Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 277 (sequence 282)
- Language
- German
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b) Schulen der Kategorie d. Im Augenblick sind dem zionistischen Unterrichtsnetz zirka 50 Institutionen angeschlossen, die angeleitet und inspiziert werden, aber keine finanzielle Unterstützung erhalten. Diese Schulen werden als Kategorie d bezeichnet; weil die Regierung der Zionistischen Organisation in Palästina die gesamte, für das hebräische Schulwerk bestimmte Summe überweist, fordern diese Schulen natürlich und mit Recht, daß ein verhältnismäßiger Anteil dieser Regierungsunterstützung ihnen zugeteilt wird. Die Verweigerung jeder Unterstützung an diese Schulen ist nicht nur ungerecht, sondern auch eine gewisse Gefahr für die Einheit des zionistischen Schulwerkes. Es ist unausbleiblich, daß sich diese Schulen mit der Zeit direkt an die Regierung wenden, um dieselbe Hilfe zu erhalten, die sie angeblich heute durch die Zionistische Organisation bekommen. c) Neue Schulen und Steigerung der Schülerzahl. Ein ähnliches Problem ist mit den Schulen verbunden, die an neuen Siedlungspunkten durch private Initiative entstehen. Auch hier glaubt man, daß ihre Schulen nötig sind, und daß sie wenigstens kleine Unterstützung von der Zionistischen Organisation erhalten müssen. Während der letzten Jahre war es wegen der dauernden Rudgeteinschränkungen unmöglich, in das Schulnetz neue Schulen auch in den Fällen aufzunehmen, in denen diese Aufnahmen auch nur geringe Summen erfordern. Nur in wenigen Fällen, deren Dringlichkeit ungewöhnlich war, machten wir eine Ausnahme. Auch in bereits bestehenden Schulen war es nur möglich, die durch steigende Schülerzahl verursachten Redürfnisse durch Ersparnisse zu befriedigen, die durch Zusammenlegung von Schulen erreicht wurden, allein dies ist in der Zukunft unmöglich. Mit Erneuerung der Einwanderung wird es nötig, für die Möglichkeit der Vergrößerung der Schülerzahl in unseren Institutionen zu sorgen. d) Ausbildungskurse und Fachunterricht. Ein sehr ernstes Problem besteht in Palästina in der Notwendigkeit von Ausbildungskursen. Im Lande besteht kein Schulpflichtgesetz und ein großer Teil der Schüler verläßt die Schule nach 'Absolvierung weniger Volksschulklassen. Dieser Zustand findet sich besonders tinter Juden aus orientalischen Gemeinden. Ein geringer Teil der Schüler verläßt die Schule ohne genügende Kenntnisse im Lesen und Schreiben. Für diese Schüler müssen Fortbildungskurse eingerichtet werden, in denen sie die grundlegenden Kenntnisse in Lesen, Schreiben und Rechnen erwerben können. Nicht Aveniger Aufmerksamkeit verdienen die Fachkurse, in denen die Schüler für den Rroterwerb sich fortbilden können. Die Kulturkommission der Allgemeinen Arbeiterorganisation richtete Abendkurse aus Geldern ein, die vom Kongreß für diesen Zweck aus Mitteln des Arbeitsdepartements bestimmt wurden; allein dem Unterrichtsdepartement standen keine Mittel zu diesem Zweck zur Verfügung. e) Lehrbücher und Lehrmittel. Als Folge der Rudgetverkürzungen in den letzten. Jahren wurden die Zuweisungen für Lehrbücher und Lehrmittel bis zum Minimum verkürzt. Der Mangel an Rüchern, Karten, Tafeln, Materialien und anderen Lehrmitteln, die für den Unterricht und die Unterweisung nötig sind, fehlen 277