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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1929-01-01 · XVI (1929) · p. Seite 337

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVI (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 337 (sequence 342)
Language
German
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IRI
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Deutschland. Als Vorkämpfer des Gedankens einer Kooperation mit Nichtzionisten für den Palästinaaufbau waren wir gleichzeitig immer bemüht, die zionistische Idee vor Verdunkelungen zu bewahren. Wir haben den Beweis erbracht, daß ein aufrichtiges Zusammenarbeiten mit allen Kreisen der Judenheit für die Dauer durchgeführt werden kann, wenn diese Arbeit von keinem Gesinnungskompromiß begleitet wird. In der Berichtsperiode hat sich deutlich gezeigt, daß der Palästinagedanke im deutschen Judentum große Fortschritte gemacht hat, während gleichzeitig der Kampf um den Zionismus weiter geht. In der Diskussion über die Frage der Erweiterung der Jewish Agency konnten wir erkennen, welche neuen Kreise wir gewonnen haben. Die Jugend, auch der antizionistischen Verbände, steht in ihrer großen Mehrheit positiv zum Palästinawerk. Selbst bei dem den Eintritt in die Jewish Agency ablehnenden Beschluß des Gentral-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens ist die große propalästinensische Minderheit für den Stimmungswandel sehr charakteristisch. Es gibt einen sichtbaren, wenn auch allmählichen Umschwung im deutschen Judentum. Es unterliegt aber keinem Zweifel, daß unablässige verstärkte zionistische Anstrengungen nötig sein werden, um die bisher abseits stehenden Kreise der deutschen Juden dazu zu veranlassen, aus der Aufnahme des Wortes Palästina in ihre Terminologie innere und äußere Konsequenzen zu ziehen. Das Deutsche Komitee Pro Palästina, dessen Charakter durch nichtjüdische Persönlichkeiten bestimmt wird, hat seine Arbeiten mit unverminderter Aktivität fortgesetzt. Die Z.V. f.D., der alle zionistischen Gruppen mit Ausnahme der Poale Zion angehören, hat die Einheitlichkeit ihrer organisatorischen Struktur bewahrt. Sie fühlt sich für alle Gebiete der zionistischen Arbeit verantwortlich, für eine allen Teilen des Zionismus zugute kommende Propaganda, für die Tätigkeit der zionistischen Fonds, für Jugendarbeit aller Art. Es gibt kein Gebiet zionistischer Tätigkeit, das grundsätzlich außerhalb des Arbeitsbereiches der Z. V. f. D. steht. Unser Zentralorgan, die „Jüdische Rundschau", gibt ein Bild vom zionistischen Leben und zionistischen Streben in Deutschland. Ihr Einfluß reicht über die Landesgrenzen hinaus. Unter Ablehnung jedes Personenkultus und jeder persönlichen Politik werden hier die sachlichen Probleme des Zionismus dargestellt. Bei Wahrung ihres Grundcharakters kommen alle zionistischen Richtungen in ihr zu Wort. Der deutsche Zionismus hat es freudig begrüßt, daß die beiden letzten Sitzungen des Aktions-Comités nach Berlin einberufen wurden. Der persönliche Kontakt mit den zionistischen Führern aller Länder und Fraktionen war in den letzten Jahren besonders stark. Die Reisen der Herren Dr. Weizmann und Nahum Sokolow durch Deutschland hinterließen eine tiefe und nachhaltige Wirkung. In der Berichtsperiode fand der XXII. Delegiertentag der Z.V. f.D. in Breslau statt, auf dem Herr Kurt Blumenfeld zum Vorsitzenden wiedergewählt wurde. Die Leitung der Z. V. f. D. liegt in den Händen des Geschäftsführenden Ausschusses, dem außer dem Vorsitzenden 8 Mitglieder 22 337

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