Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 39 (28.9.1917)
- Date
- 1917-09-28
- Page
- Seite 429 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 39 Das Jüdische Echo 429 'r di«ser Über. v°" Qebsatte Ch/n Verba „dem vong ® «i der Fr 1 bedroht l?eral z. d. foherungfo ^ktem Pa: orals v. i 'mnien. f der Revo Ausgabe eii ausgrehalte: erfindet i tändigimgsi Hetzmeth her Weise Kfriedens im Qeger Deutschlai Artikel bi 3‘‘ Der I :hes Ges Krieg und die er kam istagsmehrheii Was ist da stag haben ja einen Judenuden gemacht n gehört? - sgezeichnetem erschienenen wählen“ die den Zabernweiter an die das Land gelte Reichstag sei, weil Hirt habe, die i fördern.,, )iksmund als gekennzeichnen Parteien Reichsgrünen abgefeimt und Sicherechnet dieser lfluß auf das ken wie der Ein bayerischer Zionistentag. Der zionistische Gruppenverband Bayern beabsichtigt im Laufe des Herbstes einen Zionistentag in München einzuberufen. Zionisten und Interessenten in bayerischen Städten, die an dieser Tagung teilzunehmen wünschen, werden ersucht, so bald wie möglich ihre Adressen anzugeben und in ihrem Bekanntenkreise auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen. Der Vorstand der zionist. Ortsgruppe München. Jakob Frankel. München, Tattenbachstr. 8. Welt-Echo Antisemitische Hetzereien. Die „München- Augsburger Abendztg.“ veröffentlicht in ihrer Nr. 505 vom 25. September folgende Mitteilung: Seit einiger Zejt werden in München an einzelne führende Persönlichkeiten und an die Schriftleitungen in Maschinenschrift hergestellte Hetzgedichte versandt, die in kläglichen Reimereien unbegründete Vorwürfe und Verleumdungen gegen unsere israelitischen Mitbürger enthalten. Der gemeine Feigling, der diese Pamphlete vertreibt, hütet sich, seinen Namen zu nennen und vermeidet in der Art seiner Schandbriefe sorgsam alle Anhaltspunkte, die zu1 seiner Entdeckung führen könnten. Wenn nun auch jeder vernünftige Empfänger diese Briefe möglichst ungelesen in den Papierkorb werfen wird, so muß doch gegen diesen Versuch, den Burgfrieden zu stören und das Gift der konfessionellen Hetze bei uns zu verbreiten, entschieden vorgegangen werden. Hoffentlich gelingt es, des feigen Pamphletisten habhaft zu werden, und ihm die nach dem Kriegszustandsgesetze (Art. 4 Ziff. 2) vorgesehene Gefängnisstrafe zu sichern. Wir haben in der Jetzigen und kommenden Zeit wirklich allen Anlaß, konfessionellen Reibereien und Hetzereien mit allen Mitteln entgegenzutreten. Durch amtliche und private Statistiken ist festgestellt, daß Katholiken, Protestanten, Israeliten und Freireligiöse sich an der Front und daheim durch ihre vaterländischen Leistungen und Verdienste in keiner Weise unterschieden haben, also höre man endlich im öffentlichen und privaten Leben auf, konfessionelle Unterschiede und Scheidewände aufzurichten, die der Gesamtleistung unseres Volkes nur schaden. Anfragen des Abgeordneten Werner, Im Reichstage ist wiederum eine ganze Anzahl kleiner Anfragen von Abgeordneten eingegangen. Die meisten hat auch diesmal der Antisemit Dr. Werner (Gießen) gestellt. Im Anschluß an die Pressemeldung, c(aß bei der Verwaltung von Ober-Öst eine besondere Abteilung für jüdische Belange eingerichtet worden sei^fragte er. ob und in welcher Weise auch die Rechte der in Öber-Ost wohnenden deutschen Volksgenossen gewahrt würden. Unter Hinweis auf ein Rundschreiben der jüdischen Großloge für Deutschland, das die Beschäftigung polnisch-jüdischer Arbeiter als Wanderarbeiter in der deutschen Industrie propagiert, nachdem bereits gute Erfahrungen damit gemacht worden seien, fragt Dr. Werner, wie sich der Reichskanzler zu einer Abschließung der bisherigen Reichsgrenzen gegen jüdische Zuwanderung stelle. Ferner fragt er, was aus der sogenannten konfessionellen Statistik geworden sei und wie sich der Reichskanzler zu der Bevorzugung der Juden bei den Kriegsgesellschaften stelle. Ein Ehrentag des Berliner „Bar-Kochba“. Unter strahlend blauem Himmel wurden am 5. August im Stadion im Berliner GrunewaM die deutschen leichtathletischen Kriegsmeisterschaften ausgetragen. Die Wettkämpfe schlossen mit Staffetten, deren Verlauf von der fünftausendköpfigen Zuschauermenge mit höchster Spannung verfolgt wurde. Zu den Mannschaften, die 7 der bekanntesten Turn- und Sportverbände zur Olympischen Jugendstaffette stellten, hatte sich kühn der „Bar- Kochba“ gesellt. Breitester Öffentlichkeit galt es, stolz zu zeigen, welch reiches Können junge Juden entfalten, die ihr Leben dem freudigen Kampf für die Wiedergeburt jüdischer Volkskraft weihen. Der Startschuß ertönt. Der Bar-Kochbaner liegt an letzter Stelle. Langsam arbeitet er sich heran, und unter tönendem Zuruf reißt unser Schlußmann 150 Meter vor dem Ziel die Führung an sich, um mit sicherem Vorsprung als erster das Ziel zu erreichen. „Bar-Kochba“ hat vor den bekannten deutschen Sportvereinen „Charlottenburger Turngemeinde“ und „Teutonia“ gesiegt. Wir beglückwünschen aufs herzlichste die Jugendmannschaft des „Bar- Kochba“, die so erfolgreich den jüdischen Farben Lorbeeren errungen. (Jüd. Rundschau.) Anerkennung der „lairaelitlschen“ 'Nationalität in Österreich. Im Zusammenhang mit dem neuen!Hebräischer Unterricht! Herren und Damen, die an einem hebräischen Unterrichtskurs teilnehmen wollen oder hebräischen Eihzelunterricht nach moderner Methode wünschen, werden gebeten, dies der Redaktion des „Jüd. Echos“ mitzuteilen. ifeberseugen <5i'e ftd? durch eine kostenfreie Probenummer oder besser noch durch einen Probeband für 80 Pfennige von der Vielseitigkeit der humoristisch - satirischen Kunstzeitschrift »JUGEND*. Jede Nummer bringt neben ausgezeichneten Beiträgen in Poesie und Prosa der namhaftesten Schriftsteller auch eine große Anzahl künstlerische Vierfarbendrucke nach Werken erster Meister. Auch die politischen Vorgänge werden ln einer eigenen Beilage eingehend behandelt. Die große Anhängerschaft der Münchner JUGEND‘ drückt sich am deutlichsten in der wöchentlichen Auflage von über 100000 Exemplaren aus. Vierteijahrespreis.M. 5.50 durch die Feldpost..M. 6.—■ pro Monat.M. 2.— Bestellungen nimmt die nächstgelegene Buchhandlung, Zeitungsexpedition, jedes Postamt oder der Unterzeichnete an. Verlag der „JUGEND“, München Lessingstraße 1