Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 22)
- Language
- German
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Schulwerks zu schmälern, jedoch wurde dank den erhobenen Protesten und den von der Exekutive vorgebrachten Bedenken die Veröffentlichung der Verordnung verschoben. Unterdessen hat die Exekutive sowohl in Jerusalem als in London weitere Verhandlungen mit der Regierung aufgenommen, um zufriedenstellende Änderungen in die Verordnung hineinzubringen. Jüdische Gemeinde-Verordnung. Am 30. September 1927 veröffentlichte der High Commissioner von Palästina die Bestimmungen für die jüdische Gemeinde (Knesseth Israel), nach der Verordnung von 1926 betreffend die religiösen Gemeinschaften, und brachte so die langen Verhandlungen der Zionistischen Exekutive mit der Regierung zu einem Abschluß. Seit der Veröffentlichung der Verordnung in der ,,Official Gazette" vom 15. Juli 1927 ist noch manche Verbesserung aufgenommen worden, wovon die wichtigsten die über die Sicherstellung der Lage der sephardischen Juden sind, sodann der Abschnitt betreffs des Oberrabbinats und des rabbinischen Rates. Weitere kleinere Änderungen erfolgten, um bis zu einem gewissen Ausmaße die Vertretungen von Minoritäten zu gewährleisten, die sich im Gegensatz zu der Verordnung befinden. Nach der Veröffentlichung der Verordnung unternahm der Waad Leumi die Vorbereitung zur Registrierung der erwachsenen Juden in Palästina. Die Agudath Jisrael machte eine scharfe Gegenpropaganda, doch wurde die Propaganda auf beiden Seiten in anständiger Weise geführt. Die Zählung ergab 78'968 jüdische Erwachsene (diese Ziffer ist nicht völlig richtig, da eine Reihe von Juden aus dem einen oder anderen Grunde nicht mitgezählt wurde). Die Agudath Jisrael machte sich daran, ein Register der Dissentierenden aufzustellen und übergab dem Waad Leumi eine Liste von 15 758 Dissentierenden. Bei Prüfung der Liste der Dissentierenden wurde festgestellt, daß viele Namen disqualifiziert werden mußten, da dieselben Unterschri Ifen auf mehr als einer Erklärung erschienen. Außerdem zogen eine Reihe von Deklaranten ihre Austrittserklärungen aus der „Knesseth" zurück, als sie von der wirklichen Bedeutung solcher Erklärungen unterrichtet wurden. Nach Abzug aller disqualifizierten und zurückgezogenen Erklärungen enthielt die Liste der Agudah lediglich 10 751 . Dissentierende. Das Register des Waad Leumi enthielt nur 4657 Namen von der Agudath-Liste, welche aus dem Register des Waad Leumi zu streichen sind. Die Klagemauer. Ein Ereignis, welches die gesamte Judenheit des Erdballs in Erregung versetzte, spielte sich am Jörn Kippur-Tage 1928 an der Klagemauer ab. Auf Grund von Anweisungen, die durch den stellvertretenden Distriktskommissar von Jerusalem ergangen waren, brach die Polizei während des Trauergottesdienstes zwischen die dichtgedrängten Beter ein, um einen Leinenschirm zu entfernen, der am Vorabend des Festes zur Trennung der Geschlechter dort aufgestellt worden war und über den sich die moslemischen Behörden beklagt hatten. Die durch dieses Ereignis in der gesamten jüdischen Bevölkerung Palästinas hervorgerufene Entrüstung war derartig, daß unverzüglich 17