Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 304 (sequence 309)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
- Safed 1× ep/1046078
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10. Die sanitäre Inspektion der Einwanderer. Ein nicht geringer Teil der Schuld an der Steigerung der Invalidität in Palästina kommt auf Rechnung der großen Nachlässigkeit der Palästinaämter in der Frage der sanitären Inspektion der Auswanderer in den letzten Jahren. Der 15. Kongreß in Basel hat in dieser Präge folgenden Beschluß gefaßt: „Der Kongreß stellt die Notwendigkeit einer gründlichen ärztlichen Untersuchung der Einwander durch die Palästinaämter fest und beauftragt die Zionistische Exekutive in Palästina, dafür zu sorgen, daß die oberste Inspektion von seiten der Einwanderungsabteilung sich in den Händen eines kompetenten medizinischen Organs befindet." Im Zusammenhang mit der Erneuerung der Einwanderung im Jahre Î928 wurde durch das Gesundheitssekretariat zusammen mit der Einwanderungsabteilung die Untersuchung der Einwanderer einem Vertrauensarzte der Palästinaämter übertragen. Jedem Einwanderungszertifikat wird ein ausführliches Gesundheitszeugnis, unterschrieben von einem Arzt, beigefügt, das die Kategorie des Einwanderers nach seiner Gesundheit entsprechend den Instruktionen des Gesundheitskomitees vom Jahre 1927 bezeichnet. Die Gesundheitsabteilung gab ihrerseits den Ämtern im Ausland dringende Instruktionen betreffend die ärztliche Prüfung der Einwanderer, und in praxi waren unter den 700 Neueinwanderern keine Krankheitsfälle, außer ein bis zwei Fällen, die wir jetzt besonders untersuchen. Die Liste der Kranken, die das Land wegen ihrer Krankheit verlassen hatten, wurde allen Palästinaämtern mitgeteilt. Diese Kranken können Zertifikate nur auf Grund besonderer Bestätigung aus Jerusalem, dio nach Untersuchung durch die Palästinaämter gegeben wird, «erhalten. 11. Der Kampf gegen die Schwindsucht. Das Gesundheitssekretariat stand in ständiger Verbindung mit der Liga zum Kampf gegen die Schwindsucht, die seinerzeit durch Initiative des Gesundheitskomitees geschaffen wurde. Durch das Gesundheitssekretariat wurden der Liga von dem bekannten südafrikanischen Philanthropen, Herrn Morrissohn, 400 £ überwiesen. Es existieren Tuberkulosestationen in Jerusalem, Tel-Awiw, Haifa, Safed und Petach-Tikvah. Auf Grund eines Abkommens mit der ,,Hadassah" übernahmen die Abteilungen der Liga den Transport und die Unterbringung der Kranken im Krankenhaus in Safed. Im Sommer 1928 wurden Kinderstationen auf dem Karmel und in der Umgebung Jerusalems eingerichtet. Die Liga beabsichtigt, sich durch Vermittlung der Zionistischen Exekutive an die Regierung um" Unterstützung für die Hospitalisierung der Lungenkranken zu wenden. Man schätzt die Zahl der jüdischen Schwindsüchtigen im Lande auf nicht weniger als 500. Die Zahl der an Schwindsucht Gestorbenen allein betrug im Jahre 1927 nach den offiziellen Regierungszahlen 87. ■30Û