Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 50 (14.12.1917)
- Date
- 1917-12-14
- Page
- Seite 541 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 50 Das Jüdische Echo 541; alles, was l schlechter, igep wenighamberlams ellglon; m der Zlonls ler sie nleh . Ihm harn iographisch\ . ästhetisch» n Augenaul md erhaber xu glauben die aus de, egt nicht u e; eine Aui Kirche. 2UZ irschau eine tatt, an der ößeren polim Saal der izemarschall dessen Be- Ansprache e Konferenz der Abteiiür die Benschen Preder Konfe- Ireten, die mg der Jueine beiderler gemein- 5olange das ite es nicht ige regeln, dem politiwf das polß alle Büruchten. Alle , polnischen Ideale mit- :s Kalischer rtreter, daß eziehung za Volkes zu M abseits r lebhaftem len weitere m gehalten, QiHium vorr Rabbiner nten eingeläf!;traße 3 il. 27946 chäfte reicht wurde, entstand im Saal ein großer Tumult; besonders heftig protestierte dagegen der Qombiner Rabbiner, der mit dem Verlassen der Versammlung drohte. Der Antrag wurde jedoch mit Stimmenmehrheit angenommen. In der Nachmittagssitzung am 3. Dezember wurde die Versammlung von dem Lodzer Rabbiner geleitet, der in einer längeren Begrüßungsrede u. a. die Schädlichkeit der assimilatorischen Bestrebungen und die Notwendigkeit ihrer Bekämpfung betonte. Die Sitzung war vornehmlich Organisationsfragen der polnischen Rabbiner zum Zwecke der Hebung ihrer materiellen Lage und ihres Ansehens beim Volke gewidmet. Am zweiten Tage wurden die Beziehungen der Rabbiner-Organisation zur jüdischen Gemeinde besprochen und eine Revision der Verordnungen vom 1. November eingehend behandelt. Außerdem wurde über die Stellung der Rabbiner zu den religiösen und nationalen Fragen debatiert. Gegenüber dem von vielen Rabbinern vertretenen nationalen Standpunkt ^behauptete Dr. Karlebach, daß die jüdische Gemeinde ausschließlich auf religiöser Basis aufgebaut werden müsse. Der Gombiner Rabbiner beantragte, daß die jüdischen Gemeinden einen bestimmten jährlichen Betrag für die Palästina-Kolonisation beisteuern sollen. Die Rabbiner, sagte er, müssen die Führer auf dem Wege zur Renaissance des jüdischen Volkes und seines Landes sein. Auch andere Rabbiner traten für eine Unterstützung der zionistischen Bestrebungen ein. Am dritten Tage wurden sehr lebhaft allgemeine Erziehungsfragen, besonders aber die Schaffung von Forbildungskursen für Rabbiner erörtert. Einige Rabbiner wiesen auf den starken Verfall der Autorität der polnischen Rabbiner hin und bezeichneten als das einzige Mittel zur Beseitigung ditesfes Mißstandes die Einführung mehr weltlichen Wissens für die Ausbildung der Rabbiner. Nach einem heftigen Protest mehrerer Rabbiner gegen diese profanwissenschaftlichen Kurse, wurde in geheimer Abstimmung beschlossen, diese Frage der zu wählenden Verwaltung der Rabbiner- Vereinigung zur Behandlung zu überlassen. Die letzte Sitzung war Volksbildungs- und Erziehungsfragen gewidmet. In Anbetracht der bevorstehenden Einführung des Schulzwanges in Polen wurde von einigen Rabbinern die Befürchtung ausgesprochen, daß, wenn die Chedarim den neuen Verhältnissen keine Rechnung trügen, sie mit der Zeit völlig verschwinden könnten. Es wurde daher beschlossen, auch diese Frage der Verwaltung der Rabbiner- Organisation zu übergeben. Ferner wurde beschlossen, für die Behandlung allgemeiner Erzieungsfragen, für die Beziehung der Chedarim zu den Talmud-Thoras und Jeschibath usw. eine spezielle Kommission zu bilden. Dr. P. Kohn teilte mit, daß die polnische Regierung die Absicht hege, Bitdungskurse für jüdische Lehrer auf Staatskosten zu veranstalten. Für die Verwaltung des Rabbinerverbandes wurden 23 Rabbiner gewählt. Zum Schluß wurde noch die zionistische Frage behandelt, wobei mehrere Rabbiner u. a. betonten, daß diese Frage nicht eine Parteifrage, sondern eine solche des ganzen jüdischen Volkes bilde. Mit dem begeisterten Ruf „leschana habaa bejeruscholaim“ wurde die Konferenz geschlossen. Offener Brief an die jüdischen Kinder. Meine lieben kleinen Freunde! An Euch alle, an Isa, Hanna und Brüdi, an Armand, Marcel, Anny und Rachel, an Mark, Therese und Josef, an Achim und die kleine Miriam, auch an Salomon und Emmanuel, an die jüdischen Wandervögel und Blau-weiß-Jungen und -Mädchen und alle meine vielen jungen Freunde und Freundinnen schreibe ich heute. Ihr sollt mit mir einen Spaziergang machen nach Jerusalem! Es ist vor Abend. Die Sonne geht unter und niemals ist Jerusalem schöner als zu dieser Zeit. Die runden Dächer der Häuser, die Zinnen und Tore der alten Stadtmauer leuchten wie Gold, über den Bergen liegt ein Schleier, den Feenhände aus den zartesten rosa, blau und lila Farben darüber gebreitet haben. Niemals habt Ihr so etwas schönes gesehen und Euer Herz klopft vor Freude und Entzücken. Wir wollen aber noch mehr sehen und treten durch das Jaffator in die alte Stadt ein. Nun wird es schon finster. Der Zionsberg mit dem Turm Davids ragt nur noch dunkel vor uns auf. Die Gäßchen werden eng. Da hören wir ein jämmerliches Weinen und bleiben erschrocken stehen. An die Mauer eines Hauses gedrückt, liegt ein Bündel. Wir treten näher und sehen, daß es ein Kind von vielleicht 5 Jahren ist, in zerrissene und schmutzige Fetzen gekleidet. Neben ihm sitzt ein etwas größerer Junge und wimmert leise in sich hinein. In der Hand hält er eine Maiskolbe, deren leeren Stiel er abnagt. Und wir erfahren nach vielen Fragen, daß diese Kinder keinen Vater und keine 9ICunchen, SSRcutimiliamtr it. J^hjjfinge^tSQiStixk nächst ySmenpkt^ ^healecg/äsee, ^etdsfechce, StMbuIhz. Ckhmdi voUendßte Saeugnlsse decmdeomCkigenoptlA