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Das jüdische Echo · 1917-05-25 · 21 (25.5.1917) · p. Seite 237

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
4 (1917)
Issue
21 (25.5.1917)
Date
1917-05-25
Page
Seite 237 (sequence 5)
Language
German
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Nf. 21 Das Jüdische Echo 237 Benützung der Einrichtungen (Gebäude. Maschinen), der Arbeitskräfte und Leitungspersonals erzielt werden. b) Gemüsekonserven erfordern keinen Zusatz von Zucker, wodurch das erforderliche Betriebskapital verringert und eventuelle Schwierigkeiten des Imports von Zucker vermieden werden. c) Gemüsekonserven lassen Aussichten auf Massenabsatz an Heeres- und Flottenverwaltungen zu. sowie die Erlangung von Vorbestellungen für die Lieferung bedeutender Quantitäten an andere Organisationen, die für Massenspeisung zu sorgen haben. Im einzelnen bietet in Palästina namentlich die Verarbeitung der folgenden wichtigsten Gemüsearten gute Aussichten: 1. Tomaten. Die Verwertung der Tomate, besonders als Püree, gewinnt mit jedem Jahre immer größere Ausdehnung in allen Ländern, in denen die Tomate gut gedeiht. Palästina gehört, wie Italien, Spanien usw. zu jenen Produktionsgebieten der Tomatenfrucht, die die höchsten bekannten Erträge zu erzielen vermögen. Neben dem Püree bürgern sich immer mehr im allgemeinen Konsum verschiedene Tomatensaucen, Tomaten Katchups mit Gewürzzusätzen, Tomatenpasten usw. ein. 2. Kürbis. Das Kürbismark wird heute in ausgedehnter Weise zur Herstellung von Marmeladen und marmeladenähnlichen Produkten verwendet. Dort, wo man, wie in Palästina. Kürbis außerordentlich billig erzeugen und Kürbismark dementsprechend billig herstellen kann, ist letzteres sehr wertvoll als Füllmaterial für billige Konsummarmeladen. 3. M e 1 o n e n. Wo Melonen billig zu haben sind, wie es wiederum in Palästina der Fall ist. läßt sich das Melonenmark ähnlich wie das Kürbismark verwerten. 4. Rhabarber. Die Rhabarbermarmelade gehört gegenwärtig zu den weniger bekannten Handelsartikeln. Jedoch wird der Rhabarber, dessen Kultur in Palästina eine äußerst ergiebige werden kann, zweifellos für gemischte Marmeladen und marmeladenähnliche Produkte eine mehr lukrative Verwendung finden. Mit etwas Gewürz (Zimt, Vanille und dgl.) stellt man mit Hilfe des sehr leicht zu erzeugenden Rhabarbermarkes ein schön aussehendes, sehr schmackhaftes und gesundheitlich ganz besonders bekömmliches Produkt her. 5. Eierfrüchte, Gemüsepfeffer, Barn i j e in Tomatensaucen resp. in Öl. Die Zubereitung dieser südlichen Gemüsearten nach griechischem, bulgarischem oder sonstigem orientalischem Geschmack ist in südlichen und orientalischen Ländern als Volksnahrungsmittel sehr verbreitet und wird bei entsprechender Propaganda auch in europäischen Konsumzentren gebührende Anerkennung als höchst bekömmliche Nahrung finden. Die als Zusatz zu verwendenden Materialien — Tomaten und öl — brauchen in Palästina nicht importiert zu werden. 