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Das jüdische Echo · 1915-08-06 · 31 (6.8.1915) · p. Seite 252

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
2 (1915)
Issue
31 (6.8.1915)
Date
1915-08-06
Page
Seite 252 (sequence 8)
Language
German
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252 Das Jüdische Echo Nr. 31 schaft mit beschränkter Haftung" errichtet. Der Geschäftsanteil beträgt 100 Kronen; jedes Mitglied kann mehrere Geschäftsanteile übernehmen. Alles nähere ist aus den im Anwaltszimmer Nr. 118 des Justizpalastes zu. München aufliegenden Statuten zu ersehen. Auf Grund eines in Wien erlassenen Aufrufs empfiehlt der Anwaltskammervorstand München gleich anderer deutscher Anwaltskammervorstände die Bestrebungen der Kasse durch Zeichnung von Anteilscheinen zu unterstützen. Entsprechende Erklärungen sind an Herrn Hof- und üerichtsadvokaten Dr. Ernst Weisel in Wie n VII, Kirchengasse 48 oder an Herrn Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Markus Etting er in Wien I, Weihburggasse 9 zu senden. Der Vorsitzende Dr. Buhm a n n." Da es sich wohl zum großen Teil um jüdische Rechtsanwälte handelt, denen die „Advokatorische Kriegs-Kredit-Kasse" zu Hilfe kommt, wird die Empfehlung der Münchener Anwaltskammer bei unseren jüdischen Rechtsanwälten sicherlich gebührende Beachtung finden. München. In der zionistischen Ortsgruppe sprach kürzlich Herr Jakob Reich über „W e 11 k r i e g und J u d e n t u m". (Wir brachten in voriger Nummer den Inhalt des Vortrags. D. R.) Die gut besuchte Versammlung äußerte durch lebhaften Beifall ihre Zustimmung zu den Ausführungen desi Redners. An der regen Diskussion beteiligten sich dfe Herren Arnold Marie, Dr. Ludwig Wassermann, Theo Harburger und Dr. Raphael Straus. Die Schekelsammlung erzielte ein günstiges Resultat. München. Der Jüdische Turn- und Sportverein sah sich infolge der Einberufung eines großen Teils seiner Vorstandsmitglieder veranlaßt, auf letzten Montag eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. An Stelle der bisherigen Vorstandschaft trat ein geschäftsführendes Komitlee, bestehend aus den Herren und Damen: Apotheker Hartwig Lew in (Vorsitzender), Adolf Misch und Albert Kupfer (Turnwarte), Hugo Fränkel (Kassier), Elias Steinberg (Schriftführer), Henny Feuchtwanger und Kamilla Hohenberger (Damenturnwarte), Sabine Goldfarb (Schriftführerin), Malwine Hohenberger (Kassiererin). Der wegen Einberufung scheidende 1. Vorsitzende, Herr Jakob Reich, sagte in herzlichen Worten und mit den besten Wünschen für Ü'ie gedeihliche Weiterentwicklung des Vereins allen Turnern und Turnerinnen Lebewohl und man sah es auf allen Gesichtern geschrieben, wie sehr der Verein durch das Scheiden seines bewährten Führers verwaist sein wird. Das Gefühl der Dankbarkeit für die aufopfernde Tätigkeit des Vorsitzenden verschaffte sich in einer langanhaltenden spontanen Ovation beredten Ausdruck. Herr Apotheker Lewin kleidete diesen wortlosen Dank in entsprechende Sätze. Der Verein beschloß, allen seinen im Felde stehenden Mitgiedern in Htägigem Cyklus Liebesgaben zu senden. Den stimmungsvollen Abend beschlossen schön gesungene jüdische Turnlieder. Ottensoos. Für das Schaare-Zedek-Hospital kamen Mk. 70.