Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 31 (4.8.1916)
- Date
- 1916-08-04
- Page
- Seite 285 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 31 Das Jüdische Echo 285 behörden. 5. Darstellung des Einflusses der während des Krieges erlassenen Militär Verfügungen auf die Juden. 6. Überblick über die Pogrome in Rußland. 7. Darstellung des wirtschaftlichen, sozialen, religiösen und politischen Zustandes der Juden in Rußland. 8. Aufstellung der den Nationalitäten und' andren Gruppen im russischen Reiche gewährten gesetzlichen Anerkennung. 9 Vorschläge für eine Gesetzgebung, durch welche die bestehenden Beschränkungen beseitigt werden würden. Rumänien. 1. Geschichtlicher Überblick über die Ansiedlung der Juden in Rumänien. 2. Überblick über die rechtliche Lage der Juden von der frühesten Periode bis 1878. 3. Der Berliner Vertrag und sein Einfluß auf die rumänische Judengesetzgebung. 4. Ausnahmegesetze von 1878 bis zur Gegenwart. 5. Darstellung der Agitation nach dem Berliner Vertrag und der Versuche, das Gleichberechtigungsgesetz zu erlangen. 6. Vorschläge für eine Gesetzgebung, durch welche die bestehenden Beschränkungen beseitigt werden würden. Galizien. 1. Darstellung der wirtschaftlichen, sozialen, religiösen und politischen Lage der Juden in Galizien. 2. Überblick über die rechtliche Lage der Nationalitäten und anderer Gruppen in Österreich- Ungarn. 3. Überblick über die Anwendung des Gesetzes im Hinblick auf die Verfolgungen der Juden in Galizien. 4. Vorschläge zu Maßnahmen für die Beseitigung von Mißständen und die Erhaltung und Entwicklung des jüdischen Lebens. Polen. 1. Geschichtlicher Überblick über die Ansiedlung der Juden in Polen. 2. Rechtliche Lage der Juden unter der polnischen Herrschaft bis 1831. 3. Einfluß der russischen Herrschaft auf das jüdische Leben. 4. Die wirtschaftliche und soziale Lage der Juden heutzutage, mit Berücksichtigung der Beziehungen zwischen Polen und Juden. 5. Geschichtlicher Überblick über die rechtliche Lage der Nationalitäten in Polen. 6. Die Lage der Juden seit der deutschen Okkupation. 7. Vorschläge für Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung des jüdischen Lebens in Polen. Palästina. 1. Geschichtlicher Überblick über die Kolonisations- und Ansiedlungsversuche der Juden in Palästina. 2. Überblick über die rechtliche Lage von Nationalitäten oder andren Grupen in Palästina. 3. Überblick über die Rechtslage der Juden in der europäischen und der asiatischen Türkei. 4. Überblick über die Gesetze betreffend Bodenbesitz, Einwanderung und Niederlassung der Juden in Palästina. 5. Überblick über die Rechte oder Konzessionen seitens der ottomanischen Regierung für fremde Staaten oder deren Bürger gemäß den vor dem Kriege gültigen Verträgen und Abmachungen. 6. Überblick über die Ziele, Bestrebungen und Tätigkeit der zionistischen Organisation in Palästina. 7. Vorschläge im einzelnen zur weiteren Entwicklung des jüdischen Lebens in Palästina in allen seinen Phasen. Einwanderung. 1. Ein statistischer Überblick der jüdischen Einwanderung aus allen Teilen Europas und Kleinasiens nach Europa und Amerika seit 1881 mit Berücksichtigung der Institute zur Leitung und Unterstützung dieser Einwanderung und der dafür verwendeten Fonds. 2. Überblick über die Gesetzgebung der einzelnen Länder Europas und Amerikas zur Erleichterung, Regulierung oder Erschwerung der Einwanderung sowie Angabe der dafür zuständigen Regierungsstellen. 3. Statistischer Überblick über die Binnenwanderung in Westeuropa und Amerika und Angabe der Institute zur Dezentralisation, landwirtschaftlichen und andern Ansiedlung und ihre Ergebnisse. 4. Statistischer Überblick über Auswanderung aus allen Teilen Europas und Amerikas nach Osteuropa, Kleinasien, Asien und Afrika mit einem Überblick über die Binnenwanderung in Asien, Angabe der Institute zur Leitung und Unterstützung dieser Auswanderung und die dafür verwendeten Summen. 5. Vorschläge für eine praktische jüdische Auswanderungspolitik. Jüdischer Kongreß in Permanenz. 1. Kurzer Überblick über jüdische Kongresse seit Beginn des Exils. 2. Die Zweckmäßigkeit der Einrichtung eines amerikanisch-jüdischen Kongresses als dauernde Einrichtung. 3. Vorbereitung eines eventuellen Statuts für den permanenten Kongreß. Falls die obigen Themata von wirklich Sachverständigen bearbeitet werden, so dürfte das erste Ergebnis des kommenden Kongresses eine ungemein wertvolle Sammlung von Material über diie Lage des Judentums in der ganzen Welt werden. Im Lande des Zaren. Im Laufe des Krieges ist über eine Million Juden für Rußland gefallen. Einige weitere Millionen kämpfen in den Reihen der russischen Heere. Hunderttausende russisch-jüdischer Familien sind durch den Krieg brot- und obdachlos geworden. Zur gleichen Zeit verlangt die englische Regierung, daß die in England lebenden russischen Juden sich freiwillig zum Kampfe für die Entente melden. Zur gleichen Zeit strebt Rußland danach, von amerikanischen Christen und Juden eine Anleihe zu erhalten. Zur gleichen Zeit gibt diie russische Regierung eine Verordnung nach der andren bezüglich der Juden heraus, die in ihrem Charakter alle eine verzweifelte Ähnlichkeit mit den folgenden Manifesten aus dem Zarenreiche haben: „An Herrn Jacob N., Beamten an der Kanzlei in Lwow. Der von Sr. kaiserlichen Hoheit, dem Generalissimus, mit der Aufsicht über die galizische Gerichtsbarkeit betraute Offizier macht dem Vorsitzenden des Obertribunals des Distriktes zu Lwow durch Erlaß vom 17. (30.) Mai 1915 Nr. 145 (datiert aus Tarnopol) bekannt, daß Se. Hoheit Befehl erlassen haben, alle in der Justizverwaltung beschäftigten Personen jüdischer Abstammung, insbesondere Kanzleiangestellte, ausnahmslos ihres Postens zu entheben. Gemäß der Entscheidung des Generalstabschefs des Oberstkommandierenden der Armee vom 8. (21.) Mai 1915 Nr. 3945 .bestimmt der endesunterzeichnete Offizier die unverzügliche Amtsenthebung aller dem Vorsitzenden des Obertribunals zu Lwow unterstellten Juden ohne jede Ausnahme, einschließlich der Angestellten und Bediensteten und gibt Befehl, ihre Namen von der Liste des Justizdepartements zu streichen. Indem ich dem Vorsitzenden diesen Befehl zugehen lasse, fordere ich Säe auf,