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Das jüdische Echo · 1918-08-16 · 33 (16.8.1918) · p. Seite 384

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
5 (1918)
Issue
33 (16.8.1918)
Date
1918-08-16
Page
Seite 384 (sequence 4)
Language
German
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384 Das Jüdische Echo Nr. 33 gas JUIpntrinr p&ifi&e fuaitlttnlious Stwrf-Jrttir;n Iftufalfiu ff ßrganifatioit rein europätfcf) 3folierl)äufer für Slnftedtenbe #öcf)fte Anerkennung aller 33el)örben Aufnahme unterfdjtebslos für Alle Alan forbere bie $3ebingungen ein. bittet für feine ©efdjäftsleitung: Frankfurt a. 3R. ^3oftfd)eckkonto Ar. 7785 3rkft. a. Al. #ält fiel) für getniffenbttfte Uebernokme non Stiftungen empfohlen 33ctten - 3immer - Safjraeit - ©cbcnktafel — Stiftungen liberalen und neutralen Jugendbünden, deren Tätigkeit er als eine große Gefahr für die gesetzestreue Judenheit hinstellte, als auch mit den zionistischen Jugendvereinen, da die Wege der Agudo auch1 bei gleichen Zielen stets andere wären. Allerdings ließe sich in bestimmten, beispielsweise sozialen Fällen ein Zusammen- oder In-die-Händearbeiten ermöglichen. Er verlangte in der Agudo ausschließlich Innen- und keine Massenpropaganda; nur in ganz wenigen Fällen versprach er sich von Außenpropaganda Erfolg. Nach seiner persönlichen Anschauung könnten Zionisten zw:ar Mitglieder, nicht aber Vorstände in den Jugendgruppen werden, um eine zionistische Beeinflussung und Propagandatätigkeit zu verhindern. — Besonders über diesen Punkt entwickelte sich eine lebhafte Aussprache. Man beschloß nach mehrstündiger Debatte über diesen Punkt, vorläufig nicht prinzipiell, sondern von Fall zu Fall vorzugehen, bis der „Rat der Chachomim“ diese Frage endgültig nach dem Gesetz entscheiden wird. Allseitiger Beifall, auch von Seiten der zionistischen Opposition, zeigte das allgemeine Einverständnis mit dieser Lösung — Abends war gemütlicher Kommers des Bundes jüdischer Akademiker (B.J.A.) mit Bierreden, Kneipe und Liedern. Donnerstag war der Delegiertentag. Zuerst erstattet Herr Dir. Dr. Lange-Frankfurt den Tätigkeitsbericht, dann hielt Dr. Eugen Fränkel-München ein Referat über soziale Fragen, besonders im Osten, ganz in reinem Loschen hakaudesch. Daran schloß sich eine rege Aussprache über die sehr zahlreichen eingelaufenen Anträge an. Besonders warm wurde eine Verbesserung der „Blätter“ gewünscht. Über die Zionisten-, Propaganda-, Esra-, Geld-, Abzeichen-, Marken und Büchereifräge wurde vormittags und abends ausführlich beraten. Nachmittags hielt der B.J.A. seine Kriegstagung ab, bei der er beschloß, sich der Aguda eng an-, nicht aber sich mit ihr zusammenzuschließen. Um Mitternacht schloß die erste Tagung der A.J.J.O. Überaus begeistert und befriedigt gingen alle von dannen, freudig bereit, ihre ganze Arbeitskraft in den Dienst der Agudo zu stellen, um zur Stärkung und Festigung des gesamten gesetzestreuen Judentums und damit zur Ehrung der Thauro beizutragen. H. F. Palästina. Handelsinformations-Bureaus. Das Kopenhagener Zionistische Bureau berichtet: Die .hebräische Armee-Zeitung der englischen Okkupations-Behörden in Palästina „Chadaschoth meha’arez“ veröffentlicht unter dem 13. Juni folgende Mitteilung der Militärverwaltung: „Um mit dem allgemeinen Progreß, der sich im Okkupationsgebiet von Palästina bereits bemerkbar macht, Hand in Hand zu gehen, hat die militärische Verwaltung beschlossen, in Jaffa und Jerusalem Handels-Informations-Bureaus einzurichten mit dem Zweck, Handel, Industrie und Landwirtschaft in Palästina zu stärken. Die Bureaus werden die Aufgabe haben, die Bestrebungen nach dieser Richtung hin zu erleichtern, Auskünfte und Ratschläge zu erteilen, durch welche Mittel und Wege die kommerzielle und industrielle Annäherung mit Ägypten und Europa durchzuführen ist. Der Import von Waren ist vorläufig noch mit gewissen Schwierigkeiten verbunden, aber es sind Bemühungen im Gange diese Fragen zu lösen. Jedermann, der ein Interesse für die Zukunft des Landes hat, wird anempfohhlen, sich jetzt schon mit diesem Informations-Bureau in Verbindung zu setzen“. In der nächsten Zukunft werden in Cairo und Alexandrien Palästina-Ausstellungen arrangiert werden. Es wird erwartet, daß die jüdischen Kolonien Muster ihrer Produkte zur Ausstellung schicken werden. Das Palästina-Amt in Jerusalem. Das Kopenhagener Zionistische Bureau berichtet: Der Beschluß, die Leitung der Filiale des Palästina-Amtes dem bekannten tätigen Schriftsteller Markus K a h a n anzuvertrauen, hat die Zustimmung der zionistischen Palästina-Kommission gefunden. Herr Kahan ist bereits in Jerusalem eingetroffen und hat sein Amt übernommen. Grundsteinlegung der hebräischen Universität. Dem Kopenhagener Zionistischen Bureau wird aus London telegraphiert: In feierlicher Weise hat die Grundsteinlegung für die hebräische Universität am Scopusberg in Jerusalem stattgefunden. Eine größere Anzahl englischer, französischer und italienischer Militärs mit General Allenby an der Spitze nahmen an der Feierlichkeit teil. Sämtliche jüdischen Organisationen von Judäa waren vertreten. Die ägyptischen Juden entsandten zur Feierlichkeit eine- Sondermission. Aus Galiläa und Samaria. Das Kopenhagener Zionistische Bureau erhält folgende lakonische Nachricht über die Lage der jüdischen Bevölkerung in Galiläa und Samaria: „Die Not ist furchtbar. Insbesondere hat sich die Lage in Saphed und Tiberias nicht gebessert. Die Epidemien haben nicht nachgelassen. In den letz

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