Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 5 (1.2.1918)
- Date
- 1918-02-01
- Page
- Seite 50 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Jüdische Echo Nr. 5 Der Eisenbalmsekretär Ludwig Birnbaum in Kaiserslautern wurde zum k. b. Balmverwalter befördert. Der Oberpostsekretär Albert Lemle in München wurde zum k. b. Postverwalter ernannt. Nachfolgende israelitische Volksschullehrer wurden zu k. b. Hauptlehrern ernannt: Jakob Michel in Orlis, Philipp Baum in Rockenhausen. Jakob Haymann in Rodalben, Heinrich Hecht in Kandel, Hermann Krämer in Mundenheim, Hermann Mannweiler in Neunkirchen, Heinemann Edelstein in Sugenheim und Emanuel Heß in Burghaslach. sehen Virtuosität vorgetragenen Balladen und konnte den mit stürmischen Ovationen dargebrachten Dank der Zuhörer als Lohn empfangen. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß diese Veranstaltung des Jüdischen Turn- und Sport- Vereins Nürnberg alles von jüdischen Vereinen bisher in Nürnberg Dargebotene übertraf und bildete eine Zeitlang das Tagesgespräch der jüdischen Kreise unserer Stadt. K. Nürnberg. Der Jüdische Turn- und Sport-Verein Nürnberg veranstaltete am Samstag, den 15. Dezember 1917 im kleinen Saal des Lehrerheims einen Künstlerabend unter Mitwirkung hervorragender Kräfte des Stadttheaters Nürnberg. Trotzdem diese Veranstaltung sogar unseren Mitgliedern erst einige Tage vorher bekannt wurde, fanden wir einen mit annähernd 300 Personen überfüllten Saal vor, denen noch eine große Zahl Einlaß Begehrender folgten, die des Raummangels wegen leider abgewiesen werden mußten. Dieser Zulauf bewies, daß die Veranstaltungen des. Jüdischen Turn- und Sportvereins in den jüdischen Kreisen Nürnbergs eine besondere Zugkraft besitzen. Das Dargebotene übertraf alle Erwartungen und bildete einen hohen künstlerischen Genuß. Der Abend wurde eingeleitet durch eine Begrüßungsansprache des ersten Vorsitzenden, Herrn Artur K ö r ö s i, der anknüpfend an die Makkabäerzeit eine Parallele zog zwischen der jüdischen Jugend von damals und heute und darauf hinwies, daß es gerade das Streben der jüdischen Turnerschaft ist, die Urkraft der Makkabäer in der jüdischen Jugend zu wecken und zu veredeln. Er ermahnte die jüdische Jugend, sich aufzuraffen und das körperliche und geistige Erbe der Ahnen zu einem neuen Leben zu verhelfen. Herr Komponist Siegfried Fall, der hier lebende Bruder des Komponisten Leo Fall, der auch« die künstlerische Leitung des Abends inne hatte, gab den Zuhörern sodann unter Mitwirkung des Konzertmeisters Nix (Violine) und des Cello-Virtuosen Weiß einen überraschenden Kunstgenuß. Er spielte ein Trio, eine Komposition aus seinem 19. Lebensjahre, für welches er seinerzeit in Wien u. a. auch mit dem Mendelssohn-Preis ausgezeichnet wurde, mit einer erstaunlichen Wärme und Virtuosität, sodaß die Zuhörer wiederholt mit tosendem Beifall ihrer Bewunderung Ausdruck gaben. Es folgte hierauf die Opernsängerin Frl. A 1 m o s - 1 i n o und der Opernsänger Juan S p i v a k mit Arien und Liedern, die durch das dankbare Publikum zu mehreren Dreingaben gezwungen wurden. Die Schauspielerin Frl. Marianne W a 11 o t erzielte durch ihre mit besonderem Liebreiz vorgetragenen heiteren Rezitationen einen stürmischen Lacherfolg und nicht endenwollenden Beifall. Den Abend schloß Herr Opernsänger Franz B i e h 1 e r, mit einer selten zu Gehör kommenden künstleri- — Die Generalversammlung des Jüd. Turn - und Sport - Vereins fand am R Januar 1918 statt. Der Vorsitzende, A. Körösi, gab mit dem Jahresbericht der Vorstandschaft einen Überblick über dias verflossene Vereinsjahr 1917, aus welchem folgendes zu entnehmen ist: Nachdem 34 aktive Mitglieder im Felde stehen, konnte auch im verflossenen Jahre nur die Damenriege aufrecht gehalten werden. Es fand wöchentlich eine Turnstunde statt unter Leitung des Turnlehrers A. Kretschmarin, in der vom Stadtmagistrat zur Verfügung gestellten Possartstr. Nr. 14jl München Telephon 40757 j Isrsßl. Mterpensionat I Frau Apotheker Rothschild Ww. Bekanntmachung. Die Kriegskommission hat die Herstellung und Verteilung der folgenden rituellen Nahrungsmittel für das jüdische Osterfest in die Wege geleitet: K. C. Pflanzemnargarine, Zucker, Kaffee-Ersatz Kartoffelmehl. Dörrgemüse. Käse, Kunsthonig, Die drei letzteren Nahrungsmittel stehen nur in beschränkter Menge zur Verfügung und werden deshalb mit Rücksicht auf die allgemeinen Lebensmittelverhältnisse in erster Linie nur an Groß- Gemeinden geliefert. Wer die vorgenannten Nahrungsmittel beziehen will, hat unverzüglich seinen Bediarf bei einem Kleinhändler, der Osterwaren führt, oder bei dem Vorstand der zuständigen israelitischen Gemeinde bezw. dessen Beauftragten, anzumelden. Die näheren Bedingungen sind bei den Vorständen der israelitischen Gemeinden zu erfahren. Berlin, den 28. Januar 1918. Friedrichstr. 167/68. Kriegskommission für rituelle Lebensmittel G. m. b. H. Freirich. Blank. Bankgeschäft » mumm ■ WH München, Residenzstraße 3 1 M . _ (Eingang Hofgraben) Tel. 27946 Geschäfte rW&**** •Sufi lUG Sun ESO*’ MlfrJMi *** * iSEÄ fessre A. I stri ftfe laastt Jbf ■fafe: Üar-ftria 3$i Eu; k u«absf:jfv 3 >. k s ss*s*£*'* Tbl * »iv: ÄV iüSS 'SÄ