Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 386 (sequence 391)
- Language
- German
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nistischen Tätigkeit blieben, zum Abschluß. Die Partei führte in dieser Zeit eine umfangreiche und schwere Tätigkeit durch, um mit den der Partei treu bleibenden Genossen die Zellen zionistischer Tätigkeit zu •schaffen. Selbstverständlich sank die Zahl der Parteimitglieder erheblich, die Arbeit wurde eingeschränkt, und eine erkennbare zionistische Tätigkeit nach außen (Verbreitung einer Massenzeitung, Auftreten von Genossen in „unparteiischen" Versammlungen, auf unseren Beratungen usw.) war unmöglich. Die ganze Tätigkeit stand unter dem Zeichen: „Erhaltung des Bestehenden".' Der zionistische Wert der Tätigkeit der Partei stieg, wenn wir uns die Assimilationswellen, die das Leben der Juden in Bußland durchspülen, sowie die Verflachung einer Jugend, die zuweilen ihrem Gewissen zuwiderhandeln muß, nur um überhaupt Arbeit oder Lernmöglichkeit zu erhalten, vor Augen halten. Doppelte Bedeutung hat diese Arbeit heute, wo bei der Besserung der Lage in Palästina (sowie aus anderen Gründen) unter den Massen der Juden wiederum reges Interesse für Palästina und den Zionismus und auch ein ausdrückliches Verlangen nach zionistischer Organisierung fühlbar ist. Die Partei „Hitachduth" in Bußland bemühte sich, in ihrer Tätigkeit diese Bestrebungen zu konsolidieren und sie in einem festen organisatorischen Rahmen zusammenzufassen sowie lebendigen nationalen Geist jenem Teil der Jugend einzuflößen, der neue Wege sucht. Dabei geht die Tätigkeit der Partei in zwei Richtungen vor sich: a) Innere Parteitätigkeit, Organisierung von örtlichen Zellen, Herstellung von Verbindungen zwischen ihnen. b) Kulturelle Tätigkeit unter den Parteimitgliedern. Der kulturellen Tätigkeit wird heilte seitens der Partei viel Aufmerksamkeit geschenkt. Die unaufhörlichen Verhaftungen in den letzten Jahren (unter ihnen auch vier Mitglieder des Zentralkomitees) ruinierten diese Arbeit der Partei; der Mangel an kundigen und geistig reiferen Genossen, die für die sich erweiternde Tätigkeit geeignet sind, ist sehr fühlbar. Auch die Jugendorganisation wurde von dem Schicksal der Partei berührt: starker Niedergang in den Jahren 1927/28 Und Befestigung und Wachstum heute. Die Partei hilft bei dieser Arbeit intensiv mit, sei es durch Verbreitung der hebräischen Sprache unter der Jugend, oder durch Organisierung von jüdischem und zionistischem Geschichtsunterricht usw. Von Zeit zu Zeit gibt das Zentralkomitee ein „Bulletin der Hitachduthzentrale" heraus, das folgende Rubriken enthält: Nachrichten aus Palästina, kritische Artikel über Fragen des Lebens der russischen Juden. Dieses Bulletin ist sehr verbreitet, sowohl unter Parteimitgliedern und Jugend, als auch außerhalb. Außerdem erscheinen zuweilen lokole Sonderschriften. Der illegale Hechaluz mußte während dieses Jahres seinen Kampf in zwei Bichtungen führen: 1. Für Bewahrung der Organisation vor Zerstörung. 2. Für Erhaltung der Siedlungen. 386