Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 272 (sequence 277)
- Language
- German
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Außer den ständigen Sitzungen des Unterrichtsdepartements, an denen auch die Inspektoren zuweilen teilnehmen, wurde in systematischer Weise der Inspektorenausschuß einmal im Monat zusammengerufen. In diesen Ausschüssen geben die Inspektoren Rechenschaftsbericht ab, außerdem werden verschiedene Unterrichts- und pädagogische Fragen besprochen. Bei der pädagogischen Konferenz, die durch den Lehrerverband Pessaçh in Zusammenhang mit dem Jubiläumsfest einberufen worden war, beteiligten sich auch Dr. Berksen und die Inspektoren mit ausführlichen Verträgen über Unterrichtssysteme und die Lage in den Schulen und Kindergärten. 3. Die Hygienearbeit in den Schulen. Die Inspektion über die hygienischen Zustände in den Schulen ist wie früher der medizinischen Organisation Hadassah übertragen. Die Schulhygieneabteilung setzte ihre Arbeit in den letzten Jahren durch systematische Prüfung und Heilung von Augen- und Hautkrankheiten fort. Die Zahl der Schwestern für praktische Hygiene stieg im Jahre 1928/29 und beträgt heute 6. Die Augenheilung machte große Fortschritte und die Augenerkrankungen in unseren Institutionen ließen erheblich nach. Einige wurden gänzlich frei davon. Von neuen Tätigkeiten der Abteilung sind zu erwähnen: 1. Eine Beratungsstation für Unterrichtsangelegenheiten für nervöse, zurückgebliebene und schwierige Kinder. Die Kinder werden psychiatrisch und psychologisch geprüft und in der Station durch heilpädagogische Fachleute behandelt. 2. Orthopädische Prüfung, die durch Fachleute in Tel-Awiw, Jerusalem und Haifa vorgenommen wird. 4. Komitee der allgemeinen Schulen. Über die Organisierung dieses Komitees war bereits in der Sitzung des Unterrichtskomitees vom 27. Adar 1928 .beschlossen worden und damals wurde ein Vertreter des Unterrichtskomitees für diesess Komitee bestimmt. Auch von Seiten des Lehrerverbandes wurde ein Vertreter festgesetzt. Schwierigkeiten entstanden wegen des Vertreters der allgemeinen Zionisten und als Folge davon wurde beschlossen, daß, weil in Palästina keine Organisation der allgemeinen Zionisten, die als Vertretung dieser Strömung gelten kann, existiert, der Leitung des Waad Leumi, der obersten Instanz' des organisierten Jischuw, vorzuschlagen, drei Vertreter der allgemeinen Zionisten als Mitglieder dieses Komitees zu wählen. Für den Waad Leumi war es lange Zeit schwer, passende Vertreter zu finden und erst Ende des Jahres machte er von der Wahl dreier Vertreter Mitteilung, und auf diese Weise wurde das Komitee der allgemeinen Schulen in der Sitzung des Unterrichtskomi tees bestätigt. Seitdem fanden einige Sitzungen des Komitees, in denen über verschiedene aktuelle Angelegenheiten gesprochen wurde, statt. 5. Das Inkasso büro und die Beteiligung des Jischuw s. Eine wichtige Neuerung wurde anfangs 1928/29 durch Übertragung der Beschäftigung mit Fragen des Schulgelds von den Direktoren an ein zu diesem Zweck errichtetes Inkassobüro geschaffen. Dadurch erzielten wir einen doppelten Nutzen. 272