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Das jüdische Echo · 1917-04-13 · 15 (13.4.1917) · p. Seite 169

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
4 (1917)
Issue
15 (13.4.1917)
Date
1917-04-13
Page
Seite 169 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 15 Das Jüdische Echo 169 keat. Es fragt sich nor. wie lange der Freiheitsrausch dauern wird. Andererseits mehren sich die Nachrichten über die bedrohliche Haltung der Bauern. Die „Voß. Ztg.“ meldet vom 6. April aus Stockholm: „Der Reichsduma-Kommissar für Odessa drahtet über beunruhigende Stimmung in vielen Kreisstädten des Odessaer Bezirkes. Nach den Städten Jelisawetgrad, Balta, Olgopol, Ananiew undGolta (berüchtigte 0 rte der jüdischen Pogrom e) mußten sicherheitshalber Truppenteile entsandt werden. Aus dem Gouvernement Woronesch wurde an die Zentralregierung telegraphiert, die Bauernschaft befinde sich in hoher Erregung. Sie äschere die Gutshäuser und Ökonomiegebäude Jein und erkläre, daß die' Gutsländereien nunmehr Eigentum der Bauerngemeinden seien.“ Die Petersburger „Börsenzeitung“ meldet, daß in den Gouvernements Beßarabien. Cherson und Podolien jetzt Pogrome an der Tagesordnung seien.“ Das russische Osterfest — die von den Juden besonders gefürchtete Zeit — fällt in diesem Jahre auf den 15. April. (Vergl. auch die letzten Nachrichten an der Spitze dieser Nummer.) —••«uiHlUI iinuiunu»»^ stuf ©ich fotttmf e$ an! 0age twfyt: Sfabere haben mehr (Selb unb oerblenen mehr al$ Id); bie fotfen £rteg$anfeihe seltnen! (Sage oud? nicht: 2Baä machen meine haar hunberf ober paar faufenb 3ttarf au$, ba bod) SMiarben gebraucht werben! Unb fage noch weniger: 3<b höbe fchon bei früheren Sinieihen geaeiebnef unb bamit meine Pflicht getan! 3fuf jede üttarf fommt e0 an! <S$ if! wie bei ber 3lagelung unferer ^rieg^toahraeichen; jeber einaefne ber oiefen taufenb eifernen itfägel if! winatg. Slber in ihrer ©efamfheif umfangen fTe ba$ ©ebilbe mit einem ehernen panaer. 60 mujj auch unfer beuff<be$ #aferlanb gefchuht unb gefiebert werben bureb ba$ freubige ©elbopfer ber grofien unb ber fleinen ©parer. 3ebf, in ber ©funbe ber dnffebeibung, barf feiner ärgern unb feiner fehlen! i limmm»”— Judenfrage und Friedenskongreß. Wir entnehmen diese interessanten Ausführungen dem .tfsir. Wochenblatt für die Schweiz“. Herr Ben Mose Zwi ist der Verfasser des Aufsatzes „Das holländische Judentum im Kriege“ in Nr. 11 des „J. E“. Ben Mose Zwi veranstaltet über das Thema „Judenfraee und Friedenskongreß“ eine Rundfrage unter den maßgebenden Persönlichkeiten Hollands. Da es nicht unwahrscheinlich ist. daß der Friedenskongreß im Haag abgehalten werden wird, verdienen die Äußerungen holländischer Politiker zur Judenfrage besondere Beachtung. Wir geben im folgenden eine Unterredung mit Mr. Sam van Houten wieder, der zu den markanteren Erscheinungen in der politischen Welt Hollands gehört. Sam van Houten ist der Schöpfer des noch heute in Holland geltenden Wahlrechtes, die stärkste Kraft der liberalen Partei nach Thorbecke, und übte als langjähriges Mitglied der zweiten Kammer und als Minister des Innern von 1894 bis 1987 tiefgehenden Einfluß auf die Entwicklung seines Landes aus. Aus Anlaß seines achtzigsten Geburtstages stand er vor kurzem im Mittelpunkte von Ehrungen des ganzen Lahdes.

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