außerordentliche Maßnahmen getroffen werden, um die durch die Galizier in Ungarn erzielten Gewinne besonders zu besteuern. Rußland. Die verdächtige „Alliance Israelite universelle“. Die Durchsuchung der russischen Regierungsarchive durch die Revolutionäre hat ein interessantes Dokument zutage gefördert, nämlich ein Geheimdokument, das Graf L a m s d o r f, der 1906 russischer Minister des Äußeren war, dem Zaren einige Wochen nach der Veröffentlichung des Oktobermanifestes, das Rußland die Duma gab, unterbreitet hat. In diesem Memorandum bezeichnet Graf Lamsdorf die Alliance Israelite Universelle „jene notorische international-jüdische Vereinigung', die 1860 gegründet wurde, ihren Hauptsitz in Paris hat, enorme Mittel, eine große Zahl von Beamten und Mitgliedern und eine Menge Organe in der Form von Freimaurerlogen aller Arten besitzt“, als den Herd der revolutionären Bewegung. Diese Beschuldigung wird mit den phantastischsten Mitteln bewiesen und Lucien Wolff als eine Art von anarchistichem Agenten bezeichnet. Gleichzeitig werden Mittel zur Unschädlichmachung dieses Feindes empfohlen. Der Minister schlägt nämlich ein Biind- Theaftinersftraße Nr. 8 Erstklassige Stahlwaren 3rof)e Stimben i Konferenz der jüdischen Gemeinden in Moskau. Dem Kopenhagener Zionistischen Bureau wird aus Petersburg berichtet: Eine Konferenz der jüdischen Gemeinden hat in Moskau vom 30. Juni bis 5., Juli getagt. Es waren vertreten 39 große Gemeinden, die 133 Delegierte entsandt hatten. 53 Delegierte gehörten der zionistischen Fraktion an. Die Orthodoxen (Achduth) waren durch 20 Delegierte, der Bund: durch 16, Poale Zion durch 9, Unparteiische durch 13 Delegierte vertreten. Die Konferenz beschloß die Gründung eines jüdischen Gemeindebundes in Rußland. können Sie fid) jcbe B$od)e bereiten burcß regelmäßiges Cefen ber Bt ü n d) n e r farbenprächtige B3iebergaben ber B$erke geitgenöffifd)er Zünftler, oortreff lid)e literarifdje “Beiträge unb in ber aktuellen Beilage eine Beleuchtung ber politifchen Borgänge finb bie ^muptoorgüge biefer roeltbekannten B3od)enfd)rift. Bierteljaßreepreis: . . . . BL 7 50 Be^ug burd) bie S^elbpoft: . . BL 8.— in ftarker Bolle unmittelbar oom Berlag:.BL 9.50 fßrobebänbe (5 ältere Bummern in Umfrfjlag entßaltcnb) . . Bl- 1-50 ©ingelnc Bummer: .... 70 Bf9- 51lle Bud)= unb 3eitfdjriftenhanbl., fotoie ber Berlag nehmen Beftellungen an. - Vertag b e tr „3 u g e n b“ Bt ü n d) e n / £ e f f i n g [t r a ß e 1!I »«? ne:11 ir für daß sogar < 5 fr.': lleser ü re Bi Sc öerfi 0100010153020200000101534802020001010202 B2::.+/+2++.+/^B 0201010201010102020000010100000123004801534801020202005348015302480053530123582301534801530223015353010100

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