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Das jüdische Echo · 1917-10-26 · 43 (26.10.1917) · p. Seite 468

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
4 (1917)
Issue
43 (26.10.1917)
Date
1917-10-26
Page
Seite 468 (sequence 4)
Language
German
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468 Das Jüdische Echo Nr. 43 ßeöenhet öes ßilfswerhes f für paläjtina! 2 O Sobald in Palästina die ersten Winter- # O regen niedergehen, wird die Not der Ob- £ 9 dachlosen ins Unermeßliche wachsen. Zu £ Hunger und Seuchen gesellt sich dann £ noch die Not der Nässe und Kälte! a 2 Helft! 2 O Spenden aus Bayern sind zu richten an £ £ das Bankhaus J. L. Feuchtwanger,^ a München, Postscheckkonto 552. sehen Regimentes in England seitens einer Reihe von zionistischen Persönlichkeiten und Gesellschaften Englands lebhafter Widerspruch erhoben habe. Die „Frankfurter Zeitung“ selbst gibt nunmehr in ihrem Morgenblatt vom 19. Oktober diese Proteste wieder. wenn die Läden am Sabbat und jüdischen Feiertagen offen bleiben, dagegen am Sonntag schließen.“ — Das Bedauerlichste an der Sache ist, daß die Jüdische Hilfsgesellschaft, statt sich zur Wehr zu setzen, auf die Forderung einging. Die jüdischen Mannschaften in Palästina erhielten zu den hohen Feiertagen Urlaub für Jerusalem. Die an der Gaza-Front stehenden deutschen und österreichischen Mannschaften durften die Feiertage in den benachbarten jüdischen Kolonien verbringen. In der Synagoge am Deutschen Platz und beim Mincha-Gottesdienst an der Klagemauer waren eine größere Anzahl von Offizieren und Soldaten anwesend. Anleihe der jüdischen Gemeinde. Die Warschauer jüdische Gemeinde hat nach der „Gazetta Poranna“ in .der Polnischen Landesdarlehenskasse eine Anleihe in der Höhe von P/a Millionen Mark aufgenommen. Diese Anleihe soll im Laufe von 22^2 Jahren getilgt werden; zur Sicherung hat die Gemeinde besondere Obligationen herausgegeben. Die Not der jüdischen Bäcker. Dem „Israelit“ wird aus Warschau berichtet: „Mit dem Übergange der Bäckereien in die städtische Regie wurde ein ungeahntes Verhängnis auf die jüdischen Bäckereien herabbeschworen. Im ganzen sind drei jüdische Bäckereien von der Stadt mitübernommen worden, in denen insgesamt 90 Juden beschäftigt sind. Von diesen verlangt der Magistrat kategorisch die Einführung der vollständigen Sonntagsruhe auf Kosten der Sabbatruhe. Da diese Verordnung angeblich mit Rücksicht auf die Kontrolle erlassen wurde, so beantragten die jüdischen Bäcker unter Hinweis auf den schweren Gewissenszwang, den sie enthält, die Aufsicht in den drei Bäckereien jüdischen Kontrolleuren zui übertragen. Darauf ging aber das Bäckereiamt nicht ein und genehmigte lediglich, daß die jüdischen Bäckereien am Sabbath feiern, d. h. nur 5 Tage in der Woche arbeiten sollen, was wiederum eine schwere wirtschaftliche Schädigung der jüdischen Bäcker bedeutet. In einer allgemeinen Versammlung der jüdischen Bäckereiarbeiter wurden in einem Memorandum die berechtigten Wünsche der jüdischen Bäcker niedergelegt. Die Petition wurde dem Magistrat überreicht, dessen Entscheidung noch aussteht. Es ist zu erwarten, daß auch das Rabbinat die nötigen Schritte in der Sache tun wird. Leider läßt es auch die Brotsektion des Magistrats an Verständnis und Entgegenkommen gegen die jüdische Bevölkerung vollkommen fehlen. Der Jüdischen Hilfsgesellschaft, die um Überweisung von Brot zu ermäßigten Preisen für die von der Gesellschaft erhaltenen billigen Läden eingekornmen war, wurde von der Sektion der Bescheid, daß die Bitte nur dann gewährt werden könne, Der Friedensvorschlag der neutralen Sozialisten. Der Wortlaut der Kundgebung, die die sozialistischen Parteien auf der Stockholmer Konferenz beschlossen haben, liegt jetzt den holländischen Blättern vor. Das Organisationskomitee der Sozialistenkonferenz in Stockholm hat danach, wie bekannt, seine Mitglieder aus den Parteien der neutralen Länder ersiucht, einen konkreten Vorschlag zu formen, dem sich alle Parteien anschließen können. Die daraufhin von den Beauftragten abgefaßte Denkschrift fordert als allgemeine Bedingung u. a.: internationale Lösung des jüdischen Problems auf Grundlage der persönlichen Selbständigkeit in den russischen Bezirken, in Österreich, Rumänien und Polen, wo die Juden in kompakten Massen verbreitet sind, und Schutz der jüdischen Kolonisation in Palästina. Die Bewegung „Pro Israel“. Die Vereinigung „Pro Israel“ in Italien, in der sich hervorragende christliche Persönlichkeiten vereinigt haben, um die Wahrnehmung der jüdischen Interessen auf der Friedenskonferenz zu erwirken, hat eine planvolle Aktion eingeleitet, um sich in eine internationale Organisation mit Zweiganstalten in verschiedenen Ländern zu verwandeln. In der Schweiz wurden in Genf und Lausanne Vereine „Pro Israel“ begründet. Auch in Frankreich, England und Amerika sind gleichartige Organisationen in Bildung begriffen. Das angesehene holländische Tagblatt „Das Allgemeine Iiandelblad“ publiziert in seiner Nummer vom 17. Oktober einen Artikel, worin zur Bildung einer holländischen Gruppe „Pro Israel" auf gef ordert wird. Der Organisation gehören in Italien führende Humanisten und Intellektuelle wie Pietro Bon- Kostümfabrik F. u. A. Diringer München, Herrnsftraße 23, Hochbrückenstraße 13 kftnigl. bayer., königl. Württemberg , grossberzogl. badiaebe Hoflieferanten Bankkonto: K. Filialbank, München und Bankhaus Martini u. Simader, München. — Postscheckkonto: Nr. 3613 München. Telegramm-Adresse: „Diringer München*. — Telephon-Nr : 21774, 21775, 21776. Grobto Fabrik und Verleih anstatt tfloser Art In Deutschland. Vorrat von über 60000 Kostümen aus allen Zelten u. allen Landern. Getrennte Herren-, Damen-, Kinderu. Militär-Abteilungen. Reiches Lager In Waffen und Ausrüstungen. Vollständig neuzeitlich eingerichtet und umgebaut. Spezialität: Ganze Ausstattungen für Theaterstücke u. Filmaufnahmen Spezialkataloge stehen auf Wunsch kostenlos rur Verfügung. “Tj®® __

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