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Das jüdische Echo · 1918-07-12 · 28 (12.7.1918) · p. Seite 324

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
5 (1918)
Issue
28 (12.7.1918)
Date
1918-07-12
Page
Seite 324 (sequence 4)
Language
German
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324 Das Jfldfocha Echo Nr. 28 las JUIg witie w u üöifitic lUankfitljnus in Imifttlcm fooulmi Organifation rein europätfd) 3folterf)Qufer für Anfteefcenbe #öcl)fte Anerkennung aller 33el)örben Aufnahme unterfdjtebslos für Alle Alan forbere bie 53ebingungen ein. bittet für feine gp (Sefcböftsleitung: Frankfurt a. AI. ^3o[tfd)edihonto Ar. 7785 3rhft. a. Al. i^ölt fiel) für geroiff entsafte Hebernaljme non Stiftungen empfohlen! «Setten — 3immer — 3af)rgeit — ©ebenktafel — Stiftungen «Briefe p rieten nach Aöberbergroeg 63. Herrschaft stehenden, sind zu zerrüttet, um geeigneten Schulunterricht bieten zu können. In diesen verwüsteten Gemeinden gibt es heute weder Lehrer noch Schulräume; die Kinder entbehren Nahrung und Kleidung, und die allgemeine Depression ist infolge der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse so groß, daß alle Bemühungen auf diesem Gebiet an ihr scheitern. Das erste was man zu tun hat, um diese Kinder dem Judentum zu retten, ist daher, daß man sie in eine geeignete Umgebung bringt, in der sich ihrer Erziehung die wenigsten Hindernisse in den Weg stellen. Es wird sicherlich möglich sein, die Einwilligung der russischen bezw. deutschen Behörden zur Entfernung aus ihrer jetzigen Umgebung zu erhalten. Hunderte von belgischen Kindern hat man nach Amerika gebracht — ähnliches sollte für die jüdischen Kinder möglich sein. Es fragt sich nun, wohin mit ihnen? Abgesehen von den kleinen jüdischen Gemeinden in der Schweiz, Hollands und Skandinaviens, sind alle größeren jüdischen Zentren Europas vom Kriege betroffen und deshalb nicht imstande, eine solche Verantwortung zu übernehmen. Auch noch einige Jahre nach dem Kriege werden sie für derartige Versuche jüdischer Erziehung ungeeignet sein. Dagegen dürften sowohl Palästina wie Amerika als Zentren jüdischer Erziehung in Betracht kommen, und zwar aus folgenden Gründen: Auf die Vorzüge einer jüdischen Erziehung im heiligen Lande im allgemeinen braucht nicht erst hingewiesen zu werden. In den letzten zehn bis fünfzehn Jahren ist es das einzige Land gewesen, das eine gesunde jüdische Erziehung erhalten konnte, und zwar nicht allein durch die dort angewandten Lehrsysteme sondern durch das Leben in einer so historischen Umgebung und einer so intensiv jüdischen Atmosphäre wie kein anderes Land sie aufzuweisen hat. Schon vor dem Kriege hat man aus allen Teilen der Welt jüdische junge Leute zur Erziehung nach Palästina geschickt; und gerade für unsere Kriegswaisen, die Anspruch auf die Fürsorge des gesamten Judentums haben, sollte auf dem Gebiet der Erziehung wie auf allen Gebieten, nichts für zu gut gehalten werden. Eine möglichst große Anzahl von ihnen in gewisse Teile des Landes zu überführen, wird bereits jetzt möglich sein. Als ein Beispiel hierfür ist auf das Unternehmen des Herrn Bebkind hinzuweisen, der kurz nach dem Pogrom von Kischinew eine Schar jüdischer Waisenkinder nach Palästina brachte und sie damit gleichzeitig aus den Gefahren eines Lebens in Rußland erlöste und ihnen das Glück eines Lebens in Palästina gewährte. Im Augenblick freilich wird man an die Überführung nur einer beschränkten Anzahl von Kindern nach Palästina denken können. Die Verhältnisse des Landes sind noch zu zerrüttet, stehen noch zu sehr unter dem Einfluß des Krieges, um einer größeren Schar von Kindern bereits die für sie erwünschte Umgebung bieten zu können. Die Lage der jüdischen Bevölkerung selbst im Lande erfordert alle Kräfte und Energien und alle erdenkliche Hilfe aus dem Auslande, bevor sie imstande sein wird, neue Verpflichtungen großen Maßstabes zu übernehmen. Weitaus die größte Zahl dieser Kinder wird deshalb nach Amerika gebracht werden müssen, um hier der Obhut besonderer Institute übergeben zu werden, bis ihre Erziehung abgeschlossen ist oder bis Palästina imstande ist, sie aufzunehmen. I IKgl ‘Bayer, m ‘Porzellan* I 1 ‘IKanufaktur Olymp henburg I Kauptniederlage QTljinchen: Odeonsplaß 1 ff ® {Kunsta. ßuxusgegenstände, Tafel*, bessert», X Kaffee* u. Teegeschirre, Tiguren, Gruppen etc. §nacü aßen ‘Rympfienburgcr Crigmaf-VKodeffen. B Außerdem neue Tormen und ffllodelle nach Gnt* würfen erster ‘UIünebner Künstler. H Koni gl. bayer. Lotterieeinnahme der Preuss.- Siidd. Klassen-Lotterie A. Ostermaler. München Promenadepl. 12/1, Eing. durch d. Zigarrengeschäft Beginn der 12. (23S.) Lotterie mit Ziehung I. Klasse am 9. u. 10. Juli 1918, 2. Klasse am 13. u. 14. August 1918, 3. Klasse am 10. u. 11. Sept. 1918, 4. Klasse am 8. u. 9. Okt. 1918, 5. Klasse (Haupt- und Schlußziehung) beginnt am 8. Nov. und endet am 4. Dez. 1918. Lose In oroDer Auswahl stets vorrätig. Preis für die 1. Klasse; für Vs lU Va Vi 5 10 20 40 M Bei den folgenden Klassen sind die Vorklassen stets nachzubezahlen.

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