Mannheim
Compact Memory

Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1929-01-01 · XVI (1929) · p. Seite 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVI (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 14 (sequence 19)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
96% known words query
IRI
…/9038125-9054582--2018-9055471
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Kranken gezwungen sind, außerhalb von Spitalbehandlung zu bleiben. Zu wiederholten Malen warnte die Exekutive die Regierung vor der mit der Vernachlässigung von Geisteskranken verbundenen Gefahr, bestand darauf, daß es Pflicht der Regierung sei, unverzügliche Maßnahmen zu ergreifen und verlangte dringend Hilfe für das Esrath Naschim-Spital. Nach langwierigen Verhandlungen gab die Regierung der Exekutive den Bescheid, daß der Kolonialsekretär folgendes gebilligt habe: 1. Den Bau eines neuen Spitals für Geisteskranke, das über eine angemessene Zahl von Betten verfügt und dessen Fertigstellung innerhalb von drei Jahren erfolgen solle. 2. Eine Subvention von £ 2500 für das Esrath Naschim-Spital für die Verbesserung der bestehenden Bedingungen. 3. Die Einrichtung von Isolationszellen in den Regierungs- und städtischen Spitälern. Während der letzten Jahre hat die Regierung eine Reihe von Verordnungen im Hinblick auf das öffentliche Gesundheitswesen erlassen, so 1920 die Verordnung betreffend Zahnärzte, 1928 betreffend allgemeine praktische Ärzte und 1929 betreffend Hebammen. Die Exekutive unterbreitete ihre Bemerkungen zu diesen Verordnungen. Allgemein gesprochen wurde jedoch während der Berichtsperiode hinsichtlich der Gesundheitsgesetzgebung kein merklicher Fortschritt gemacht, eine Feststellung, die. sich insbesondere auf die Sozialversicherung im Krankheitsfälle bezieht. Handel und Industrie. Während der Berichtsperiode führte die Exekutive Verhandlungen mit den Regierungsdepartements über verschiedene Fragen betreffend Handel und Industrie. Sie besprach ebenfalls Dinge, die mit der Politik der Eisenbahnverwaltung zusammenhängen. Erwähnt sei die Tatsache, daß die Regierung allmählich eine passende Gesetzgebung mit dem Ziele, heimische Industrie zu schützen und ihre Entwicklung zu erleichtern, einführt. Viele Rohmaterialien wurden vom Einfuhrzoll befreit. Die Regierung erließ ferner ein Gesetz zum Schutz der Arbeiter in Fabriken mit besonderer Berücksichtigung von Frauen und Kindern. Um die sanitären Bedingungen zu überwachen, wurden Fabrikinspektoren ernannt. Die Eisenbähnverwaltung schloß internationale Abkommen mit den Nachbarländern ab, um die Transporttarife zu verbessern. Als einen weiteren wichtigen Schritt zur Unterstützung von Handel und Industrie hat die Regierung einen ständigen Industrieausschuß eingesetzt, der sich aus den Leitern sämtlicher Regierungsdepartements zusammensetzt. Zu den Sitzungen dieses Komitees wird die Exekutive zur Beratung hinzugezogen. Was die Eisenbahnpolitik im allgemeinen und das System der Transporttarife im besonderen angeht, so übermittelte die Zionistische Exekutive ausführliche Memoranden, die mit Nachdruck die Notwendigkeit einer Reorganisation in den Eisenbahnverbindungen und den Transporttarifen hervorhoben, damit diese wie in. allen zivilisierten! Staaten den Bedürfnissen von Industrie und Landwirtschaft entgegenkommen. Die Regierung hat auch ein besonderes permanentes Eisen- 1U

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.