Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 31 (3.8.1917)
- Date
- 1917-08-03
- Page
- Seite 345 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 31 Das Jüdische Echo 345 ehmigung der ine große Pan. Die Sarara- Ioner Zentralsher den Bein allen en vom nds erlassen, Landau, r. Ch. Weila- >ter des rrste größere wiesen vor )er Wunsc en Teil ar;hmen, laf rg von .New York. ndon wird durch dasF de, ob er ei ■mitischen A haoe und e •den Unrul d die Zahl '‘derte. daß n Einzelhei;ur unnötig, ng abzuget;ei unterdrii : nicht, daß fließ vor eini von L. er arabischen estimmung der de Juden aus- Teistungen sie r Bestimmung e der Spende -f ausgesetzte setzte sich die ür die Sammein. E ist ihr er Universität richtung eines .rabischen zu Die Zahl der weiblichen Delegierten wird jedoch zweifellos erheblich größer sein; denn es kommen die Delegierten aus anderen Städten und die Vertreterinnen der nationalen Frauen-Organisationen hinzu. Mehr als 200 000 jüdische Frauen Amerikas, die bisher keiner jüdischen Organisation angeschlosssen waren, haben sich in die „Frauen-Organisation für den amerikanisch-jüdischen Kongreß“ eintragen lassen. Die Tätigkeit dieser Organisation beschränkt sich nicht auf New York; in 103 Städten sind Zweigvereine gegründet worden. Eine aktive Propaganda wird geleistet, Literatur wird verbreitet, Vorträge und Volksversammlungen werden veranstaltet, eine Preß-Kampagne wurde unternommen. Grusinische Juden. Die bekannte Gesellschaft der Freunde der hebräischen Sprache, die ihren Namen nunmehr in „Tarbuth“ (Kultur) verwandelt hat, hat in Moskau ihre erste Volksversammlung mit einem interessanten Bericht über die grusinischen Juden abgehalten. Der Referent, der Rabbiner Baasow aus Oni. Grusien, sprach in einem fließenden, schönen Hebräisch, das den Beifall des Publikums in hohem Maße gefunden hat. Der Referent schilderte ausführlich die Geschichte der Juden in Grusien, die nach den Landes-Überlieferungen nach der Zerstörung des Tempels in das Land einwanderten und durch Jahrhunderte hindurch sehr lebhafte Beziehungen mit Palästina und Babylonien unterhielten. Im Mittelalter sind dank der Judenmission, die von einem getauften jüdischen Mädchen, die heilige Nina, eingeleitet wurde, 50 000 Juden zum Christentum übergetreten. Allmählich sind die Juden in Grusien zu Sklaven der Landesfürsten verwandelt worden. Trotz aller Verfolgungen ist der größte Teil der Juden ihrem Glauben treu geblieben und treu ihrer nie verlöschenden Anhänglichkeit für Palästina. Gegenwärtig sei die Zahl der Juden in Grusien auf 50—60 000 zu schätzen, die in verschiedenen Orten des Kaukasus wohnen. Bedauerlicherweise ist die Zahl der jüdischen Analphabeten unter ihnen sehr groß. Der Referent appellierte an das befreite russische Judentum, das Schicksal der entfernten Brüder in ihre Hand zu nehmen, um die grusinischen Juden einer glücklichen Zukunft entgegenzuführen. Hebräische Schauspielkunst. Die vor etwa einem Jahre in Moskau errichete Schule für hebräische Schauspielkunst „Habimah“ hat Anfang Juni ihre ersten Absolventen entlassen. Im ganzen sind 12 Schüler als dramatische Schbuspieler entlassen worden, unter ihnen einige, die auf der russischen und polnischen Bühne bereits einen Namen haben. Schulwesen in Lublin. Auf eine Anfrage des k. und k. Generalgouvernements in Lublin, wie sich der Staatsrat die Ausgestaltung des Schulwesens LUDWIG MURR Damenfriseur SPEZIAL-DAMEN - SALON NÜR FÜR DAMEN Residenzstrasse 17/1 SALON FÜR DAMEN ÜND HERREN Parkhotel Majdmiliansplatz 21 SPEZinm AT: Künstlerisch ausgeführte ERSATZ- FRISUREN, dem natürlichen Haaransatz Voll u. ganz angepaßt für die jüdische Bevölkerung denke, wurden in der letzten Sitzung folgende Beschlüsse angenommen: 1. Für jüdische Kinder werden, wenn eine genügende Anzahl von Anträgen seitens der Eltern gestellt wird, besondere Klassen mit Einhaltung der Sabbathfeier eröffnet. Der Sonntag soll für den Religionsunterricht bestimmt sein. 2. Cheder, Talmudthora und andere konfessionelle Schulen werden als Privatschulen angesehen, wenn obligatorischer Unterricht im Polnischen und die polnische Unterrichtssprache für Elementarfächer eingeführt, und wenn diese Schulen der allgemeinen Schulaufsicht unterstellt werden. 3. Die Abteilung für Kultus und Unterricht beim Vorläufigen Staatsrat hat demnächst Maßnahmen zur Ausblidung der jüdischen Religionsschullehrer zu treffen. Literarisches Echo Kaiserworte ausgewählt von Dr. Friedrich Everling, verlegt bei Trowitsch & Sohn, Berlin. Geb. Mark 2.50. Hebräisch-wissenschaftlich-literarische Monatsschrift. Anfangs September (erscheint im jüdischen Buch- und Kunstverlag Max Hickl, Wien VIII., Lerchengasse 6 a, eine hebräisch-wissenschaftlich-literarische Monatsschrift. — Schriftsteller und Interessenten werden gebeten ihre Adresse Herrn Redakteur Max Hickl, Wien VIII., Lerchengasse 6a mitzuteilen. Feuilleton Über die ehemalige Judengemeinde in Nürnberg. Von Lor. Fried. Richter, Gymnasialprofessor zu Erlangen. In Bezug auf die erste Erscheinung der Juden in Nürnberg weisen wir die Behauptungen derer zurück, welche sie die Stadt an den belagernden Kaiser Heinrich V. im Jahre 1105 verraten lassen, da ja dies Städtchen auf Heinrichs IV. ausdrücklichen Willen an dessen Sohn durch Vertrag überging. Folglich wurde es auch damals nicht verbrannt, noch die Einwohnerschaft teils niedergehauen, teils versprengt, noch den allein zurückgebliebenen Juden dadurch Gelegenheit gegeben, die Stadt für sich wieder aufzubauen und mit uneingeschränkter Freiheit die schönsten und gelegensten Plätze sich selbst zur Synagoge und zu Wohnungen anzueignen. Diese aus der Luft gegriffene Beschuldigung der ältesten Chronisten Nürnbergs bezeichnet uns bloß die feindselige Stimmung der damaligen christlichen Bevölkerung der Stadt über den schneller wachsenden Wohlstand der Juden, die sie doch nach ihren fanatischen Ansichten als unter dem Fluch begriffen jedes äußeren Glückes für unwert hielt. Hiebei kam jenen Chronisten bei ihrer willkürlichen Annahme eines sehr hohen Altertums der Stadt, z. B. ihrer Erbauung durch' Drusus Nero usw. auch der Umstand zu statten, daß sie die fehlenden schriftlichen Urkunden aus den Zeiten vor Christi Geburt glücklich konnten in Rauch aufgehen lassen, so daß die beiden steinernen, der Nerosturm und Dianentempel, als stumme Zeugen allein übrig blieben. Man muß daher richtiger als Zeit der Ansiedlung der Juden in Nürnberg die beiden großen ersten