— zusammen. Schwabach. Aus den Gemeinden des Distriktsrabbinats wurde ein Teil der Gelder für die verschiedenen Fonds direkt eingesandt. Durch das Rabbinat gingen für Hilfsaktionen Mk. 2500.—. Sulzbürg. Hier starb im Alter von 66 Jahren das angesehene Gemeindemitglied Herr Jakob David Neustädter. An seinem Grabe sprachen die Herren Distriktsrabbiner Dr. Weinberg, Kultusvorstand Josef Regensberger, Lehrer Max Rosenbaum und ein Sohn des Verstorbenen, Herr Gustav Neustädter. Treuchtlingen. Für Ostpreußen wurden Mk. 200.— gesammelt. Zeitlofs. Das Eiserne Kreuz erhielt Leo Nußbaum, Unteroff. im 91. Res.-Inf.-Regt., Sohn des Max Nußbaum. Anzeigen-Echo München. Verein Bne-Jehuda. Samstag, 7. August, abends 9 Uhr 15: Vortrag des Fräulein Frieda Scherr über „Die Jüdin u n d ihre Pflichte n". Hotel Reichshof. Gäste herzlich willkommen. München. Jüdischer Wanderbund Blau-Weiß. Mädchen: Dienstag, 10. VIII. bis Mittwoch 11. VIII. 1. und 2. Zug: Tölz—Tegernsee—Schliersee. Kosten M. 3.50. Anmeldung Montag, 9. VIII. 9 Uhr, Galeriestraße 15/1. Buben: Sonntag, 8. VIII. 2. Zug: Gronsdorf—Siegertsbrunn—Taufkirchen. Ostbahnhof, 7 Uhr 30. Kosten 45 Pfg. 3. Zug: Vaterstetten—Hohenbrunn—Unterhaching. Ostbahnhof, 7 Uhr 30. Kosten 45 Pfg. München. Jüdischer Turn- und Sport-Verein. Sonntag, den 8. August, Wanderung: 1 Uhr 30. Starnberger Bahnhof. Lochham. (Schw imm-Anzug). Rituelle Kriegskochrezepte 9. Italienischer Salat. Hierzu können alle Reste verwendet werden: Suppenwurzeln, Salat- und Gemüsereste. Man gibt die Reste länglich geschnitten in eine Porzellanschüssel, so viel Essig, daß er darüber geht, dazu kann man jederzeit die anfallenden Reste geben, der Essig muß darüber gehen. Vor man den Salat verwendet, gibt man ein paar rote Rüben, Kartoffeln, eine Salzgurke und Kapern dazu, mischt dann das Ganze mit Öl oder gibt eine Mayonnaise darüber. 10. Marmelade von gelben Rüben. 1 Pfund gelbe Rüben putzen, ein paarmal durchschneiden, mit der Schale von drei Zitronen weich kochen, zweimal durch die Fleischmaschine laufen lassen. Den Saft der drei Zitronen, 400 gr Zucker und die gemahlenen Rüben zur Marmelade einkochen. Im Zusammenhang mit den von uns veröffentlichten Kriegskochrezepten sei auf die letzte Nr. der von Rabbiner Dr. Max Grunwald herausgegebenen „Mitteilungen zur Jüdischen Volkskunde" aufmerksam gemacht. Sie enthält eine auch die indischen Hausfrauen gewiß sehr interessierende Studie von Professor Dr. J. K r a u ß „Aus der jüdischen Volksküche". Professor Krauß behandelt zuerst den Sabbat und die Feiertage mit den an ihnen mit Vorliebe aufgetischten Speisen und macht dann im zweiten Teil seiner Arbeit Angaben über die einzelnen Gerichte. Dieser Aufsatz dürfte die jüdischen Hausfrauen ganz besonders interessieren. Die Adresse der „Gesellschaft ur jüdische Volksfreunde", deren Organ die „Mitteilungen" sind, lautet: Dr. Paul Rieger, Hamburg, Jungfernsteg 25. Druck und Verlag: B. Heller, Buchdrucke, oi m,",„,i,„ m 7» l ~ Verantworte für ReOak.ior, „. A„Zeise,„eil: »ÄiiÄÄili* „,

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