Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 9 (3.3.1916)
- Date
- 1916-03-03
- Page
- Seite 70 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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70 Das Jüdische Echo Nr. 9 ihrer eigenen Interessen organisiert werden, daß waltigen Armee, die uns schon seit einigen Tagen ein Kongreß der Juden Amerikas auf demokratiangekündigt ist. Links und rechts, oben und unscher Grundlage einberufen werde, der die Wünten; über den roten Ziegeldächern und den weißen sehe der amerikanischen Judenheit formulieren Dachterrassen, über den Palmen des Friedhofes, und aussprechen soll. ja über dem gewaltigen Spiegel des blauen Meeres flimmert und zuckt es von Zehntausenden schwarzer Pünktchen. Die hart am Fenster vor- FdUiÜGfOR beifliegenden Heuschrecken lassen sich ganz klar erkennen: der Körper hat eine Länge von fünf Heuschrecken.*) bis acht Zentimetern, der Flug einen Durchmesser von etwa einem Dezimeter. Am auffallendsten Von S. Hoofien-Jaffa. sjn(j ^ie jm Verhältnisse gewaltigen Hinterbeine, An einem schönen Sommertage sitze ich im wahre Kunstwerke der Natur und der gepanzerte Jaffaer Serail zum Besuche beim Kreishauptmann Kopf mit den schreckenerregenden Kiefern. Wie und verhandle mit Seiner Exzellenz über eine der Ritter in voller Rüstung, die fröhlich una hungrig vielen leidigen Angelegenheiten, die auch in unzur Schlacht eilen, wie gepanzerte Kürassiere serem Erdenwinkel der große Krieg mit sich ziehen sie einher. „Wie der Rosse Ansehen ist bringt. Langsam und so behaglich, wie die Leiihr Ansehen und wie Reiter, also rennen sie. Wie digkeit der Angelegenheit es zuläßt, spinnt sich das Wagengerassel auf den Spitzen der Berge spren- Gespräch ab. Da zeigt auf einmal einer der Efgen sie einher, wie das Knistern der Feuerflamme fendis auf das große Fenster und sagt: „Dehirad! die Stoppeln verzehrt, wie ein mächtiges Volk, Oh, oh! Fi Ketir!" Heuschrecken! Viele, viele! kampfgerüstet. Vor ihnen erzittern die Völker, Man stürzt — nein das täte man im würdelosen alle Gesichter schrumpfen ein. Wie Helden ren- Westen, man begibt sich also ans Fenster und nen sie, wie Kriegsmänner besteigen sie die sieht das Schauspiel an. Ja. da sind sie wahr- Mauer und gehen jeglicher seinen Weg und krümlich, die Tirailleure. die ersten Schwärme der gemen nicht ihre Bahnen. Und sie drängen keiner den anderen, sie ziehen jeglicher in seinem Ge- *) Palästina wurde bekanntlich vor Jahresfrist leise, und auf Schwertern lagern sie und verwunvon Heuschreckenschwärmen heimgesucht, die so den sich nicht. In der Stadt stürmen sie umher, stark waren, wie das Land sie seit Jahrzehnten auf der Mauer rennen sie. in die Häuser steigen nicht gesehen hatte. sie ein, durch die Fenster kommen sie, Dieben Zeichnet die Kriegsanleihe! Fünfprozentige Deutsche Reichsanleihe zu 98,50 oder Viereinhalbprozentige auslosbare Deutsche Reichsschatzanweisungen zu 95. Die Kriegsanleihe ist das Wertpapier des Deutschen Volkes die beste Anlage für jeden Sparer. Sic ist zugleich die Waffe der Daheimgebliebenen gegen alle unsre Feinde, die jeder zu Hause führen kann und muß, ob Mann, ob Frau, ob Kind. Der Mindestbetrag von Hundert Mark, bis zum 20. Juli 1916 zahlbar ermöglicht Jedem die Beteiligung. Man zeichnet bei der Reichsbank, den Banken und Bankiers, den Sparkassen, den Lebensversicherungsgesellschaften, den Kreditgenossenschaften oder bei der- Post in Stadt und Land. Letzter Zeichnungstag ist der 22. März. Man schiebe aber die Zeichnung nicht bis zum letzten Tage auf! Alles Nähere ergeben die öffentlich bekanntgemachten und auf jedem Zeichnungsschein abgedruckten Bedingungen.