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Das jüdische Echo · 1917-11-30 · 48 (30.11.1917) · p. Seite 519

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
4 (1917)
Issue
48 (30.11.1917)
Date
1917-11-30
Page
Seite 519 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 48 Das Jüdische Echo 519 Hs JUljnntint Siibifftir Erattbrntjauü jfowK-Jflrr i« Ittnffllmt “"J“ örgantfotton rein europöifc^ SfotterfjöuferfürAnfte&enbe ©efdjäftstettung: Frankfurt o.9H. #öd)fte Anerkennung oller 35eprben S|5oftf(^e&konto 9lr. 7785 3tfcft. o. Al. Aufnahme unterfcfjieöslos für Alle #ält fid) für geroiffenkafte Uehernokme oon Stiftungen empfohlen! SSetten — 3immer — Soweit — ©ebenfetofel — Stiftungen. Alan forbere bie ^Bebingungen ein. Briefe jn ridjten no<k SRöberbergraeg 63. während die anderen 500 Lohnarbeiter in den judäischen Pflanzungskolonien sind. An die Gemüse- und Ackerbaugruppen sollen einjährige Betriebskredite. ferner an Kolonisten in Judäa Arbeits- (bezw. Lohn-) Kredite bewilligt werden. Gemüsebaugruppen befinden sich in Metula, Sarona, Javneel, Migdal, Merchawijah. Hederah, Petach-Tikwah, Rehovoth und Nachlath-Jehudah (bei Rischon), Ackerbaugruppen in Chamarah, Machnaim, Sarona und Kerkur. Bei den Ackerbaugruppen werden sich einige Kolonien und der Palästina-Arbeiterfonds bezw. die Arbeiter selbst mit Inventar und Betriebskapital beteiligen. Böi Iden Gemüsebaugruppen in Galiläa und Judäa ist der Anteil der Mädchen sehr stark und der Betriebsvorschuß soll zumeist vom JNF gewährt werden. In Judäa erscheint es am zweckmäßigsten, Arbeitsgelegenheit durch Kreditgewährung an die Kolonisten zu schaffen, die sich infolge der Krise größte Beschränkung in der Wirtschaftsführung auferlegen. Mehr als 800 Lohnarbeiter in Judäa sind ohne dauernde Beschäftigung. Nach der Ansicht der Arbeiter-Organisation müßte für 500 Arbeiter gesorgt werden. Ein beträchtlicher Prozentsatz der Arbeitslosen sind Evakuierte, so in Petach-Tikwah 185 von 530. Der JNF hat beschlossen, sich an diesen Notstandsarbeiten mit 100 000 Franken in Gold zu beteiligen, und zwar aus den für diesen Zweck einfließenden Mitteln, deren erhebliche Vermehrung in nächster Zeit erwartet werden darf. Der Anteil des JNF soll vornehmlich zur Deckung des Gesamtb/edarfes. der Gemüsebaugruppen dienen, weil die Förderung dieses Produktionszweiges für die Lage der Gesamtbevölkerung von größter Wichtigkeit ist. Der Rest ist für die Arbeitskredite in Judäa bestimmt. Es wird auch dafür gesorgt, daß verschiedene Sämereien aus Deutschland und Holland nach Palästina geschickt werden, um den Gemüsebau in größtmöglichem Umfange durchzuführen. Unbeschadet der Propaganda in den meisten Ländern, Kapitalien für eine großzügige Siedlungsarbeit nach Friedensschluß .aufzubringen, obliegt den Palästinafreunden die unabweisbare Aufgabe, durch Notstandsarbeiten den opferfreudigen Pionieren zu Hilfe zu kommen und damit gleichzeitig die Grundlage für die künftige kolonisatorische Tätigkeit zu festigen. Wir bitten unsere geschätzten Leser, bei Einkäufen unsere Inserenten gefl. zu berücksichtigen. Weit-Echo Herrenhaus und jüdische Vertretung. Zu der Reform des Herrenhauses erhebt das „Frankf. Israelitische Familienblatt“ im Hinblick auf die Mitteilung, daß die protestantische und katholische Geistlichkeit, alter Übung entsprechend, ihre Vertretung beibehalten soll, die Forderung, daß auch der Judenschaft eine Vertretung zugebilligt werde, nach dem Vorbilde Elsaß-Lothringens. wo ein jüdischer Geistlicher, nach der Wahl der jüdischen Landeskonsistorien der Oberrabbiner von Metz, Mitglied der Ersten Kammer ist. Die Thoratreuen auf dem Friedenskongreß!. In einer am 21. ds. Mts. stattgehabten Plenarsitzung des „Agudas-Jisroel“-Komitees wurden auf Grund der schon seit einigen Monaten geleisteten Vorarbeiten Maßnahmen beschlossen, um die Vertretung der thoratreuen Judenheit auf dem Friedenskongreß in zweckmäßiger und wirksamer Weise zu ermöglichen. Die Grundzüge eines den Interessen der thoratreuen Massen des Ostens entsprechenden Programms, das sowohl die Palästinafrage als auch die Rechtsstellung der Juden in der Diaspora umfaßt, sollen zunächst von den orthodoxen Organisationen in den einzelnen Ländern beraten und alsdann einer nach einem neutralen Lande einzuberufenden Konferenz unterbreitet w<erdein.i Nacht Fertigstellung des Programms bleibt die rechtzeitige Fühlungnahme mit den anderen Gruppen der Judenheit zwecks möglichster Verständigung über einzelne gemeinsame Postulate Vorbehalten. Die Juden in den Fakultäten. In einem Aufsatz über die Katholiken an den preußischen Hochschulen verzeichnet die „Germania“, daß der Anteil der Juden wohl in der juristischen Fakultät gestiegen ist (von 9,8 Proz. auf 11,2 Proz.); in der medizinischen (18,5 Proz. auf 12,6 Proz.) und der philosophischen Fakultät (5,2 Proz. auf 2,7 Proz.) dagegen isit er bedeutend gesunken. Von den 1912/13 für reif erklärten 9939 Primanern und Extraneern waren nach dem Bekenntnis 6552 (65,9 Proz.) evangelisch, 2866 (28,8 Proz.) katholisch und 521 (5,3 Proz.) jüdischen oder anderen Bekenntnisses. Geheimer Rat Karewski als Nachfolger von Professor Israel. Zum Direktor der chirurgischen Abteilung des jüdischen Krankenhauses in Berlin ist an Stelle des zurückgetretenen Professors Israel Geheimer Sanitätsrat Professor Dr. F. Karewski, der langjährige Leiter der chirurgischen

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