Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 275 (sequence 280)
- Language
- German
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malen Basis zu erlangen. Das Gesamtbudget der Unterrichtsabteilung der Zionistischen Organisation im Jahre 1928/29 beträgt £ 120.000, von denen wir £ 50.000 aus folgenden Quellen aufbrachten: ca. £ 26.000 vom Jischuw, £ 19.000 von der Regierung (siehe Tabelle d) ). Zur Fortsetzung der Arbeit auf derselben Basis im folgenden Jahr müssen 1929/30 von Seiten der Zionistischen Organisation und aus anderen Quellen außerhalb Palästinas £ 70.000 aufgebracht werden. Auch diese zusätzliche Summe reicht nicht aus, um die regulären automatischen Zuschläge wie die der Lehrergehälter zu decken. Aus palästinensischen Quellen, vom Jischuw und der Regierung wird fast die Hälfte der Gesamtsumme für die Schulen unter der Aufsicht der Unterrichtsabteilung ausgegeben. Der Jischuw beteiligt sich also mit einer angemessenen Summe an den Unterrichtsausgaben im Lande und die Erhöhung seiner Beteiligung kann nur allmählich vor sich gehen. Auch eine Erhöhung des Regierungsbeitrages steht in der nahen Zukunft nicht zu erwarten. Die Regierung, die vor zwei Jahren.ihren Beitrag von £ 10.000 auf £ 20.000 steigerte, setzte als ausdrückliche Vorbedingung für eine weitere Steigerung ihrer Beteiligung eine proportioneile Erhöhung ihrer Beteiligung an den Ausgaben der arabischen Schulen fest. Der Regierungsbeitrag ist jetzt der Zahl der Juden gegenüber der Gesamtbevölkerung proportional. Im vergangenen Jahre betrugen die Beiträge des Keren Hajessod für Unterrichtszwecke £ 58.000. Diese Summe enthält eine Sonderspende für den Misrachi in Höhe von £ 2000. Wenn man in Betracht zieht, daß wir wegen der automatischen Erhöhung der Lehrergehälter und einer minimalen Steigerung infolge der natürlichen Vergrößerung der Schülerzahl1 ein etwas größeres Budget als im Vorjahr brauchen werden, so werden uns im kommenden Jahre £ 15.0001 fehlen, wenn man auch für Unterrichtszwecke aus Keren Hajessod-Geldern dieselbe Summe wie im letzten Jahre aufbringen wird. Ein kleineres Budget als im letzten Jahr würde heißen: Aufhebung der achten Klasse in den Volksschulen, Beseitigung aller den Kindergärten gewährten Unterstützungen sowie andere gewagte Schritte dieser Art, die mit sich die Entlassung einer entsprechenden Zahl von Lehrern bringen würden. Eine solche Situation ist nicht vorstellbar, weil keine Sicherheit besteht, daß auch in Zukunft Gelder aus denjenigen Quellen erzielt werden können, von denen wir in diesem Jahr Spenden für das Budget erhalten haben. Der Kongreß wird zu beschließen haben, wie das Unterrichtsbudget auszubalancieren ist, um die Vollständigkeit des bestehenden Schulnetzes zu bewahren. 2. Finanzpolitik für eine Reihe von Jahren. Die Schwierigkeit, mit denen die Balancierung des Unterrichtsbudgets in den letzten Jahren Verbunden war, und die Notwendigkeit, weitere Mittel aufzubringen, bringen die grundlegende Frage der Finanzpolitik für das Unterrichtswesen auf die Tagesordnung. In verschiedenen Kreisen wird ein Vorschlag der Schaffung eines besonderen Unterrichtsfonds erwogen. Nach einem anderen Vorschlag soll der Unterrichtsabteilung erlaubt werden, Summen ■ für verschiedene Teilzwecke der Unterrichtstätigkeit, wie Kindergärten, Fachunterricht, Gebäude, Unterrichtsbücher aufzubringen. Nach diesem Plan soll die Hauptunterrichtstätigkeit, die die Volksschulen, besondere Zuwendungen für den Mittelschulen- und