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Das jüdische Echo · 1918-07-05 · 27 (5.7.1918) · p. Seite 312

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
5 (1918)
Issue
27 (5.7.1918)
Date
1918-07-05
Page
Seite 312 (sequence 4)
Language
German
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312 Das Jüdische Echo Nr. 27 Pa» Msetntinc „S'diiiMf^Piick“ iu ßrganifation rein europäifcf) 3folierpufer für Anftecfeenbe #öd)fie Anerkennung aller $3el)örbe« Aufnahme unterfdjiebslos für Alle Alan forbere bie 23ebingungen ein. ©efdjäftslettung: Frankfurt a. Al. ^oftfdjeckkonto Ar. 7785 3rkft. ö. Al. kittet für #äft fick für geioiffenkofte Hekernakme oon Stiftungen empfohlen! ^Betten — 3intmer — Satyrgett — ©ebenktöfel — Stiftungen Briefe ju rickten ttad) Aöberkergroeg 63. Regierungsstimmen, die sich für ein jüdisches Palästina ausgesprochen haben, hat sich auch der griechische Regierungsvertreter angeschlossen. Der griechische Minister des Auswärtigen P o 1 i - t i s erklärte kürzlich einem Vertreter der jüdischen Gemeinde: „Ich habe schon in Saloniki Gelegenheit gefunden, die warme Sympathie der liberalen Partei und aller Hellenen für das jüdische Volk, das zwei Jahrtausende lang ein Opfer des Mißverständnisses und der Verfolgungen gewesen ist, auszusprechen. Es freut mich, heute mein Versprechen zu wiederholen, daß im geeigneten Augenblick die liberale Regierung ihr Bestes tun wird, um der nationalen Aufgabe der Juden im vollen Einklang mit den Verbündeten Griechenlands beizustehen. Außer andren Gründen sehe ich mich zum Mitgefühl für das jüdische Volk durch das neue Band das nunmehr geknüpft wurde, veranlaßt. Neben andren gemeinsamen Zügen gehören sowohl die Juden wie auch die Griechen zu den Völkern, die ein Gegenstand endloser Verfolgungen gewesen sind. In diesem Augenblick, in dem der Hellenismus sich tatsächlich am Barbarismus des Ostens verblutet hat, spreche ich mit Bewegung dem jüdischen Volke meine besten Wünsche für sein Wiedererstehen als Nation aus.“ Südafrika. In Johannesburg fand kürzlich im Orpheum-Theater eine Massenversammlung statt. 0 Billiger, ftiinftlerifdjer EDanöjcffmud finb bie Kunftbrucfce ber Sötiindjner „3ugenb". BUf bem ©ebiete bes Bterfarbenbrudtes ßal bie „3ugenb" baßnbredjenb geroirbt unb bie oon it»r herausgegebenen Kunfibrudte finb in Millionen oon Sjemplaren auf ber gangen BJelt oerbreitet. 2)ie Sammlung umfaßt einige taufenb ‘Blätter, unter benen jeber ©efeßma* Baffenbes gum Bretfe oon 50 Bftnmge bis 1 Btarh, je nad) ©röße finbet. gin großer illuftrierter Katalog mit taufenb oerblcincrten Bbbilbungett (Breis 4 Blarb) erleichtert bie B5aßl. Sie 3ugenbsKuitftbrücke finb burd) jebe Bucßunb Kunpanblung ober burd) ben Untergcidjneten gu begießen Derlag ber „3ngenb" Blüncßen, Ceffing ft raffe 1 bei der die Führer und angesehensten Persönlichkeiten der Gemeinde, darunter der Oberrabbiner, zur Unterstützung des Fonds für den Wiederaufbau Palästinas aufforderten. Wilna im Kriege.1) Aus dem Wilnaer Sammelbuch 1918. Von Dr. Z. Schabad. Im ersten Kriegsjahre waren am meisten die Juden der Verfolgungen und Unterdrückungen der russischen Regierung ausgesetzt. Um die Schuld an den militärischen Niederlagen von sich abzuwälzen, suchte die zaristische Regierung die Juden für diese Niederlagen verantwortlich zu machen und beschuldigte sie der Spionage. Wilna war Zeuge des Auswanderungselends der aus den Gouvernements Kowno und Kurland vertriebenen Juden. Das Herz tat den Wilnaer Juden vor Mitleid und Kränkung weh. Die Wilnaer Wohltäter mußten auf der einen Seite für die Notleidenden Hilfe schaffen und andererseits der Militärmacht gegenüber als Fürsprecher für die der Spionage beschuldigten Juden auftreten. Schon zu Beginn des zweiten Kriegsjahres mußten die Wilnaer jüdischen Notabein mit ihrer Wohltätigkeit aufhören. Der Feind hatte sich der Stadt immer mehr genähert und die große jüdische Stadt mußte sich auf die Evakuation vorbereiten. Diese Evakuation durch die russische Regierung war schlecht organisiert. Man hatte nicht einmal für die Verlegung der Regierungsanstalten und Fabriken genügend Sorge getragen; 0 Der zweite Band des von Dr. Z. Schabad in jüdischer Sprache herausgegebenen Wilnaer Sammelbuches (siehe Bericht über den ersten Band im Jüdischen Echo Nr. 9, 1917) enthält eine Fülle wertvollen Materials zur Beurteilung der Verhältnisse in Wilna wie auch in ganz Litauen während des Krieges. Wie der Herausgeber im Vorwort richtig bemerkt, spiegelt sich im Leben der Stadt Wilna, des litauischen Jerusalem, das Leben und die Politik des ganzen Landes ab. Wir bringen in den nächsten Heften die vom Herausgeber geschilderte Übersicht über die Zustände in Wilna vom Beginn des Krieges bis auf die letzte Zeit. Für die nähere Orientierung über die Zustände im Lande empfehlen wir die Anschaffung des Buches, das 8 Mark kostet und das mit seinen 350 Seiten auch dem Umfange nach größer ist, als der vorjährige 1. Band. Beide Bücher zusammen kosten 12 Mark. Zu beziehen von Dr. Z. Schabad, Wilna, Pohulanska 9.

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