Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 278 (sequence 283)
- Language
- German
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in fühlbarem Maße. Das Arbeitsniveau sank infolge des Mangels an Lehrmitteln. Unter normalen Verhältnissen muß das Budget eine genügende Summe zu diesem Zweck enthalten. f) Gebäude. In der Zionistischen Organisation existiert kein Departement, das ein Budget für Schulbauten hat. In der Vergangenheit hing der Bau einer Schule von zufälligen, für diesen Zweck von vornherein bestimmten Spenden ab. In den letzten Jahren schloß die Regierung aus sanitären Gründen einige Schulen bis zur Ausführung der erforderlichen Renovierung. In vielen alten Gebäuden stellen die Renovierungen eine vergebliche Ausgabr dar, entweder wegen des schlechten Zustandes des Gebäudes überhaupt, oder weil das Gebäude durch uns nur für begrenzte Zeit gemietet ist. In dem zukünftigen Plane muß ein Bauplan enthalten sein, so wie Jahr für Jahr eine bestimmte Summe zu seiner Verwirklichung. Letzten Endes liegt darin ein Ersparnis,, Heute wird eine Summe für Miete und außerdem werden Summen für Herrichtung der Gebäude zu Unterrichtszwecken ausgegeben und diese Summen gehen bei Beendigung des Mietsvertrages verloren. 4. Stabilisierung der Einnahmen. Nach Festlegung der finanziellen Politik und nach Balancierung des Budgets auf dem Papier ist es nötig, den Eingang der Gelder zu sichern. Die Beteiligung der Regierung ist gesichert. Die Gründung des oben erwähnten Inkasso-Büros sichert bis zu einem gewissen Grade den Eingang der im Budget als Einnahmevoranschlag in Betracht gezogenem Eingänge aus Schulgeld und ähnlichen Quellen. Die Hauptschwierigkeit liegt in der Frage der Beteiligung der Zionistischen Organisation. Diese Schwierigkeit liegt im wesentlichen darin begründet, daß die angenommene Keren Hajessod-Summe im Auslande nicht vollkommen aufgebracht wird. Die Schwierigkeit kann nur durch vorsichtige Schätzung und Bereitstellung einer Reserve überwunden werden. Außer dieser Schwierigkeit litt das Unterrichtsdepartement auch dadurch, daß selbst bei Empfang der Gelder vom Keren' Hajessod ihm nicht der proportionelle Anteil zur Zeit übergeben wurde, eine Situation, die durch die allgemein ungeordneten Bedingungen, unter denen die Zionistische Exekutive in Palästina seit dem letzten Kongreß litt, verursacht wurde. Defizite, Wechsel, andere Verpflichtungen, die allgemeine finanzielle Bedrängnis, all dies erforderte eine Reihe von Maßnahmen, auf Rechnung der Gehaltsempfänger der Zionistischen Organisation, der Lehrer und Angestellten. Dies trieb die Lehrer auch zum Streik, der erst in der letzten Minute verhindert wurde. Welches auch unsere Meinung über die Rechtfertigung von Streiks unter den gegebenen Bedingungen ist, ein Unterrichtsnetz kann unter derartigen Bedingungen nicht gut geführt werden. Ein Ausweg muß gefunden werden, vielleicht entsprechend dem Vorschlag der Regierung über die Bildung eines Sonderfonds für das Unterrichtsdepartement, der eine sichere Basis für den Unterricht schafft. Welchen Weg man auch beschreitet, besonders wichtig ist es in jeder Hinsicht, daß das Unterrichtsdepartement den ihm gebührenden Teil von den Geldern des Keren Hajessod in vollem Umfange und zur Zeit erhält. 278