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Das jüdische Echo · 1918-04-12 · 15 (12.4.1918) · p. Seite 171

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
5 (1918)
Issue
15 (12.4.1918)
Date
1918-04-12
Page
Seite 171 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 15 Das Jüdische Echo 171 3t0mltifcbe (DttSCmjlWP f«Tnstag, Öen 13. april 1918, abenbs 81/* Uljir, 5 wn^yiuppt Sonntag, ben 14. April 1918, norm, '/all Utjr, I nachmittags halb 3 Ufyr, 5 Ufjr, abenbs fjalb 8 Uf)r im Turnfaal des PoU3eigebäuöes, Ueutjaujcrjtro^e ® 511 ttt P o r f ü 1) r u n g c rt l Das jü6ifd)e £eben in Paläftinaj (üorfütjrungsbaucr ca. l3/4 Stunden). 1 Zeichnet die 8. Kriegsanleihe. Siebenmal hat das deutsche Volk bewiesen, daß es bereit ist, Deutschlands Männer, die den Riesenkampf für seine Verteidigung führen, die Waffen zu reichen. Jetzt scheint das Ende zu nahen. Der Friede im Osten ist erkämpft. Es gilt aber das Ende zu erreichen, auch den Kampf im Westen siegreich zu bestehen. Wäre es denkbar, daß nun das Heimatheer zuriickwiche? Daß es jetzt, wo die glückliche Entscheidung bevorsteht, nicht geschlossen hinter den Kämpfenden stünde? Nein, das ist undenkbar — unmöglich. Wir halten durch. Wir tun, was wir können. Wir zeichnen Kriegsanleihe. Wir wollen siegen helfen! Welt-Echo Die Israelitische Geineindebibliothek beteiligt sich an der in der letzten Aprilwoche von den einzelnen Konfessionen geplanten Erziehungswoche gleichfalls mit einer Vortragsreihe. Es werden an vier aufeinanderfolgenden Tagen sprechen: Herr Rabiner Dr. Freudenthal über die allgemeinen Grundsätze der Erziehung der israelitischen Jugend, Herr Dr. Bamberger über die Erziehung der schulentlassenen männlichen Jugend, Frl. Sidonie Werner aus Hamburg über die Erziehung der weiblichen Jugend, Herr Dr. med. Grünbaum über Nerven und Erziehung. Die Vorträge werden im großen Saale des Hotels „Goldner Adler“ in Nürnberg abgehalten werden. Ein Preisausschreiben mit Preisen von 1000 und 500 Kronen fiir die besten und volkstümlichsten zwei Bearbeitungen des Themas „Welche Mittel und Wege sind geeignet, die Menschen einander näherzubringen“ veranstaltet der Verband der israelitischen Humanitätsvereine B’nai B'rith für Österreich. Bruhn wider Bismarck. Unter dieser Überschrift schreibt das „Hamburger Israel. Bamilienblatt“: „Wir haben schon berichtet, daß im Hauptausschuß des Reichstags der antisemitische Abgeordnete Bruhn gegen den freisinnigen Abgeordneten Gothein polemisierte, weil letzterer dort fiir die Sicherung der staatsbürgerlichen Gleichberechtigung der rumänischen Juden bei den jetzigen Briedensverhandlnngen eingetreten ist. Bruhn meinte, daß sich die Verbündeten damit in die inneren Angelegenheiten des rumänischen Staates einmischen würden. Anderer Meinung war allerdings der Altreichskanzler Fürst Bismarck, als es sich 1878 um die Aufnahme des bekannten Art, 44 betreffend die Emanzipation der rumänischen Juden, in dem Berliner Vertrag handelte. Damals richtete Bismarck an seinen ihm als Vertrauensmann in dieser Angelegenheit, dienenden Berliner •Bankier, den verstorbenen Gerson v. .Bleichröder» die briefliche Aufforderung, er möge die,schleunige Einreichung einer Petition der preußischen Synagogengemeinden veranlassen, welche die Aufnahme der betreffenden Bestimmung in den Berliner Vertrag fordern solle. In der Tat ist dann auch eine solche Petition von dem Synagogengemeindevorsteher Bankdirektor Karl Göttberg-Lyck und Genossen eingereicht worden, die, zu den Kongreß' akten genommen wurde. Bismarck war also nicht der Ansicht des Abgeordneten Bruhn, ' S Die Begnadigung des Leopold Hilsner, der wegen Ritualmord angeklagt unds. Z. wegen angeblicher Mitschuld an einem solchen Mord zum Tode verurteilt worden war, gibt den Blättern Anlaß, auf diesen dunkelsten Punkt der, Österreichischen Justiz zurückzukommen. Die Erhebung der Anklage war im Jahre 1901 während der Hochflut des Wiener Antisemitismus dem damaligen Justizminister Dr. v. Rubner vom antisemitischen. Abgeordneten Schneider durch die Drohung mit .persönlichem Skandal abgezwungen worden. . Das ganze Verfahren stand unter dem Druck der. vereinigten tschechischen und deutschen. Antisemiten, von denen jene im Juden zugleich den Deutschen treffen wollten. Obgleich die Unschuld Hilsners für jeden Denkenden feststand und auch durch die medizinische Fakultät in. Prag nachgewiesen war, wagte doch keine Regierung, den Verurteilten zu begnadigen oder ein neues Verfahren eirizuleiteu. Erst jetzt wurde die kaiserliche Amnestie aus Anlaß der Geburt des jüngsten Prinzeß benutzt, das Opfer der Hetzer, das 18 Jahre im Kerker zugebracht hat, wieder in Freiheit zu setzen. Blätter, wie die „Reichspost“ und die „Ostdeutsche Rundschau“ betreiben jetzt eine zügellose Judenhetze. , .. . (. . ’ ( Polnische Gutsbesitzer. „Moment“ Nr. 61 vom 13. März teilt mit, daß in der „Gazeta Rolnicza“ Nr. 7 ein ehrengerichtliches Urteil gegen den Gutsbesitzer W. Bogdanski veröffentlicht wird»: wo» nach er für drei Jahre ausgeschlossen wird» weil er sein Gut Krob'ow an einen Juden verkauft hat» Die Organisation der jüdischen Gemeinden in Polen. Die vom polnischen Kultusministerium er-: nannte jüdische Kommission zur Revision des Or» ganisationsstatuts der Jüdischen Gemeinden. das von der deutschen Verwaltung im " vorigen Jahre erlassen wurde, hat ihre Arbeiten im wesentlichen bereits beendet. Lebhafte MehumgWgrsciheden-* liehen entstanden innerhalb der... KoimnissioLuyor

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