Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 267 (sequence 272)
- Language
- German
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Rothschild und er spendete für Unterrichtszwecke £ 5000, davon £ 1000 für das Gymnasium in Tel-Awiw. Auch die Lehrerorganisation beteiligte sich mit £ 3450; auf diese Weise gelang es, das Budget in Höhe von £ 111.500 zu balancieren. Es gelang, zu einer Ordnung der Dinge ohne Schließung von Klassen zu gelangen und die 140 -entlassenen Lehrer kehrten fast vollzählig zur Arbeit zurück; die Kinder, die in Gefahr standen, ohne Unterricht zu bleiben, konnten infolgedessen alle aufgenommen werden. Selbstverständlich waren auch nach Erlangung der £ 8450 große Einschränkungen notwendig, von denen zu verzeichnen sind: a) Koloniekindergärten, die axis unserer Obhut in die der örtlichen Komitees und in ihre finanzielle Verantwortung übergingen, b) Unterstützte Institutionen. Einer Reihe von Institutionen wurde die Unterstützung gestrichen, unter ihnen dem ,,Bezalel", den die Streichung unserer Unterstützung zur Schließung zwang und der erst nach einiger Zeit eine andere Unterstützungsquelle fand*). Auch die andern Institutionen waren gezwungen, neue Quellen für das Defizit ihres Budgets zu finden, c) Vereinigung mehrerer Volksschulklassen, d) Schließung der ersten Klasse des Lehrerseminars, e) Instrumente und Möbel. Dieser Paragraph wurde trotz des großen Bedarfs an Möbeln und Unterrichts- und Arbeitsinstrumenten gänzlich gestrichen, f) Bedienung. Dieser Paragraph wurde stark eingeschränkt, was während des Jahres. einen Schuldienerstreik zur Folge hatte. Durch den Schiedsgerichtsspruch (das Schiedsgericht trat nach dem Streik zusammen) waren wir gezwungen, dieses Budget wieder zu vergrößern und die Ersparnis in diesem Paragraphen trat nicht in Erscheinung. Die besondere Situation, in der sich unsere Arbeit im Jahre 1927/28 befand, beeinflußte auch nicht unerheblich den Lauf der internen Schularbeit. Die Verspätung der Eröffnung der Schulen um sechs Wochen tind einer Anzahl von Institutionen um zwei Monate verringerte die Zahl der Unterrichtstage, die in die für den Unterricht besonders passende Wintersaison faUen. Der Schaden, den die Verspätung der Eröffnung der Schulen mit sich brachte, drückte sich nicht nur in der Nicht-Erreichung des Lehrpensums, sondern auch darin aus, daß die Kinder durch die große Pause dem Unterricht und der Schulordnung entfremdet wurden. Die Kürzungen und die Zusammenlegungen von Klassen zwangen uns, eine große Zahl von Lehrern an andere Orte zu versetzen, was in der ersten Zeit ebenfalls den regulären Lauf des Unterrichts erheblich störte. Während des Jahres 1927/28 wurde die Arbeit zunächst durch Frau Szold unter Mitwirkung von Dr. Berkson und des Inspektorenausschusses geleitet. Dieser Ausschuß erfüllte in erheblichem Maße die Aufgabe des Vorstandes des Departements. Auch das Unterrichtskomitee (Waad Hachinuch) wurde endgültig unter Leitung der Frau Szold zusammengesetzt. Während des Jahres fanden eine Anzahl von Sitzungen statt, in denen über Unterrichts-Budget und administrative Fragen gesprochen wurde. ZAvecks Beratung von Fragen, die dauernde *) Diese Unterstützung ermöglichte die Existenz der Institution bis Sommer 1929; seit Beginn des Sommers .fehlen also wieder die nötigen Existenzmittel. 267