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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1929-01-01 · XVI (1929) · p. Seite 303

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVI (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 303 (sequence 308)
Language
German
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IRI
…/9038125-9054582--2307-9055760
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Im Augenblick werden Verhandlungen über die Rechte, die sich die Regierung in der Leitung von Esrath Naschim als Vorbedingung der obigen Subvention vorbehält, geführt. Die Zionistische Organisation teilte der Regierung mit, daß es nach ihrer Ansicht Pflicht der Regierung sei, Esrath Naschim eine ständige Jahresunterstützung in der Höhe der Summen, die von der Institution für mittellose Kranke ausgegeben werden, zu gewähren. Diese unsere Forderung entspringt der Grundvoraussetzung, daß. es nicht Aufgabe einer Gesellschaft mit freiwilligen Beiträgen ist, die Regierung von einer so elementaren Aufgabe auf dem Felde der öffentlichen Gesundheit wie Unterbringung von Geisteskranken zu befreien. Es ist vollkommen klar, daß die schlimme Situation der Kranken und ihrer Verwandten, da sie nicht die Möglichkeit haben, sich der bestehenden Betten zu bedienen, vor dem Bau des neuen Kränkenhauses nicht leichter werden wird; und die Hauptsorge, die uns im Amte tagtäglich drückt, nämlich die Kranken zu hospitalisieren, wird in den nächsten Jahren nicht aufhören. 9. Die Fürsorge für die chronisch Kranken und Invaliden. Der Mangel einer zentralen Institution für soziale Hilfe und einer Institution für Invalidenversicherung bringt die vielen Kranken aus Arbeiterkreisen, die chronisch erkrankt sind (Malaria, Herz, Lungen, Nervenkrankheiten, Rheumatismus, durch ,Unfälle Beschädigte usw.) in eine sehr schwere Lage. Die Zionistische Organisation hatte in den letzten Jahren Kranken dieser Art monatliche Unterstützung gewährt, ohne sich um die Verwendung dieser Gelder und die Zukunft der Kranken zu kümmern. 1926—1927 betrug die Zahl der durch die Zionistische Organisation Unterstützten mehr als 100 und die Summe, die in diesem Jahr durch die Zionistische Organisation und die Krankenkasse ausgegeben wurde, nicht weniger als £ 50001. Anfang des Budgetjahres 1927—28 wurde beschlossen, die monatliche Unterstützung der chronisch Kranken aufzuheben, statt dessen wurde einer großen Anzahl von Kranken die Möglichkeit gegeben, in passender Arbeit unterzukommen und einer noch größeren Anzahl, das Land zu verlassen und an ihre Wohnorte zurückzukehren. Die Summen, die in diesem Jahr für diesen Zweck ausgegeben wurden, betrugen £ 1150. Auch im Jahre 1928—29 fuhren wir fort, den chronisch Kranken, die gezwungen sind, wegen ihrer Krankheit das Land zu verlassen, Unterstützung zu gewähren. Das Budget zu diesem Zweck beträgt in diesem Jahre £ 180. In den letzten drei Jahren verließen mit Hilfe der Zionistischen Organisation ungefähr 300 Personen das Land, darunter einige Dutzend Schwindsüchtige, Geisteskranke u. a., deren Auswanderung von allen Gesichtspunkten aus sowohl für die Gesamtheit als auch für die Kranken erwünscht war. Hilfe wurde nur denen gewährt, die die Möglichkeit hatten, zu Verwandten zurückzukehren; die Zionistische Organisation ist für diejenigen, die auf eigene Verantwortung nach diesem oder jenem Ort reisten und dort der Öffentlichkeit zur Last fielen, nicht verantwortlich. 303

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