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Das jüdische Echo · 1917-05-04 · 18 (4.5.1917) · p. Seite 210

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
4 (1917)
Issue
18 (4.5.1917)
Date
1917-05-04
Page
Seite 210 (sequence 10)
Language
German
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210 Das Jüdische Echo Nr. 18 In Paris fand eine große jüdische Versammlung auf Initiative der Zionistischen Föderation statt. Der Araber Dr. Abul, Redakteur der in Paris erscheinenden Zeitschrift „El Mostambul“ erklärte: „Wir Araber sollen euch Juden besser verstehen als die europäischen Mächte. Wir sind Semiten und haben dieselben Gegner, darum möchten wir mit euch in Freundschaft leben.“ Folgende Resolution wurde von der Versammlung angenommen: „Die Juden von Paris, die sich auf die Aufforderung der zionistischen Föderation von Frankreich versammelt haben, ... beschließen mit aller Kraft für die jüdisch-nationalen Ideen, insbesondere für die Gleichstellung der Juden in den Ländern, wo sie ihnen noch versagt ist, zu kämpfen. Sie beschließen auch für( die Schaffung einer Heimstätte des jüdischen Volkes in Palästina, wo das jüdische Volk sein eigenes nationales Leben leben kann, weiter tätig zu sein.“ Phantasien der „Times“. Die „Times“ schreiben: Da die Besetzung Palästinas sich vielleicht bald verwirklichen wird, so muß man an die Zukunft denkienl Könnte Palästina nicht isoliert, internationalisiert werden, wie eine terra sancta, zum Frommen der christlichen Völker? Es könnte eine Art internationales Territorium werden, auf dem alles, was an die evangelische Geschichte mahnt, in seiner originellen Form — soweit dies noch möglich ist — aufbewahrt würde. Man könnte sogar das soziale Leben, wie es ehemals in den Städten Bethlehem, Nazareth und Jerusalem bestand, zu neuem Aufblühen erwecken... Wenn der Tempel unter den Auspizien aller christlichen Gemeinschaften erbaut werden könnte, um dem Christentum in seinem höchsen Sinne und in seiner weitherzigsten Entwicklung zu dienen, so wäre das aller Anstrengung wert. Finna Strampfer vorm. Franz Musil FEIME DRMEMSCHMEIDEREI Telephon 26186 München 5chellingstr.10 VTfW- Ohne Seifenmarken! IW~ Stück-Waschmittel SCHNEEWEISS Kriegsamtlich genehmigt. Gleicht in Größe, Form und Farbe weißer Kernseife und wird auch so angewendet. Vorzüglich für farbige und besonders für weiße Wäsche geeignet. In weißen Stücken von ca. 250 g 50 Stück 11.— Mk. 100 Stück 20.— Mk. mit Verpackung. Mustersendung nicht unter 30 Stück. Versand nach auswärts nur gegen Nachnahme. Ständige Nachbestellungen und Anerkennungen. Alleiniger Fabrikant: Sellenlabrlk Miioler, Mitten,Herrnsir.6 Öifferfafioneti 2Berfe 3c*#f Triften in 6ani><u.2HafdHncn> jafc liefert r«fd)u.Mflifi 33ud?i>rutferei 35. gelter, ^Ündjen6er30ß'2nafftr.4 Wasch- Ersatz beschlagnahmefrei ln Stücken zu 2 Pfd. 20 Pfd. 4 Mit. Hilsenbeck Tattenbachstr. 5/1, Gartenh. literarisches Echo Hoch über dem Alltag. Des Jizchok Leib Perez Chassidische Geschichten. Aus dem Jüdischen von Alexander Eliasberg. R. Löwit Verlag, Wien-Berlin. Als die „Süddeutschen Monatshefte“ ihr Ostjudenheft herausbrachten, sprach der Verfasser in der Vorrede sein Erstaunen darüber aus, daß es „so etwas“ dicht vor Deutschlands Toren gibt. Aber das, was mit diesem „so etwas“ gemeint war, nämlich das Leben des Ostjuden, wurde in dem Heft eigentlich nur in groben Umrissen skizziert, die wohl einiges von der äußeren Lebensgestaltung der Ostjuden verrieten, aber keinen Einblick in ihr Inneres, in das Verhältnis des Juden zum Juden, zu Gott, zur Natur gaben. Wollte Alexander Eliasberg das Ostjudenheft ergänzen? wollte er dem Spiegel, der das äußere Leben der Ostjuden reflektieren sollte, einen entgegenstellen, in dem die tiefsten Regungen ihres Geistes und Gemütes aufgefangen sind? Dann tat er wohl daran, daß er gerade die Chassidischen Geschichten des Leib Jizchok wählte und sie ins Deutsche übersetzte, denn in ihnen erschließt sich dem Leser eine Welt, die ihn freilich mit Erstaunen darüber erfüllen muß, daß es „so etwas“ gibt. Nämlich etwas, das so hoch über dem Alltag steht wie die Seele des Chassids, die inmitten der Enge dunkler Ghettowiinkel, vernachlässigter Gjassen, winkliger Stuben, im nüchternen Einerlei des Kleinstadttages mit seinen leidenden Typen sich emporschwingt zu einer Gottesnähe darin der Hauch des Unsterblichen in allem Vergänglichen, in Tier und Pflanze, Luft und Planeten und im (Inhaber: E. & M. Kraus) gegr. 1810 TfeeaünerstraOß 49, Eniresol gegr. isio Größtes Leseinstitut Münchens (60000 Bände) Sämtliche Novitäten belletristischen und wissenschaftlichen Inhalts in deutsch, französisch, englisch und italienisch. Operntexte leihweise — Stadtu. Landabonnement Theatinerstraße 49, Entresol (Korsethaus Lewandowskl. ■■■■■■•Han ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■*■■■■■■■■■■■■ | Elektrolyt Georg Hirtt! I Eserglestelgernd j 5 ■ 5 ■ S In jeder Apotheke erhältlich in: Pulverform S ■ (zu 0.50, 2.25 und 6 Mk.); j ■ Tablettenform (zu 0.50, 1.50 » S und 3.20 Mk.). — Literatur S ■ kostenfrei. — Hauptvertrieb und Fabrikation: 2 \ Ludwigs-Apotheke München j jj Neuhauserstr. 8. j

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