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Das jüdische Echo · 1914-04-01 · 4 (April 1914) · p. Seite 41

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
1 (1913-1914)
Issue
4 (April 1914)
Date
1914-04-01
Page
Seite 41 (sequence 5)
Language
German
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Er kann zeitweilig verschüttet, verdüstert, verschleiert sein, aber untergehen könnte er erst, wenn alle biologischen, sozialen, physischen und metaphysischen Gesetze als Unsinn entlarvt und alle menschlichen und staatlichen Wert- und Rangunterschiede in einem färb-, Charakter-, rasse- und kulturlosen Mischmasch, in einem ungeheuerlichen Völkerbrei versinken würden. Auch wenn im zunehmenden Weltverkehr durch immer neue Wunder der Technik und durch die unerhörtesten Verfeinerungen der Politik und Diplomatie die Menschen so gefriedfertigt würden, daß sie als Rassewesen alle durcheinander wohnen und auf jedem beliebigen Punkt der Erde ihrem Erwerb und Genuß nachgehen könnten: als Stützpunkte für die im geschichtlichen Entwicklungskampf errungene Kultur in Künsten, Wissenschaften, ökonomischen Einrichtungen und Rechtssicherheiten sind immer die historisch gewachsenen nationalen Formen des Gemeinschaftslebens notwendig. Diese Formen sind im „Staat" unzerstörbar verkörpert. Ohne diese Stützpunkte in einer festen Organisation wären die Völker nie zu einem Eigenleben noch zu einer Eigenkultur gekommen, in der sie die wertvollen Anlagen ihrer Rasse in Sprache, Sitte, Handel und Wandel entwickeln und für die Nachkommen überlieferbar machen könnten als Vätererbe. Der Staat ist aber nicht bloß notwendige Form, er ist zugleich höchstes Gut für den schaffenden Menschen, weil dieser im nationalen Wettbewerb des Staates allein seine wertvollsten Kräfte entwickeln, seine Lebenswerte steigern und mit den Kennzeichen seines Rassencharakters zu edler schönheitsvoller' Eigenart erheben kann. Kraft, Schmuck und Zier des Kulturmenschentums finden gesicherte rassemäßige Ausbildung im nationalen Staate. Ist einer völkischen Rassegemeinschaft der nationale staatliche Stützpunkt verloren gegangen, so ist sie nicht bloß in Gefahr allmählich ihre beste Rassekraft und Rasseschönheit im Glauben, in der Spracke und Sitte der Väter durch unbedachte Blutvermischung zu verlieren, sondern auch in Gefahr, der Verständnislosigkeit und Respektlosigkeit im Mitleben fremden Staatslebens verdächtigt zu werden und mit Recht oder Unrecht von den Andern nur als „zersetzendes Element", als „Fremdkörper" empfunden zu werden. Erst mit dem Besitz eines Heimatstaates als dem unverwüstlichen Stützpunkte seines angeborenen Volkstums gewinnt der Kulturmensch die Legitimation, kraft deren er in jedem anderen Staate äußerlich und innerlich für voll und bürgerlich, für geeignet zur persönlichen Wahrnehmung aller Staatsinteressen erkannt werden muß: der Heimatstaat seiner Väter ist seine unerschütterliche Basis und Rückendeckung, die ideale und reale Rechtfertigung seiner Rasse-Eigentümlichkeiten zu jeder Zeit und an jedem Punkte der Erde. In welchem Staate er auch immer sein Leben in voller staatsbürgerlicher Betätigung zu verbringen wünscht, niemals darf sein Patriotismus bezweifelt werden, denn er hat seine unanfechtbare Bewährung in der langen Geschlechterfolge seiner Vorfahren im Heimatstaate gefunden. Felix Dahn sagt darum mit Recht: „Des Mannes höchstes Gut ist sein Volk, des Volkes höchstes Gut ist sein Staat." Das wird durch tausendjährige welthistorische Kämpfe an allen Ecken und Enden der Erde bewiesen. Der Heimatstaat der Judenheit mit der heiligen Burg Zion hat durch Jahrhunderte nur im Herzen des rassigen und traditionstreuen in alle Welt zerstreuten jüdischen Volkes gelebt. Von der Erde verdrängt, bestand er nur noch in der Sehnsucht, im Gebet, im Glauben seiner Bürger. Dies der Schlüssel zu dem großen weltgeschichtlichen Martyrium, das auch mit der „Emanzipation", dem Erlösungsschritt von der Unterdrückung zur erzwungenen Gleichberechtigung, noch nicht beendigt ist. Das Trauerspiel wird erst ausgespielt sein, wenn der Zionismus seine unsterbliche Tat der Wiedergeburt damit krönt, daß er durch die Wiedergewinnung eines jüdisch - völkischen Stützpunktes im Lande der Väter den Heimatstaat erschafft, dessen Verlust nicht den Juden allein zum Verhängnis durch viele Jahrhunderte ge- Irene Koopmann Direktor Dr. J. Schönemann Verlobte Düsseldorf München Alois Dallmayr Königl. Bayerischer Hoflieferant Hoflieferant S. Maj. des Kaisers München Tel.-Nr.4747,4748 u.4768 DißDBrStr. 14*15 Telegr.-Adr.: Lukullus empfiehlt als besonders preiswert Roten ffranzös. Tisch wein garantiert naturrein Vi Fl. —.75 Pfg. l/a Fl- —.45 Pfg. mit Glas S2h©inl§HCi©P leichter weisser Tischwein Vi Fl. —.75 Pfg. V2 Fl. —.45 Pfg. mit Glas MSiWCiH eigener Bereitung per >/i Fl. -.95 Pfg. Bei Abnahme von 12/t Fl 5°/0 Rabatt I Gesamtpreisliste auf Wunsch „ „ » 25/j „ 10% „ | gerne zu Diensten Münchner Fleischzentrale Verkaufsstellen: Sohwanthalerstr. 123, Zweibrückenstr. 6, Pilarstr.8, Humboldtstr. 19, Viktualienmarkt 5, neben Samenhandlung Schmitz. --Telefon 1343 -- Prima Mastoehsenfleisch per Pfd. 90 Pf. Prima Mastrindfleisch per Pfd. 80 Pf. Kalb-u. Hammelfleisch zu billigst.Tagespreis. Zustellung frei ins Haus nach allen Stadtteilen - Braune Rabattmarken PARK-HOTEL BAO TÖLZ! Besitzer: J. Hellmann ■ Neuerbautes Haus I Ranges. — Streng rituell. — Vorzügliche Küche. — Mit allem : Komfort. — Mässige Preise. 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