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Das jüdische Echo · 1918-06-14 · 24 (14.6.1918) · p. Seite 274

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
5 (1918)
Issue
24 (14.6.1918)
Date
1918-06-14
Page
Seite 274 (sequence 2)
Language
German
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274 Das Jüdische Echo Nr. 24 Die Palästinas-Kommission. Dem Jüdischen Korrespondenzbureau im Haag wird aus Jaffa Anfang Mai geschrieben: Die zionistische Palästinakommission ist endlich hier eingetroffen. Von dem königlichen Empfang, der ihr bereitet wurde, hat Sie sicherlich der Telegraph schon unterrichtet. Ich kann Ihnen gar nicht schildern, mit welcher Spannung die Bevölkerung die Kommission erwartete. Zwei Fragen hörte man immer wieder: Wann kommt die Kommission? Wann kommt das Regiment? Niemals bedurfte die Judenheit so sehr einer kräftigen Führerschaft, der sie unbedingt folgen konnte, wie heute. Und niemals hatte sie auch so innig nach einem kräftigen Führer verlangt, wie in diesem Augenblick. Große Aufgaben obliegen der Kommission: der Wiederaufbau der Kolonien und die Vorbereitungen für die neue großzügige jüdische Besiedlung des Landes. Man vergesse dabei nicht die Schwierigkeiten der Arbeit: wenn auch die palästinensische Judenheit die Kommission als ihre unbedingte Führerin anerkannt hat, so muß sie auf die verschiedensten Interessen Rücksicht nehmen. Die Differenzen zwischen Sephardim und Aschkenazim, Orthodoxen und Freidenkern, Gutsbesitzern und Arbeitern müssen ausgeglichen und die Interessen der Weinbauer. Orangen- und Weizenpflanzer in harmonischen Einklang mit denen der städtischen Bevölkerung, der Kaufleute und der arbeitenden Klasse gebracht werden. Der größte Teil dieser Aufgabe war bereits von den Vertretern aller Gruppen in brüderlicher Eintracht selbst noch vor der Ankunft der Kommission durch den Kongreß in Richon le Zion und die Waads von Jerusalem und Jaffa gelöst worden. Dennoch warteten sie auf die Kommission. Die Spannung der Erwartung entlud sich in unbeschreiblichen Enthusiasmus, als endlich die Kommission eintraf. Doch konnte der begeisterte Empfang nicht über die Schattenseiten des gegenwärtigen Zustandes hinwegtäuschen: die schrecklichen Folgen der Entvölkerung Palästinas... In Tel-Awiw wurde Dr. Weizmann der erste Empfang bereitet: Kinder der Schulgärten mit Fahnen in der Hand, bildeten Spalier, alte Kaftanjuden und alte jüdische Mütter kamen um ihn zu begrüßen, allen voran die „Maccabi“, unsere jungen Pfadfinder. Die Rede Weizmanns, die schlicht, aber großen Ernstes war, machte einen tiefen Eindruck, und so mancher alte Jude, der nach allen unsagbaren Leiden jetzt noch die Sonne der Freiheit aufsteigen zu sehen hoffte, hatte Tränen in den Augen ... Dr. Weizmann isit mit seinen Fähigkeiten, auch die stärksten Gegensätze zu einigen, und seinem persönlichen Magnetismus uns allen ein Führer geworden, dem wir unbedingt folgen und Treue leisten. „Unsere Aufgabe“, so sagte er, ist gewaltig! Ich rate unseren Kolonisten, sich nicht mit politischen Fragen zu beschäftigen. Die Proklamierung irgendwelcher politischen Form in diesem Augenblick würde nur schaden. Das jüdische Volk muß in geschlossenen Massen hinter uns Zionisten stehen und mit allen Mitteln helfen. Dann können wir sicher sein, daß der Tag des Friedens ein Palästina zeigen wird, das eine gesunde Basis für die Kolonisation, einen starken intellektuellen, technischen und finanziellen Apparat, befreundete Nachbaren im Lande und starke Freunde draußen besitzen wird.“ Ein kleines Detail sei noch gemeldet: die Schüler der Bezalelschule, die inzwischen nicht nur wieder eröffnet, sondern auch vergrößert worden war, boten Dr. Weizmann bei der Begrüßungsfeierlichkeit einen silbernen Schlüssel an. Dr. Weizmann erklärte, daß er ihn vorläufig Minister Balfour, der sich durch seine großherzige Erklärung die Dankbarkeit der Judenheit gesichert habe, übergeben werde, der ihn bis zu der Übersiedlung der Juden nach Palästina bewahren werde. Inzwischen werden die größten Anstrengungen gemacht, um die verschiedenen Nationalitäten zu einigen und insbesondere freundliche Beziehungen Von mehr als 10000 Ärzten empfohlen und von Hunderttausenden von Verbrauchern in langjähriger Benutzung erprobt Erhältlich In allen Apotheken und Drogerien. Jllustrierte Broschüren auf Abforderung kostenlos durch Bauer & Cie.. Berlin SW 48. S cHreiDniascHinen Reparaturen und Reinigungen aller Systeme schnell, fachgemäß, preiswert. Erstklassige Farbbänder u. Kohlepapiere sowie alle Zubehöre. Reintjolö Sd)ul3 Lindwurmstraße 1 (Ecke Sendlingertorplatz). Alleinvertrieb der TRIUMPH- und JOST - SCHREIBMASCHINEN Fernruf 54018. r Stopic' SittrfsM 2ftünd)en 2 Sdjtßerftrafje 48 empfiehlt fämtlidje SIrti&el jur Staats, 2Runb=, 3aljn* unb Krankenpflege, mebijin. Sees nad) Kneipp, 6tärfmngs='2Beine unb Kräftigungsmittel, Perbanbftoffe, Kafcenfefle, Sdjummme, f*n>it fänttl. Parfümerien. Profpeftte umfonft unb portofrei.

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