Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 38 (22.9.1916)
- Date
- 1916-09-22
- Page
- Seite 347 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 38 Das Jüdische Echo 347 ©djöffl (tos ©otö gur [Kefcfctödttf! Fernleihe! Me Salbungen mit Bargetö! 3eöer üeuffche, Oer sur Verringerung Oe« SorgetOumtaufs beitrögt, ftörft Oie toirtfcfygftticfye Sroft Oes VaiertanOes. Btandjer ©eutfchc glaubt [einer oaterlänbifchen ^3flid)t oöllig genügt gu haben, wenn er, [tatt wie früher ©olbmiingen, jet)t Banknoten in ber ©elbbörfe mit fid) füljrt ober batjeim in ber Sdjublabe oerwahrt ijält. 2)as ift aber ein Irrtum. 3)ie Beicbsbank ift nämlich gefe&lid) oerpflid)tet, für je Oreiljunbert Blark an Bank» noten, bie fid) im Verkehr befinben, minbeftens Rimbert Blark in ©olb in ihren Waffen als ©echung bereit guhalten. ©s kommt aufs gleidje hinaus, ob tjunbert Blark ©olbmiingen ober breitpmbert Btark ^3apiergelb gur Beidjsbank gebradjt toerben. 2)arum tjei^t es an jeben patriotifdjen $)eutfd)en bie Blahnung rid)ten: ©djränft Oen SargetOoerfebr ein! VereOeW Oie 3ob(ungöfitten! Geber, ber nod) kein Bankkonto fjat, follte fid) fofort ein foldjes einrid)ten, auf bas er alles, nid)t gum Cebensunterhalt unbebingt nötige Bargelb [omie [eine fämtlidjen laufenben ©innaf)men eingablt. Oie ©rrid)tung eines Kontos bei einer Bank ift koftenfrei unb ber Kontoinhaber erhält [ein jeweiliges ®uthaben oon ber ‘Bank oerginft. Oas bisher übliche Berfahren, Sd)ulben mit Bargaf)lung ober ^oftanweifung gu begleidjen, barf nicht bas herrfdjenbe bleiben. Nichtig [ittb [olgenbe Berfahren: Ctrffenl, — unb bas ift bie ebelfte 3at)tungs[itte — tfhertuetfung t>ou 33ottf $u Vouf. 03ie [piett fid) biefe ab? Oer Kontoinhaber beauftragt feine Bank, ber Sirma ober ^rioatperfon, ber er etwas fdjulbet, ben fd)ulbigen betrag auf bereu Bankkonto gu überweifen. Gtatürlicb muh er feiner Bank ben Flamen ber ‘Bank angeben, bei welcher ber 3ahlungsinhaber fein Konto unterhält. Gebe größere Sirma muh baljer heutgutage auf bem Kopf ihres Briefbogens oertnerken, bei weldjer Bank fie ihr Konto führt. ^luherbem gibt eine Anfrage am Sernfpredjer, bisweilen aud) bas iMbrehbud) (g. B. in Berlin unb Hamburg) hierüber ^luffchluh- B3eih man nur, bah ber Zahlungsempfänger ein Bankkonto hat, kann aber nicht feftftellen, bei welcher Bank er es unterhält, fo macht man gur Begleichung feiner Sd)ulb oon bem Schedrbud) ©ebraud). 3tx>e\ten& £)er <3cftecf mit freut Vermerf „iflur sur Verrechnung*. 9Jtit bem Bermerk „9tur gur Berechnung" kommt gum Ausbruch, bah ber 3af)lungsempfänger keine ©im löfungen bes Schecks in bar, fonbern nur bie ©utfchrift auf feinem Konto oerlangen kann. Bei Berred)nungsfchecks ift aud) bie ©efaljr befeitigt, bah ein Unbefugter ben Scbedr einlöfett kann, ber Scheck kann baljer in gewöljm lichetn Brief, ohne ,,©infd)reiben", oerfanbt werben, ba keine Bargaljlung feitens ber begogetten Bank erfolgen barf. 9Tad) ben neuen Steuergefetjen fällt ber bisher auf bem Scheck laftenbe Sdjediftempel oon 10 ^3fg. oom 1. Oktober b. 3. an fort. ©rirtenl ©er fogenonnte Sarfcfjecf, 0. t). Oer ©checf ofrne Oen Germer! „tfur jur Verrechnung". ©r kommt bann gur ’&nwenbung, wenn ber 3ahlungsempfänger kein Bankkonto befitjt unb baher bare ^lus» gahlung oerlangen muhtoirb in bem Blähe aus bem Berkehr oerfd)winben, als wir uns bem erfetjnten 3iel nähern, bah jebermann in Oeutfdjlanb, ber 3al)lungen gu leiften unb gu empfangen hat, ein Konto bei bem ^3oftfcbeckamt, bei einer Bank ober einer fonftigen Krebitanftalt befiht. Darum Oie ernjte Mahnung in ernfter 3eif: Sdjaffe jeber fein ©olb gur Beidjsbank! Bladje jeber oon ber bankmähigen Berredjnung ©ebraud)! Sorge jeber in feinem Bekanntem unb Sreunbeskreis für Berbreitung bes bargelblofen Berketjrs! Geber Pfennig, ber bargelblos oerred)net wirb, ift eine B3affe gegen ben wirtfd)aftlid)en Bernid)tungskrieg unferer Seinbe!