6. Bohnen, Erbsen, Spinat usw. Alle in Europa zum Konservieren (in Blechdosen, Krügen, Gläsern) und Einlegen (in Salz, Essig) verwendeten Gemüsearten können mit dem größten Erfolge auch in Palästina verarbeitet werden. Wird eine Konservenindustrie auf der kommerziell gesunden Grundlage der Verarbeitung möglichst mannigfaltiger Rohprodukte ausgebaut werden, so wird sie zu Zwecken der Versorgung des Konservenmarktes auch mit den allergewöhnlichsten Gemüsearten sich in Palästina aller erforderlichen Rohprodukte beschaffen können. Außerdem ist darauf hinzuweisen, dnß das Döt> ren gewisser Gemüsearten, neben der Anwendung spezieller Maschinen, auch noch die Sonnenwärme während der absolut regenlosen Sommermonate in ausgiebigster Weise auszunützen gestattet. Die wichtigsten wenig haltbaren Fruchtarten, die in Palästina reichliche Erträge ergeben, sind: 1. Aprikosen. Die Heimat des Aprikosenbaumes ist Zentralasien. Er gedeiht ausgezeichnet in Palästina und Syrien. Seine leichte Kultur und seine frühe, sehr reichliche Fruchttragung werden ihn zu einem der rentabelsten und verbreitetsten Fruchtbäume in Palästina machen, wenn der Absatz seiner prächtigen, aber schnell verderbenden Früchte an Konservenfabriken gesichert sein wird. In der Gegend von Damaskus dienen die Aprikosen zur Herstellung einer Paste, die zu einem Volks7 nahrungsmittel geworden ist. Die Aprikose findet in den Konservenfabriken in sehr vielen Variationen Verwendung, namentlich aber für feinere Marmeladen und Jams. Ein bedeutender Handelsartikel ist das Aprikosenmark (als Halbfabrikat). Die Fabrikation des Aprikosenmarkes ist namentlich in Ungarn (Kecskemet, Nagy-Czegled, Debreczin usw.) entwickelt. Getrocknete Aprikosen (bedeutende Industrie in Persien und Nordamerika) werden zum Teil für das Einmachen, zum größeren Teile aber für Marmeladen verwendet. 2. Pfirsiche. Die Pfirsiche kommen hauptsächlich für das Einmachen in Dosen und Gläsern in Betracht, aber auch für die Konservierung durch Dörren. Der Pfirsichbaum wird in Palästina seine hohe Rentabilität, ebenso wie der Aprikosenbaum nur dann erreichen, wenn der Verkauf der zarten Früchte an die Fabriken, mehr oder weniger in der Näh eder Plantagen angelegt, ermöglicht Sein wird. 3. Quitten. Die Quitten haben ihre Heimat im südlichen Europa und gedeihen vortrefflich in Palästina. Sie finden für Marmeladen und Geleezwecke reichliche und lohnende Verwendung. 4. Feigen. Die Verwertung von Feigen durch Trocknung an Ort und Stelle ihres Gedeihens kann in Palästina zu einer ähnlichen Industrie sich entwickeln wie in der Gegend von Smyrna. Die Anpflanzung von Feigenbäumen in Palästina wird einen mächtigen Anstoß durch die Begründung, von Fabriken zur Verarbeitung von Feigen in Dauerware erhalten. Von der reichen Kategorie haltbarer, transportfähiger Fruchtarten, die in Palästina ausgezeichnet gedeihen und bei gewissen Preiskonjunkturen ihre industrielle Verarbeitung lohnend machen können, wollen wir bloß die wichtigsten erwähnen, und zwar die Orangen, Zitronen und Oliven. Die industrielle Verwertung der Orangen konzentriert sich hauptsächlich auf Marmeladen, Jams. Gelöes und Liköre. Apfelsinenkonfitüre. Orangeate (kandierte Fruchtschalen) und Orangensaft, sowie LUDWIG MURR Damenfriseur SPEZIAL- DAMEN - SALON NÜR FÜR DAMEN Residenzstrasse 17/1 SALON FÜR DAMEN (JND HERREN Parkhotel Majcimiliansplatz 21 SPEZIALITÄT: KOnstlerisch ausgeführte ER.SHTZ- FRIS UREM, dem natürlichen Haaransatz Voll u. ganz angepaßt

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