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Das jüdische Echo · 1918-05-31 · 22 (31.5.1918) · p. Seite 256

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
5 (1918)
Issue
22 (31.5.1918)
Date
1918-05-31
Page
Seite 256 (sequence 8)
Language
German
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256 Das Jüdisch« Echo Nr. 22 bendige Gefühl der Verantwortung für das jüdische Volk verspüren. Und wenn die Herausgeber der Zeitschrift hofften, daß diese, obwohl nicht unmittelbar für die Außenstehenden geschrieben, doch weit über den Kartell-Kreis hinaus wirken werde, so dächten sie dabei in der Hauptsache an die Jungen. Wenn schon die ältere Generation der deutschen Judenheit zum großen Teil ihrer Gemeinschaft verloren sei, so solle doch wenigstens der neu heraufsteigenden Jugend ihr Platz gezeigt werden. Von dem reichhaltigen weiteren Inhalt des Heftes bringen wir nur eine kurze Übersicht: Pelz behandelt die Stellung des K.J.V. zur Mischehe. Grundsätzlich sei die Stellung des K.J.V. zur Mischehe eindeutig bestimmt durch das Bekenntnis zum jüdischen Nationalismus, der, für die Gegenwart widerspruchslos, die Mischehe aufs entschiedenste verwerfe. Uber diese grundsätzliche Frage bestehe wohl kaum eine Meinungsverschiedenheit im Kartell. Die notwendige Folgerung sei, daß ein Mitglied, das eine Mischehe eingegangen sei, unter allen Umtsänden ausscheiden müsse. Selbst führende Kreise wollten jedoch diese Konsequenz nicht bedingungslos ziehen, hielten vielmehr eine jedesmalige Prüfung von Fall zu Fall für geboten. Pelz wendet sich entschieden gegen diese Auffassung. Wohl könnten dem einzelnen besondere Umstände begegnen, die ihn zur Mischehe zwängen und ihre Eingehung als durchaus verständlich erscheinen ließen. In jedem Falle sei sie aber ein Verstoß gegen die nationale Sittlichkeit, welcher die innere Geschlossenheit des Kartells störe. Der Einzelne müsse daher von dem überlegenen Rechte der Gesamtheit weichen. Es folgt eine „Politische Revue“ von Löwenstein und ein Artikel „Philosemiten“ von Stein. Dieser richtet seine Ausführungen gegen die angeblichen Judenfreunde, die aus allgemeinen liberalen Grundsätzen heraus für die individuelle Gleichberechtigung des einzelnen Juden eintreten, für die jüdische Gemeinschaft aber und ihre geistigen Werte nur Geringschätzung übrig haben. Der seines Volkstums bewußte Jude könne nur über eine solche Freundschaft sich freuen, die auf Kenntnis und Achtung unseres geistigen Gutes beruhen. Ein Aufsatz von Sternberg über „Die Einwanderung der Juden nach Palästina“ kommt auf Grund eingehender Erwägungen zu dem Schluß, daß die jüdische Einwanderung in Palästina stark steigen werde. Eine weitschauende jüdische Politik werde mit den daraus entspringenden Folgen — vor allem in der Araberfrage — rechnen. Außerordentlich interessant ist der Beitrag des Historikers Rubaschoff „Erstlinge“. Erstlinge der Entjudung und der Selbstbesinnung nennt er die jungen Akademiker und Intellektuellen, die im Jahre 1819 in Berlin den „Verein für Kultur und Wissenschaft der Juden“ gegründet haben. Was ist das Judentum? Wie verhält es sich zu europäischer Kultur? Was bedeutet es, Europäer und Jude zugleich zu sein? Sind sie zwei entgegengesetzte Welten? Entgegengesetzte oder bloß verschiedene? Und wie sind sie dann zu überbrücken? Durch wissenschaftliche Diskussionen und Vorträge suchten die „Erstlinge der Entjudung“ unter ihnen Heinrich Heine, Leopold Zunz, Eduard Gans, die leidenschaftliche ersehnte Klarheit über diese Fragen zu gewinnen. Der erste Versuch der Selbstbesinnung einer bereits entjudeten jüdischen Intelligenz mißlang. Über das Schicksal und den Ideengehalt dieser geistigen Strömung nachzujg£x9<2X9<2X9<2X9<2XS>8exS>GXS>3Cie>^><axS><2iC9<2X£>& 1 {Kgf. ‘Bayer. |g» cPorze([an- I I \Manufaktur Tlympßenburg i {Kauptn ie der läge OJlü neben: ödeonsplatj / gj {JCunst* a. ßuxusgegenstände, Tafe(*, bessert*, Ü {Kaffee* u. Teegeschirre, Figuren, Gruppen eic. Q\ nach affen ‘Kympdenburger Original ‘IKodeffen. ß © {Außerdem neue Formen und FllodeFe nach Gnt* ’A würfen erster FKüncbner {Künstler. H Aies /«T V 3»)jA»jJAJ/k V.ftf(es V.rl .V.rlt** V.cJiCfc Königl. bayer. Lotterieeinnahme der Preuss.- Siidd. Klassen-Lotterie A. Ostermaler, München Promenadepl. 12/1, Eing. durch d. Zigarrengeschäft Beginn der 11. (237.) Lotterie mit Ziehung I. Klasse am 8, u 9. Januar 1918, 2. Klasse am 12. u. 13. Februar 1918, 3. Klasse am 12. u. 13. März 1918, 4. Klasse am 9. u. 10. April 19I&, 5. Klasse (Haupt- und Schlußziehung) beginnt am 7. Mai und endet am 3. Juni 1918. Lose in groller stets vorrätig. Preis für die 1. Klasse; für V8 l/4 V8_Vt 5 10 20 40 M Bei den folgenden Klassen sind die Vorklassen stets nachzubezahlen. Schreibbüro übernimmt Schreibarbeiten und Vervielfältigungen jeder Art, tadell. u.schnellste Ausführung. Eigene Diktat-Zimmer. Stenogramm - Diktate, sowie fremdsprach. Uebersetzungen. Uebernahme ganzer Werke, Theaterstücke usw. Billig. Berechnung. Strengste Diskret. Manuskripte werden unt. Verschluß abgeholt. Neuhauser8trasse 21/1. Kaffee Fürstenhof (Lift) Teleph. 55144. JSmfirigeßStß.^QiStock nädistSKbmrp^ %hßakecglmec,(^äjdstßch£e. %echM(fi mUendäe (SimignäSe doomckmeiySiigempt^ 2571

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