Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 273 (sequence 278)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/9038125-9054582--2277-9055730- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
a) Eine wertvolle erzieherische Maßnahme durch Befreiung der Lehrer und Direktoren von allen Verhandlungen mit Eltern und Schülern in finanziellen Angelegenheiten. Den Direktoren wurde eine große Last dauernder drückender Sorge bei der Einziehung und der Buchführung abgenommen und gleichzeitig wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, sich mehr der inneren Schularbeit sowie ihren administrativen Funktionen zu widmen. b) Ein materieller Nutzen. Dank der Konzentrierung der Einziehung der Gelder wurde die Möglichkeit gegeben, die zahlungsfähigen Eltern richtiger einzuschätzen und viele Mängel, die mit der Einziehung der Gelder mittels der Kinder verbunden sind, abzustellen. Die Ergebnisse der Arbeit des Büros während der acht Monate seiner Existenz bietet eine Grundlage für die Annahme, daß der Versuch gelungen ist. 6. Die Begierung. Mit der Vergrößerung der Beteiligung am Budget von seilen der Begierung wurde eine stärkere Verbindung zwischen uns und dem Begierungsschuldepartement geschaffen. Zwei Vertreter dieses Departements nehmen am Unterrichtskomitee als reguläre Mitglieder teil. Auf Grund ihrer Forderung würde eine Finanzkommission eingesetzt, deren Aufgabe es ist, alle Paragraphen des Ausgabebudgets zu überprüfen und darauf zu achten, daß die Gelder gemäß dem bestätigten Budget ausgegeben werden. Die Sitzungen der Kommission sind ständig und in jedem Monat wird dem Unterrichtsdepartement der Begierung auf einem besonderen Formular ein finanzieller Bechenschaftsbericht erstattet. Die Begierung arbeitete eine Beihé von Vorschlägen für Änderungen in unserer Arbeit aus; einigen setzten wir Widerstand entgegen: denen über Schuldienerlöhne und Schließung einer Zahl von Klassen. Die Begierung behielt sich das Becht vor, von ihrem Beitrag einen proportionellen Betrag von allen Ausgaben für Unterrichtszwecke, die nicht durch sie bestätigt wurden, zurückzubehalten. In der Mehrzahl der Fälle kamen wir zu einer Verständigung mit der Begierung, allein in einigen Paragraphen, in denen wir nicht verzichten konnten, zog die Begierung einen proportioneilen Teil ihrer Beteiligung (£ 310) ab, stimmte aber dem zu, diese Summe als Sonderspende andern unserer Institutionen zukommen zu lassen. Außer der finanziellen Inspektion überwachte die Begierung aufs schärfste die sanitäre Seite unserer Arbeit und manche unserer Schulen wurden auf Veranlassung der Begierung wegen sanitärer Forderungen geschlossen. Was die innere Arbeit der Schulen betrifft, so behält sich die Regierung vor, durch ihre Inspektoren in pädagogischer Hinsicht Anmerkungen zu machen, allein diese verpflichten uns nicht. 7. S c h u 1 h ä u s e r. Auf den großen Mangel an passenden Schulgebäuden wiesen wir bereits früher hin; die Lage verschlimmert sich von Jahr zu Jahr. Die schlechten und unhygienischen Räume verursachen Verschwendungen und wie wir erwähnten, kamen FäUe von Schließungen von Institutionen mangels hygienischer Eignung vor. Diese Situation zwang uns, jedes Jahr erhebliche Summen für sanitäre Verbesserungen, denen in vielen Fällen nur eine beschränkte Bedeutung zukommt, wegen der Unsicherheit längeren 18 273