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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1929-01-01 · XVI (1929) · p. Seite 338

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVI (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 338 (sequence 343)
Language
German
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IRI
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angehören, und des Landesvorstandes, der 31 Mitglieder umfaßt und sechs- bis achtmal jährlich zusammentritt. Die Propagandatätigkeit der Z. Y. f. D. erfuhr eine weitere Ausgestaltung. Es fanden dauernd in allen Ortsgruppen Veranstaltungen statt, für die der Z. V. f. D. eine Reihe bewährter Gesinnungsgenossen zur Verfügung standen. Die Zahl der großen zionistischen Werbeveranstaltungen in allen Städten Deutschlands, in denen die Ideologie des Zionismus dargestellt wurde, ist größer geworden. Es gibt wieder Diskussionen mit Gegnern; Boykottparolen haben nur noch selten Wirkung, da vor allem die Jugend das Bedürfnis nach einer ernsten Auseinandersetzung empfindet. Die Massenpropaganda wird durch Zirkelveranstaltungen und systematische Kurse ergänzt. Die mündliche Propaganda wurde durch folgende Veröffentlichungen ergänzt, die als „Schriftenreihe der Jüdischen Rundschau" erschienen sind: „Zionistische Jugendbewegung" von Dr. Siegfried Kanowitz; ,,Die jüdische Idee und ihre Träger, Beiträge zur Frage des jüdischen Liberalismus"; „Der Jude in der europäischen Welt, das Problem seiner Sendung" von Karl Glaser; „Die jüdische landwirtschaftliche Kolonisation in Rußland", Aufsätze von Dr. Arthur Ruppin-Jerusalem und Issai Klinow-Berlin. Der Ausbildung von Propagandisten diente ein Propagandaseminar, das unter Leitung von Herrn Blumenfeld im April d. J. in Berlin stattfand. Außerdem hat die Propagandaabteilung der Z. V. f. D. einen Informationsdienst für Propagandisten eingerichtet, durch den ausgearbeitete Vorträge und Dispositionen zur Verfügung gestellt werden. Innerhalb der Jugendbewegung .ist von besonderem Interesse die Entwicklung der Turn- und Sportbewegung und das Anwachsen der Zeire Misrachi. Wir bemühten uns, die Beziehungen zum Makkabi zu verstärken und gemeinsam mit der Leitung des Makkabi auf die zionistische Erziehung seiner Mitglieder Einfluß zu nehmen. Der Jugendarbeit dienten die „Jungzionistischen Blätter". Die bestehenden Erziehungs- und Jugendorganisationen dienen getrennt ihren Aufgaben. Das „Kartell Jüdischer Verbindungen" führt die Propaganda innerhalb der zionistischen Studentenschaft. Der „Jungjüdische Wanderbund" (J. J. W. B.) stellt einen erheblichen Teil des Nachwuchses unserer Chaluzbewegung. Die „Zeire Misrachi" führen die Propaganda innerhalb der gesetzestreuen zionistischen Jugend. Neu entstanden sind der Bund „Zophim", eine zionistische Pfadfinderorganisation und der revisionistische „Brith Trumpeldor". Einen sichtbaren Aufschwung nahm die zionistische Frauenarbeit. Hier gelang es, durch eine völlige Neuorganisierung der Arbeit eine große Anzahl Mitglieder zu gewinnen, die in Studiengruppen zusammengeschlossen sind. Die Frauen beteiligen sich in wachsendem Maße an der zionistischen Arbeit, insbesondere an der K. K. L.-Arbeit. In Berlin und anderen Orten fand eine große Anzahl von Frauenwerbeversammlungen statt, die uns bisher fernstehende Kreise zuführten. Die hebräische Kulturarbeit in Deutschland erfuhr einen weiteren Ausbau. In allen größeren Städten bestehen hebräische Sprachschulen., 338

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