Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 385 (sequence 390)
- Language
- German
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Die Organisation strebt in ihrer erzieherischen Tätigkeit danach, die jüdische Jugend in der Galuth mit den ethischen und sozialen Grundgedanken der palästinensischen Arbeiterbewegung vertraut zu machen, wie sie in der Lehre und den Schriften ihres Führers A. D. Gordon ihren Ausdruck fanden und durch die Hapoël Iiazaürbewegüng entwickelt wurden. Da Gordonia hauptsächlich Erziehungsorganisation ist, betrachtet sie es als ihre Hauptaufgabe, ihre Mitglieder zu aktivem, gesellschaftlichem Leben zu erziehen, besonders durch Selbstarbeit und direkte Verwirklichung; Eins der Hauptprinzipien der Gordonia ist: Renaissance der hebräischen Sprache im täglichen Leben. Auf allen Konferenzen, lokalen wie allweltlichen, betonte Gordonia in ihren Beschlüssen ihre nahen ideologischen Beziehungen zum Hapoë], Hazaïr und zur Hitachduth. Außer intensiver Erziehungstätigkeit in den Zweigstellen und Gruppen organisierte Gordonia ein Netz von Sommerkolonien für die Scouts und die übrigen Gruppen getrennt, in denen Erziehungsarbeit in seminaristischer Form durchgeführt und die Jugend an Gemeinschaftsleben und Eigentätigkeit gewöhnt wird. Außer Rundschreiben und Zirkularbriefen interner Art in allen Ländern gibt die Zentralleitung zusammen mit der polnischen Organisation die Schriftenreihe „Gordonia" (hebräisch) heraus (ein Heft erschien polnisch). Die galizische Organisation veröffentlicht die Schriftenreihe „Hazair", die für die Jugendmannschaften bestimmt ist. „Gordonia" beteiligt sich am ,,Brith Hanoar" (Weltjugendbund), der alle zionistischen chaluzischen Jugendorganisationen umfaßt. Durch den „Brith Hanoar" wurden zur Arbeit in der ,,Gordonia" zwei Genossen des Hapoël Hazaïr in Palästina entsandt: D. Schmetterling nach Galizien und S. Meschi aus der Gruppe Sarona nach Rumänien. Die Tätigkeit der „Hitachduth" in Rußland in den Jahren 1927—1929. Die letzten zwei Jahre waren für die Tätigkeit der Partei in Rußland sehr schwer, sowohl aus den bekannten objektiven Gründen, als auch wegen der rekonstruktiven Tätigkeit, die die Partei durchführen mußte, um die Methoden ihrer Arbeit den neuen äußeren Bedingungen anzupassen. Während des Jahres 1927 und der ersten Hälfte 1928 machte sich unter den russischen Juden die Auswirkung der Krise in Palästina bemerkbar. Im'Verlauf ihrer Arbeit stieß die Partei auf „Rückkehrer" laus dem Lande, die es verleumdeten, um so ihre Rückkehr in die „Heimat" zu rechtfertigen. Jede schlechte Botschaft aus Palästina, jedes erfundene Gerücht aus dem Munde eines Rückwanderers fand sofort Eingang in die kommunistische Presse und wurde mit großer Freude vorgetragen. All dies, die Lage in Palästina, die unaufhörlichen Verhaftungen von ganzen Gruppen und einzelnen Genossen und über alledem, die äußere Umgebung, Entfremdung und Haß, die die jüdische Jugend gefährden, mußten auf die Partei und ihre Tätigkeit Einfluß haben. Im Jahre 1928 kam der Prozeß der Stabilisierung der Partei, durch Ausscheiden der nicht festen Mitglieder, die ihr zur Zeit der Blüte beigetreten waren, sowie durch Konsolidierung und Zusammenlegung derjenigen Gruppen, die in dieser schweren Epoche auf der Wacht der zio- 25 385