Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 16)
- Language
- German
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mum von £ 5 pro Monat und Person auf unbestimmte Zeit hin zu unterhalten. Späterhin verlangte die Regierung die Garantie eines Finanzinstituts, einer Bank oder dergleichen. Die Banken wären an sich bereit gewesen, eine derartige Garantie gegen eine von den Antragstellern deponierte Summe zu geben, aber gegenüber der Tatsache, daß die Bürgschaft für eine unbestimmte Zeit verlangt wurde, waren die Banken nicht in der Lage, die Höhe des notwendigen Depots festzusetzen und der Vorschlag konnte nicht ausgeführt werden. Pie Zionistische Exekutive protestierte gegen das unnötige Hindernis, das solchen Immigranten in den Weg gelegt wurde und verlangte die Rückkehr zum status quo. Die Regierung beschloß darauf, die Höchstsumme, für welche der Antragsteller verantwortlich gemacht werden sollte, auf £ 350 festzusetzen und den Betrag, welcher von ihm seinen Verwandten gezahlt werden sollte, auf £ 4 pro Monat (anstelle von £ 5) zu ermäßigen, vorausgesetzt, daß eine Bank oder ein treuhänderisches Finanzinstitut die Verantwortung für den in Frage kommenden Betrag auf sich nähme. Die Haltung, welche das Einwanderungsdepartement der Regierung zu einer gewissen Zeit Touristen gegenüber einnahm, die beabsichtigten, sich im Lande anzusiedeln, verursachte beträchtliche Erregung. Dank der Intervention der Zionistischen Exekutive wurde diese Angelegenheit zufriedenstellend erledigt; seitdem wurde kein weiterer ernsthafter Fall der Verweigerung seitens der Regierung bekannt und viele Touristen konnten die Erlaubnis für dauernden Aufenthalt im Lande erwerben. In der Berichtsperiode beschaffte die Exekutive 298 Zertifikate für russische Flüchtlinge. Besondere Aufmerksamkeit widmete die Exekutive der Frage der Chaluzimeinwanderung. Sobald die ökonomischen Bedingungen sich zu bessern begannen, ersuchte die Zionistische Exekutive die Regierung um Erleichterungen für die Wiederaufnahme der Chaluzimeinwanderung. Diese Forderung wurde dringlicher mit der Abschaffung der Arbeitslosenunterstützung und einer endgültigen Besserung der ökonomischen Lage. Bereits vor der Sitzung des Aktions-Comités im Juli Î918 hatte die Zionistische Exekutive eine Untersuchung über die Aussichten des palästinensischen Arbeitsmarktes für neue Einwanderer eingeleitet. Als Ergebnis dieser Untersuchungen wurde der Regierung ein Gesuch um 1000 Zertifikate für Chaluzini unterbreitet, hauptsächlich für die Arbeit in den Pflanzungskolonien. Die Regierung gab die Ermächtigung zu 600 Zertifikaten für Arbeiter für das Halbjahr Oktober 1928 bis März 1929. Bei Wiederaufnahme der Chaluzimeinwanderung machte die Exekutive besondere Anstrengungen, um diese Ali] ah ununterbrochen aufrechtzuerhalten, welche nicht nur durch die wirtschaftliche Aussicht gerechtfertigt war, sondern auch wesentlich war vom Gesichtspunkt zionistischer Politik. Die Zionistische Exekutive stellte weitere Untersuchungen bezüglich der Beschäftigungsaussichten an (die eine war auf die Beschäftigung in den Pflanzungskolonien, die andere hauptsächlich auf die Aussichten in den Städten gerichtet); auf Grund des Ergebnisses derselben wandte sie sich an die Regierung, um 2852 Zertifikate für das Halbjahr April bis September 1929 zu erhalten. Die Regierung unterrichtete die Exekutive von ihrer Absicht, unter gewissen Bedingungen 2400 Zertifikate, zu gewähren. 11