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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1929-01-01 · XVI (1929) · p. Seite 281

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVI (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 281 (sequence 286)
Language
German
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IRI
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kann nicht erreicht werden, so lange diese Institutionen versuchen, die doppelte Aufgabe der Gewährung von allgemeiner Mittelschulbildung und zur selben Zeit der von fachlicher Vorbildung für den Unterricht zu erfüllen. Die Vereinigung von Mittelschulbildung und Vorbereitung für den Unterricht war vor dem Kriege typisch für die Lehrerseminare in Deutschland. In den letzten Jahren wurden in den deutschen Seminaren Reformen eingeführt und ihr Lehrplan ist heute, dem von England und Amerika entsprechend, der von Fachschulen, für die Mittelschulbildung notwendig ist. Für eine zulängliche Vorbereitung von Lehrern ist zumindest die Eröffnung eines Seminars auf moderner Grundlage nötig, d. h. mit einem Lehrplan von 2—3 Jahren für ausgewählte Schüler, die eine Mittelschule vollendet haben. Der Zweck eines solchen Seminars ist nicht die Vermittlung allgemeiner Bildung, sondern insbesondere Vorbereitung für den Unterricht in den Volksschulen. Die Notwendigkeit der Reorganisation der Lehrerseminare wird von den palästinensischen Schulfachleuten anerkannt und die Diskussion dieser Frage zieht sich Jahre hindurch hin. Insbesondere existieren Meinungsverschiedenheiten zwischen den Schulpolitikern des Misrachi und den allgemeinen, inwieweit es nützlich sei, diesen Plan zu verwirklichen. Die ,,Allgemeinen" neigen zu dieser Reform, wenn auch kein prinzipieller Beschluß in dieser Hinsicht gefaßt wurde. In praxi wurden die beiden ersten Klassen der Lehrerseminare aus dem Budget der Unterrichtsabteilung wegen der bedrängten finanziellen Lage herausgenommen. Allein diese Klassen wurden in den Misrachiseminaren aus besonderen Mitteln des ,,Misrachi" und teilweise auch in den allgemeinen Seminaren aus Sonderspenden verschiedener Quellen wieder eröffnet. c) Fortbildungsmöglichkeit für unterrichtende Lehrer. Es ist anerkannt, daß die palästinensischen Lehrer ihrer Arbeit ergeben sind und daß sie eine hohe Intelligenzstüf e auszeichnet. Vieles wurde durch Begeisterung und durch das glänzende Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern erreicht. Allein auch diese Vorzüge können nicht gänzlich den Platz geordneter fachlicher Vorbildung, für die in Palästina nicht genügend Möglichkeiten vorhanden sind, einnehmen. Es fehlt auch hebräische pädagogische Literatur. In anderen Ländern setzt ein großer Teil der Lehrer die Fachstudien auf der Universität fort oder hört wenigstens einige Kurse in Psychologie und Pädagogik nach Vollendung des Lehrerseminars. Die Lehrer im Lande erkennen in vollstem Maße die Notwendigkeit von Fortbildungskursen an und sie ergreifen jede Gelegenheit zu diesem Zweck. Die Teilnehmerzahl bei der anläßlich des 25 jährigen Jubiläums des Lehrerverbandes veranstalteten pädagogischen Konferenz zeigte das rege Interesse, der Lehrer für die fachliche Fortbildung. Einige der palästinensischen Lehrer reisten auch zwecks Ausbildung ins Ausland, allein es ist nicht anzunehmen, daß ein großer Teil von ihnen die notwendigen Mittel zu diesem Zweck aufbringen kann. Die beste Lösung dieses Problems würde sein, wenn die hebräische Universität eine pädagogische Abteilung schaffen würde. Inzwischen würde Q81

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