Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 13 (27.3.1918)
- Date
- 1918-03-27
- Page
- Seite 142 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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142 Nr. 13 Das Jüdisch« Echo gn Allgmine?ii&i(d)f UnNknlntt in Irrnfaltm V Orgcmifutton rein europätfef) <Sefd)äftstettung: Frankfurt a. 2N. Sfolter&äufer für Anfteefcenbe Wfdjetfc&onto 9tr. 7785 3rkft. q. an. $ö$fte Anerkennung «Her 33efjörben #ölt fic^ für gerotffentjQfte Uebernaljme ooit Stiftungen empfohlen! Aufnahme unterfd)iebslos für Alle betten - 3tmmer - Soweit - ©ebenhtafel - Stiftungen Atem forbere bie Aebtngungen ein. Briefe ju rieten nacfi Aöberbergroeg 63. lungnahme mit dem bayerischen Siedelungsverein zwecks Anerkennung und Berücksichtigung unserer eigenartigen Verhältnisse und Unterstützung unserer Ziele wird in die Wege geleitet. Die Gründung von Siedelungsvereinen auf gleicher Grundlage in anderen deutschen Bundesstaaten wird empfohlen. In einer späteren Versammlung wird die Gründung einer jüdischen Ansässigmachungsgesellschaft für Bayern und ihre Statuten beraten. Wünsche und Anträge sind unterdessen an den Verfasser des Entwurfs einzusenden. Eine Unterredung mit dem bulgarischen Gesandten In Anbetracht der dringenden Notwendigkeit, bei einem Friedensschluß mit Rumänien die Gleichberechtigung der rumänischen Juden zu sichern und in Anbetracht der Tatsache, daß bei den Friedensverhandlungen mit Rumänien der bulgarischen Regierung eine wichtige Rolle zufällt, hat der Schriftleiter der „Jüdischen Rundschau“ von dem bulgarischen Gesandten in Berlin, Dr. Rizoff, eine Unterredung erbeten, bei der er ihn über die Stellungnahme seiner Regierung befragte. Diese Unterredung ging von der Nachricht aus, daß die jüdische Presse Amerikas von der amerikanischen Regierung verlangt, diese solle sich mit der bulgarischen Regierung wegen einer Intervention bei den Bukarester Verhandlungen für die rumänischen Juden ins Einvernehmen setzen. Der Redakteur erzählte dem Gesandten von dieser Depesche und wies darauf hin, welche Bedeutung das gesamte jüdische Volk der Frage der Gleichberechtigung der rumänischen Juden beimesse. Der Gesandte erwiderte: „Ich finde es durchaus verständlich und begreiflich, daß das ganze jüdische Volk gerade jetzt mit Spannung auf die Berichte über die Vorgänge und Verhandlungen in Bukarest hört. Tatsächlich ist den rumänischen Juden Jahrzehnte hindurch ein ungeheuerliches Unrecht geschehen, und es ist bezeichnend, daß dieses Unrecht so lange ungesühnt verübt werden konnte. Der Artikel 44 des Berliner Vertrages hat klar ausgesprochen, daß die Unabhängigkeit Rumäniens an die Erfüllung der Gleichberechtigung für alle Bürger ohne Unterschied der Religion und der Nation geknüpft ist. Es war ein für die ganze Welt durchsichtiger Trick der rumänischen Politik, daß die rumänischen Juden um ihr Recht betrogen wurden, indem sie künstlich zu „Fremden“ gestempelt wurden. Es ist im übrigen auch -selbstverständlich, daß man sich angesichts der geschichtlichen Erfahrungen nicht mit bloßen Versprechungen begnügen will, sondern darauf besteht, daß für die Zukunft Bestimmungen im Fridensvertrage geschaffen werden, welche es absolut unmöglich machen, daß die rumänische Regierung oder Verwaltung die rumänischen Juden wieder um ihr Recht bringt Ich finde es verständlich, daß das Judentum der ganzen Welt, speziell in Amerika, auch von der bulgarischen Regierung erwartet und erhofft, daß diese sich für das Recht der rumänischen Juden einsetzen werde. Diese Hoffnung wird sicher nicht enttäuscht werden. Der allgemeine Standpunkt der bulgarischen Regierung in dieser Frage ist mir bekannt. Ich glaubte aber, daß es unsere moralische Pflicht ist, die jüdischen Forderungen betreffs der Gleichberechtigung der rumänischen Juden energisch zu unterstützen. Ich bin daher in diesem Sinne an meine Regierung herangetreten und habe das Ersuchen gestellt, in dieser Frage die Initiative zu ergreifen. Als ein kleines Volk, das noch vor kurzem unter Ungerechtigkeit und Unterdrückung gelitten hat und aus diesem Grunde besser als andere Völker die Leiden der anderen Völker verstehen kann, müssen wir Bulgaren nach Ifeberseugen ©ieftdj durch eine kostenfreie Probenummer oder besser noch durch einen Probeband für 80 Pfennige von der Vielseitigkeit der humoristisch - satirischen Kunstzeitschrift „JUGEND“. Jede Nummer bringt neben ausgezeichneien Beiträgen in Poesie und Prosa der namhaftesten Schriftsteller auch eine große Anzahl künstlerische Vierfarbendrucke nach Werken erster Meister. Auch die politischen Vorgänge werden in einer eigenen Beilage eingehend behandelt. Die große Anhängerschaft der Münchner JUGEND“ drückt sich am deutlichsten in der wöchentlichen Auflage von über 100000 Exemplaren aus. Vierteljahrespreis.M. 5.50 durch die Feldpost. ..... M. 6.— pro Monat..M. 2.— Bestellungen nimmt die nächstgelegene Buchhandlung, Zeitungsexpedition, jedes Postamt oder der Unterzeichnete an. Verlag der „JUGEND“,München Lesslngstraße 1