Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 18)
- Language
- German
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sollte. Die Regierung nahm diese Forderungen sympathisch auf und in ihrer Entscheidung, den Bau des Hafen nicht Unternehmern, sondern dem Regierungsdepartement für öffentliche Arbeiten zu übertragen, ist eine gewisse Garantie für die Erfüllung der Forderungen der Exekutive enthalten hinsichtlich der Einstellung jüdischer Arbeiter in einem angemessenen Verhältnis und der Zahlung angemessener Löhne. Was die allgemeinen Fragen betrifft, die sich auf die Beschäftigung jüdischer Arbeitskräfte bei Regierungs- und städtischen Arbeiten und auf die Zahlung angemessener Löhne beziehen, so gehen die Verhandlungen noch weiter, und es besteht Hoffnung, daß eine klare und befriedigende Antwort in Kürze von der Regierung hinsichtlich ihrer Haltung zu diesen Problemen gegeben werden wird. Gesundheitswesen. Die Zusammenarbeit zwischen der Zionistischen Exekutive, ihren Gesundheitsinstitutionen und dem Gesundheitsdepartement der Regierung Avird schrittweise erweitert. Die Zionistische Exekutive setzte ihre Bemühungen fort, eine verstärkte Mitarbeit der Regierung zur Befriedigung der hygienischen Bedürfnisse der jüdischen Bevölkerung zu sichern und ist hierbei in einem gewissen Maße erfolgreich jjewesen. Aber während die Änderung der Haltung der Regierung gegenüber den hygienischen und gesundheitlichen Bedürfnissen noch nicht völlig zufriedenstellen kann, so kann doch eine wesentliche Besserung festgestellt werden, besonders verglichen mit der Haltung der Regierung in .früheren Jahren. Als ein Beispiel kann ' die von der Regierung eingerichtete und ausgebaute Hygiene- und Antimalariaaufsicht angeführt werden, ausgeübt durch ihr Antimalaria-Institut in den jüdischen Kolonien. Diese Aufsicht wird in den Kolonien in Zusammenarbeit mit den Medizinalbeamten der zionistischen ärztlichen Institutionen durchgeführt und eine entscheidende Besserung der sanitären Bedingungen ist in vielen jüdischen Siedlungen festzustellen. Abgesehen hiervon gewährte die Regierung £ 6000, um den Spitalbau der Hadassah in Tel- AAviw zu beenden und einzurichten und gewährte ferner einen jährlichen Beitrag von je £ 2000 für drei Jahre als ihren Anteil an der Aü'freehterhaltung des Spitals. Auf der anderen Seite verkleinerte die Stadt Tel- Awiw ihren jährlichen Beitrag für das Hospital von £ 3000 auf £ 1000. Ebenso führte die Zionistische Exekutive ausgedehnte Verhandlungen mit der Regierung über die Unterbringung von Infektionskranken. Immer wieder drängte die Zionistische Exekutive die Regierung, für den Ausbau der öffentlichen Spitäler zu sorgen und sie mit den nötigen Mitteln für die Behandlung Infektionskranker auszurüsten. Die Exekutive wies auch mit Nachdruck auf die Notwendigkeit der Anstellung jüdischen Personals in den Regierungsspitälern hin; als Ergebnis dieser Vorstellungen ist die Zahl der Betten im Regierungsspital von Jaffa vermehrt worden und eine große Zahl jüdischer Schwestern wird in den Regierungsspitälern von Jaffa und Haifa beschäftigt. Ein ernsthaftes Problem ist das der Unterbringung von Geisteskranken. Die beiden Spitäler für solche Kranke, das Regierungsspital in Bethlehem und das der Esrath Naschim in Jerusalem, können nicht in geeigneter Weise die Bedürfnisse in den jüdischen Fällen decken, so daß Dutzende von 13