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Das jüdische Echo · 1917-05-04 · 18 (4.5.1917) · p. Seite 209

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
4 (1917)
Issue
18 (4.5.1917)
Date
1917-05-04
Page
Seite 209 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 18 Das Jüdische Echo 209;¥?" Berufsberatung für Juden. Am 24. April fand in München die konstituierende Sitzung eines Ausschusses für Berufsberatung der Juden statt. Zum Vorsitzenden wurde Herr Eugen Neustädter gewählt. Das Münchener Komitee wird im Anschluß an die Berliner Zentrale arbeiten. Näheres bringen wir in der nächsten Nummer des „J. E.“. Der amerikanisch-jüdische Kongreß. Das soeben erschienene Heft des „Juden“ bringt u. a. auch einen sehr instruktiven Aufsatz des bekannten Vorkämpfers der poalezionistischen Bewegung Leo Chasanowitsch über den jüdischen Kongreß in Amerika. Wir entnehmen diesem Aufsatz die folgenden Schlußsätze: Über die politischen Aussichten der Kongreßbewegung sich in diesem Augenblick auszulassen, wäre unnütz. Es ist die Pflicht des jüdischen Volkes, seine Beschwerden und Ansprüche vor das Forum der Völker im Augenblick der internationalen Auseinandersetzungen zu bringen. Man hofft drüben, daß es mit der wohlwollenden Unterstützung der amerikanischen Regierung gelingen werde, die Judenfrage ihres internationalen Charakters wegen zu einem Gegenstand der Friedensverhandlungen zu machen. Die amerikanischen Juden rechnen hierbei auf die Mitwirkung des europäischen Judentums. In der Tat ist es von allerhöchster Wichtigkeit, daß die jüdische Demokratie der Alten Welt, namentlich der kriegführenden Länder, nicht passive Zuschauerin des bevorstehenden Kongresses bleibt, sondern ihn sozusagen mit den nötigen Vollmachten ausstattet, in ihrem Namen zu handeln. Eine Art Kongreßbewegung müßte auch in Polen, Galizien, Rußland usw. eingeleitet werden. Die von den amerikanischen Juden geplante Wiederaufbauaktion kann von ausschlaggebender! Bedeutung für die ökonomische Entwicklung der Juden Osteuropas und Palästinas in den nächsten Jahrzehnten werden. Sich selbst überlassen, würde die von der Kriegsfurie und von dem durch den Krieg entfachten Nationalhaß heimgesuchte jüdische Bevölrung zusammenbrechen. Die in Aussicht genommene Aktion soll eine nationale, nicht eine philanthropische sein, sie soll „aristokratische Hilfe“ geben und keine Schnorrer züchten. Die Aktion kann nur bei der engsten Kooperation der Juden Amerikas mit der jüdischen Bevölkerung des gegenwärtigen Kriegsgebietes sein. Schon jetzt müssen die Vorbereitungen hierzu sowohl in Amerika als nicht minder in Europa begonnen werden. Für das Pasteurinstitut in Jerusalem ist in Wien von Frl. Clementine Mayer eine erfolgreiche Propaganda eingeleitet worden. Es wurde ein Aufruf versandt, der von 11 hervorragenden Vertretern der Medizin und der Wiener Judenschaft unterzeichnet war. Der Aufruf hat ein recht erfreuliches Ergebnis gezeitigt. So haben die Logen „Bne B r i t h“ und „Eintracht“ in Wien und die Logen „Bohemi a“ und „Prag a“ in Prag Subventionen in Aussicht gestellt. Der Präsident der Wiener Kultusgemeinde Dr. Stern brachte einen Antrag auf die Gewährung einer Subvention durch die Wiener Gemeinde ein. Auch von seiten des Baron Rothschild wurde eine Unterstützung des Instituts in Aussicht gestellt. Es wurde ein Komitee ins Leben gerufen, dem die Herren Prof. E h r m a n n, Revisor T a u s s i g, Dr. Bernfeld und Ober-Ingenieur Ackermann angehören. Ins kanadische Parlament wurde zum erstenmal ein Jude gewählt. Er heißt Berkowitsch und stammt aus Warschau. ALBERT LUDW. DAISER Atelier für Gravierkunst und Heraldik Alleiniger Edelstein - Graveur in Bayern Spezial - Lager in Petschaften aus Silber, Elfenbein, Bronze, echt Stein usw. Auswahl in Siegelringen Zu sämtlichen Gravierungen passende Steine als Carneol, Jaspis, Onyx, Amethyst, Lapislazuli usw. Stein-Camöes/Ziselieren Stahlprägestempel für Papierdruck Gold - und Silber-Gravierungen Silber-Monogramm für Lederwaren Feinste Empfehlungen ——sasa MUN<9£N'2C Waffe ALLE STEMPEL in Gummi u-Metall Qqjhlde GALERIE .LUITPOLD QT2üncfr&72L, Sfipiermerslpö Familien* Hnzeigen besonders Verlobungsu. Vermäh/ungs- Hnzeigen, Festschriften in feiner Husführung, billig Bachdruckerei ß. Heller München Herzog-Maxstr. 4 I7TTEJCfTt Kunstgeschichte (mit El. iJ El. Sh Führung) Literatur (verb. mit Lektüre) Französische, Deutsche, Englische SDrache in allen Gebieten f rh##4> Hnntvn akad. Lehrerin für Kunstgesch. L<UII& un<i ncue Sprachen v. d. Tannstraüe 15, II. Aufg. 0 r. — Sprechstunden 3—4 Uhr. •o 99 99 99 früher über 7 Jahre bei Herrn Hof-Zahnarzt Up. med. Brubacher tätig Luitpoldstraße 8 Ecke Prielmayerstr. gegenüber Warenhaus Tietz. Konservierung kranker Zähne und Wurzeln. Spezialität: Plattenloser Zahnersatz. Ganze Gebisse. Erstklassige Ausführung. »■■■■»■■■■ Zahnoperationen ■■■■■■■■■■■■ mit den neussten schmerzlosen Mitteln. Telephonische Nr. 53611. Anmeldung erwünscht. Sprechzeit nur Werktags von 9—5 Uhr. Dentist Strobel ii

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