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Das jüdische Echo · 1914-04-01 · 4 (April 1914) · p. Seite 42

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
1 (1913-1914)
Issue
4 (April 1914)
Date
1914-04-01
Page
Seite 42 (sequence 6)
Language
German
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42 Das Jüdische Echo Nr. 4 stürter und verfälschter Entwicklung geworden. Mit der Wiederauffrischung des jüdischen Zentralstaates auf dem altgeheiligten Boden wird erst das Werk der Befreiung und Reinigung der vielangefeindeten und vielbesudelten Rasse jenes Staatsvolkes, das der modernen Welt heute noch die Tafeln des Ursittengesetzes aus der Hand Gottes darreicht, in die Wege geleitet werden, allen Völkern zum Heile. Ohne Liebe zu dem wunderbaren Inhalte aller völkischen Probleme und Ideale wird auch hier der Alltagssinn nur Schwierigkeit über Schwierigkeit sehen und die Reihen jener verstärken, die als Antizionisten eine der herrlichsten und unterstützungswertesten völkischen Bewegungen der Gegenwart und Zukunft befehden. Ohne innerlich mitfühlendes Verständnis für die tiefsten Leiden und Freuden der jüdischen Volksseele wird man sich vergeblich um die Lösung jener Probleme bemühen, deren vornehmstes und dringlichstes sich der organisierte Zionismus zur Lebensaufgabe gemacht hat. Abgesehen von den religiösen und metaphysischen Motiven, die im Zionismus neben rein praktischen Erwägungen eines geordneten rassemü'ligen Gemeinschaftslebens mitschwingen, müßte es besonders den Juden im westeuropäischen Kulturgebiete, an dessen Blüte viele ihrer Volksgenossen so hervorragend mitgewirkt, eine wahre Herzenssache sein, durch die unermüdliche Förderung der zionistischen Sache zu erweisen, daß Rassejudentum, Nationalismus und Patriotismus einer gefühlsmäßigen wie werktätigen Vereinigung fähig sind und damit die Summen jener Tugenden verbürgen, wodurch der Wille zur Macht in einem jüdisch-völkischen Staate als eines gleichberechtigten freien und stolzen Gliedes in der Familie der modernen Staaten verwirklicht wird. Dem jüdischen Volke Heil!" „Die zionistische Utopie"*) Eine Entgegnung von Selma Blumberg, München Wie schon die Überschrift dieser Broschüre besagt, haben sich die Verfasser die Widerlegung des Zionismus zur Aufgabe gemacht. Daß die Notwendigkeit einer baldigen Lösung der Judenfrage besteht, für die Westjuden sowohl wie für die Ostjuden, wird rückhaltslos anerkannt. Anerkannt wird auch das viele Gute, das der Zionismus bereits geschaffen hat, schädlich aber sei er vornehmlich deshalb, weil er, selbst eine utopische, niemals realisierbare Idee, durch die Agitation, die er betreibe, die einzig mögliche Lösung, nämlich die Assimiliation, verzögere und hemme. Aus den Gründen, die den Verfassern für ihre Gegnerschaft wider den Zionismus als Stütze dienen, heben wir den hervor, daß er eine Klippe enthalte, an der er als mögliche Lösung der Judenfrage scheitern müsse. Diese läge in der Tatsache, daß nach den gegenwärtigen Verhältnissen eine Ansiedlung in Palästina nur für einen kleinen Teil der Ostjuden (?) in Frage kommen könne, die große Masse der Juden aber nach wie vor in der Diaspora bleiben müsse. Nachdrücklichst wird deshalb die Assimilation als einzige und sichere Lösung empfohlen; nur passiert es den Verfassern, daß sie auch bei dieser Lösung auf die gleiche Klippe stoßen, an der der Zionismus notwendig scheitern sollte. Denn im Laufe der Untersuchungen stellt sich heraus, daß die Assimilation für die Ostjuden in absehbarer Zeit nicht *) Von Dr. Karl Landauer und Dr. Herbert Weil. Verlag Hugo Schmidt, München. 8°. 80 S. M. 1.20. f Interessengemeinschaft Pfälzische Bank Ludwigshafen a. Rh. Gegründet 1883 Aktienkapital Mk. 50.000,000.— Reserven Mk. 10,000,000. Rheinische CredilH Mannheim Gegründet 1870 Aktienkapital Mk. 95,000,000, Reserven Mk. 18,500,000. Gesamtkapital und Reserven Mk. 173,500,000.— Pfälzische Bank Filiole München (Neuhauserstrasse No. 6) Wechselstuben und Depositenkassen: Frauenstrasse 11 (Ecke Reichenbachstrasse); Bahnhofplatz 5 (Ecke Dachauerstr.); Max Weberplatz 4 (Ecke Ismaningerstr.) Eröffnung von laufenden Rechnungen mit und ohne Kreditgewährung; Eröffnung von provisionsfreien Scheckrechnungen. — Annahme von Spargeldern mit und ohne Kündigung. — Einzug von Wechseln auf das In- und Ausland; Ausstellung von A ectiseln, Schecks, Akkreditiven, Kreditbriefen; briefliche und telegraphische Auszahlungen nach allen größeren Plätzen Europas und der überseeischen Länder. — An- und Verkauf sowie Beleihung von Wertpapieren; Annahme von Börsenaufträgen für alle in- und ausländischen Börsen; Einlösung von Zinsu. Divi Jendenscheinen; Umwechselung von ausländischen Geldsorten. — Aufbewahrung und Verwaltung (einschl. Verlosungskontrolle) von Wertpapieren sewie Aufbewahrung von anderen Wertgegens'änden und Dokumenten; Versicherung von Wertpapieren gegen Kursverlust im Falle der Auslosung. — Vermietung von eisernen Schrankfachern (Safes) zur Aufbewahrung von Wertpapieren und anderen Wertgegenständen unter Selbstverschluß der Mieter. Die Verwahrung erfolgt in den nach den neuesten Erfahrungen .konstruierten Gewölben der Bank unter deren gesetzl. Haftbarkeit. CAFE Erstkl. Cafe P ARADE Ludwigstraße 4 ISR. TÖCHTER- PENSIONAT KONSTANZ a. B. 107 YILLH SEEGARTEN Herrschaftliche Villa am See in nächster Nähe des Waldes. Unterricht in allen Wissenschaften, Sprachen, Musik, Malen usw. Sorgfältige häusliche und gesellschaftliche Ausbildung. Sommer-, Wasser- und Wintersport. — Beste Referenzen. Prospekte durch die Vorst.: Frau Berta Wicler. i ALBERT ADLER : BANKGESCHÄFT / MÜNCHEN Teleqramm-Adr.: BANKADLER PERUSASTR. 4 Telephon 21347, 21348 und 21349 | An- und Verkauf von Wertpapieren an allen | in- und ausländischen Börsen! Kapitalsanlagen in Rentenwerten, Bank- und | Industrieaktien j Handel in unnotierten Wertpapieren, sowie in » ausländischen hochverzinslich. Renten-! werten » Auskünfte und Vorschläge über Effektentrans- »aktionen, sowie Börsenberichte kostenfrei :: ::

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